Mehrere Inseln an der Mündung des Essequibo River gehören zur Region Essequibo Islands-West Demerara. Sie erstreckt sich vom Ostufer des Essequibo River bis zum Westufer des Demerara River und umfasst 1.460 Quadratmeilen (3.770 Quadratkilometer). Flussmündung, Küste und Orte mit eigener Geschichte geben der Region unterschiedliche Perspektiven.
Flüsse und regionale Orientierung
Die Küste von West Demerara liegt Georgetown auf der anderen Seite des Hafens gegenüber. Eine weitere Verbindung zwischen den Flussufern ist die Demerara Harbour Bridge: Sie verbindet West Demerara bei Versailles mit East Demerara bei Peter’s Hall. Zugleich ist sie die einzige schwimmende Brücke über den Demerara River.
Auch Parika ist ein wichtiger Orientierungspunkt, hier als Übergang ins Landesinnere. Von dort fahren Fähren nach Bartica und zu den Flussinseln. Regelmäßige Schnellboote verbinden Parika mit Bartica; die Fahrt flussaufwärts auf dem Essequibo River dauert zwei bis drei Stunden. Das ist eine andere Verbindung als die Fähre über den Fluss nach Supenaam an der Essequibo Coast. Wenn Sie eine dieser Fahrten einplanen, prüfen Sie die aktuellen Abfahrten vor der Reise.
Forts, Gebäude und Geschichte
Auf Fort Island stehen zwei Orte für unterschiedliche Kapitel der Geschichte. Fort Zeelandia wurde 1744 als Ziegelsteinfort erbaut, um die Interessen der Dutch West India Company gegen europäische Rivalen zu verteidigen. Ebenfalls auf Fort Island befindet sich das Dutch Heritage Museum, untergebracht in einem historischen niederländischen Gebäude, das früher als Court of Policy and Church Building bekannt war.
Der National Trust of Guyana eröffnete das Museum am 19. Februar 2007. Die Sammlung umfasst Artefakte aus den ehemaligen Kolonien Essequibo, Berbice und Demerara sowie Karten und Ausstellungstafeln. So stehen auf derselben Insel ein Fort mit einer klar benannten historischen Funktion und ein Museum mit Gegenständen und Darstellungen aus der Kolonialgeschichte nebeneinander.
In Versailles am Westufer des Demerara befindet sich das Versailles Shivala auf dem Gelände des Versailles Hindu Temple. Auf Hog Island im Essequibo ist die Hog Island Windmill als historischer Ort ziviler Infrastruktur klassifiziert. Beide Orte erweitern das Bild der Region um weitere benannte Stätten, ohne dass ihre jeweilige Geschichte mit der des Forts auf Fort Island gleichzusetzen wäre.
Kultur, Erinnerung und Parklandschaft
Das Bagotville Memorial Monument ehrt Jake Croker, einen Folkloristen und Gründer des Bagotville Cultural Circle. Der Circle förderte die guyanische afrikanische Kultur. Auch St. Swithin’s Anglican Church gehört zur historischen Erzählung der Region: Sie wurde 1827 gegründet.
Im Joe Vieira Park in Meer Zorgen wachsen zahlreiche Baumarten. Zugleich dient der Park als Zentrum sozialer und kultureller Aktivitäten im West Demerara District.
Parika: Verkehrspunkt und Markt
Parika verbindet in der regionalen Orientierung mehrere Themen. Als wichtigster Übergang ins Landesinnere ist der Ort Ausgangspunkt für die genannten Verbindungen nach Bartica, zu den Flussinseln und über den Fluss nach Supenaam. Dabei unterscheiden sich die Angebote: Nach Bartica fahren regelmäßig Schnellboote, während die Verbindung nach Supenaam als Fähre beschrieben ist. Für die Fahrt nach Bartica ist eine Dauer von zwei bis drei Stunden flussaufwärts auf dem Essequibo River angegeben.
Zum Ort gehört auch der Parika Market, der zu Guyanas größten Märkten zählt. Verkehr und Markt geben Parika damit zwei unterschiedliche Rollen: Der Ort ist für Verbindungen ins Landesinnere und zu Zielen am Fluss bedeutsam, zugleich ist er als Markt ein regionaler Anlaufpunkt. Für die Reiseplanung lohnt es sich, Fahrzeiten und Marktbesuch als getrennte Aspekte des Aufenthalts zu betrachten.
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