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Karangasem erschließt sich über sehr unterschiedliche Themen: ein 120 Meter langes Wrack aus dem Zweiten Weltkrieg, die Darstellung balinesischer Rituale und die Salak-Vielfalt in Sibetan. So spannt sich der inhaltliche Bogen vom Meer über Kulturgeschichte bis zur Landwirtschaft. Die einzelnen Orte und Erfahrungen setzen dabei jeweils einen eigenen Schwerpunkt.

Unter Wasser: Tulamben und Jemeluk Bay

Am Strand von Tulamben liegt das 120 Meter lange Wrack der USAT Liberty aus dem Zweiten Weltkrieg. Es wird zum Tauchen und Schnorcheln genutzt und bietet Meereslebewesen Lebensraum. Auch der Strand von Tulamben gilt als Tauch- und Schnorchelgebiet mit eindrucksvoller Unterwasserlandschaft. Für Interessierte verbindet sich hier ein historisches Wrack mit einer Unterwasserwelt, die zugleich Lebensraum ist.

An der Jemeluk Bay können Besucher direkt vom Strand aus schnorcheln. Das unterscheidet diesen beschriebenen Zugang von der Wrackperspektive in Tulamben: Hier steht das Schnorcheln vom Strand aus im Vordergrund, dort das 120 Meter lange Wrack samt Meereslebensraum. Wer überlegt, welche maritime Seite Karangasems besonders interessiert, kann so zwei konkrete Themen auseinanderhalten, ohne sie zu einem einzigen Erlebnis zusammenzufassen.

Geschichte und Rituale

Der Taman Wisata Tirta Gangga wurde 1948 vom Herrscher von Karangasem, Anak Agung Anglurah Ketut Karangasem Agung, erbaut. Das Baujahr und der Bauherr geben einen klaren historischen Bezugspunkt. Eine andere kulturelle Perspektive eröffnet das Samsara Living Museum in Jungutan, Bebandem: Es stellt den Lebenszyklus des balinesischen Menschen durch Rituale und rituelle Gegenstände dar.

Im Samsara Living Museum werden mindestens 14 hinduistische Zeremonien anhand von Fotografien gezeigt, ergänzt durch Erläuterungen und rituelle Gegenstände. Außerdem werden dort balinesische Speisen an Touristen verkauft. Die beiden Orte setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte: Tirta Gangga ist mit einem konkreten Baujahr und Herrscher verbunden; im Museum stehen Rituale und ihre Darstellung im Mittelpunkt.

Salak in Sibetan

Die Agrowisata Abian Salak ist eine Salak-Agrotourismus-Attraktion in Sibetan, Bebandem, Kabupaten Karangasem. Die Verwaltung liegt bei Anwohnern, die in der tourismusbewussten Gruppe Dukuh Lestari organisiert sind. Im Dorf Sibetan wachsen 15 Salak-Sorten, darunter Salak Nenas und Salak Gula Pasir.

Salak tritt hier in zwei unterscheidbaren Zusammenhängen auf: als Thema einer Agrotourismus-Attraktion und als landwirtschaftliches Erzeugnis mit einer Vielfalt von 15 Sorten im Dorf. Die beiden genannten Sorten geben dieser Vielfalt konkrete Namen. Wer sich für lokale Landwirtschaft und die Kultur eines Produkts interessiert, findet damit einen anderen Zugang zu Karangasem als über Küste und Rituale.

Bali im größeren Zusammenhang

Auf Bali reicht das Subak-Wasserverwaltungssystem bis ins 9. Jahrhundert zurück; zu diesem kooperativen System gehören Kanäle und Wehre. Auf Bali verbindet die Subak-Kulturlandschaft Wassertempel mit Ritualen, Opfergaben und künstlerischen Darbietungen, die Tri Hita Karana zum Ausdruck bringen. Dieser Blick auf die Subak-Kulturlandschaft Balis ergänzt die kulturellen Themen Karangasems um einen größeren Zusammenhang auf Bali.

Auch einzelne Tempel gehören zu diesem überregionalen Bild: Pura Taman Ayun ist ein königlicher Wassertempel aus dem 18. Jahrhundert und Teil der Kulturlandschaft Balis. Pura Ulun Danu Batur liegt am Ufer des Batursees und gehört zur Subak-Kulturlandschaft Balis. Die drei Genres des traditionellen Tanzes auf Bali wurden 2015 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen; sie umfassen sakrale, halbsakrale und der Unterhaltung der Bevölkerung dienende Tänze.

Weitere Reiseziele entdecken: Tenganan, Karangasem, Manggis, Padang Bai, Tianyar, Tulamben, Sidemen, Selat, Abang, Kubu.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bali.

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