25 Korallenriffketten prägen den Wakatobi-Nationalpark. Er ist als UNESCO-Weltnaturreservat im Rahmen des Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ anerkannt. Riffe sind ein prägnanter Teil der Landschaft Sulawesi SüdOsts, doch die Region zeigt auch andere Seiten: Dörfer mit historischen Bauwerken, Handwerk, Hochlandblicke und eigene kulinarische Traditionen.
Riffe, Inseln und Wasserwelten
Die Gewässer vor Wangi-Wangi verfügen über Korallenriffe und eine vielfältige Meeresfauna. In Wakatobi gibt es Möglichkeiten zum Schnorcheln und Tauchen. Auch die Insel Hoga bietet passende Naturerlebnisse: weiße Sandstrände, ruhige Gewässer und Möglichkeiten zum Schnorcheln prägen dort das Bild.
Die Wasseraktivitäten verteilen sich auf unterschiedliche Schauplätze. Am Sombano-See auf der Insel Kaledupa gehört Kanufahren zu den beliebten Aktivitäten. Auf Kapota können Sie am frühen Morgen Delfine beobachten. Riffgewässer vor Wangi-Wangi, der See auf Kaledupa und die frühe Delfinbeobachtung auf Kapota setzen jeweils einen eigenen Akzent.
Zur Siedlungslandschaft Wakatobis gehören ganze Dörfer auf Pfählen. Holzbrücken verbinden sie über weite Bereiche aus Korallenriffen und Felsen im smaragdgrünen Meer. Auf Labengki wiederum sind Korallenformationen charakteristisch; wegen der Schönheit ihrer Koralleninseln wird die Insel häufig „Mini Raja Ampat“ genannt.
Dörfer, Bauwerke und Handwerk
In Liya Togo erzählen historische Bauwerke von der Geschichte des Dorfes. Die Masjid Mubarok wurde 1546 erbaut und weist charakteristische Architektur des 20. Jahrhunderts auf. Die Benteng Liya umgibt das Dorf. Zusammen mit der Moschee gehört sie zu den bis heute erhaltenen und gepflegten historischen Bauwerken Liya Togos. Auch der Tanz Lariangi ist mit den Frauen des Dorfes verbunden.
Handwerk lässt sich in Liya Togo auf besondere Weise beobachten: Besucher können sehen, wie Einwohner Homoru-Webstoffe zu Sarongs, Schals, Kopfbändern und Taschen verarbeiten. In Kendari wird auf lokalen Märkten traditionelles Buton-Webtextil mit hohem künstlerischem Wert verkauft. Auf der Insel Binongko hat die Eisenverarbeitung eine lange Tradition; die Einwohner sind für hochwertige Kris, Macheten und landwirtschaftliche Werkzeuge bekannt.
Zu den Naturorten Liya Togos zählt die Mata Air Kohonda’o mit ihrem klaren Wasser. An der heißen Quelle Uwe Kohonda’o können Besucher baden. Die Desa Adat Moronene bietet eine weitere Möglichkeit, die lokale Kultur Südost-Sulawesis kennenzulernen.
Aussichten und Dorfgeschichte
Auf Tomia bietet Puncak Khayangan einen Blick auf grüne Savannenlandschaften und das tiefblaue Meer. Tangkeno setzt einen anderen landschaftlichen Akzent: Das Tourismusdorf liegt etwa 700 Meter über dem Meeresspiegel, hat dadurch kühle Luft und ist unter dem Beinamen „Negeri di Awan“ bekannt. Vom Platz in Tangkeno können Sie den Berg Watu Sangia und das Meer sehen. Alte Festungen, die mit der Geschichte des Dorfes verbunden sind, können dort ebenfalls besichtigt werden.
In Kendari liegt der Nambo-Strand mit seinem weichen, weißen Sand. So umfasst die regionale Auswahl neben Riffen und Dorfgeschichte auch Küstenorte und Aussichtspunkte.
Maritime Kultur und regionale Küche
Das Wakatobi Wonderful Festival and Expo, kurz Wakatobi WAVE, feiert die maritime Kultur und das Leben der Küstengemeinschaften in der Region. Zum Festival gehören eine Kulturparade mit der Karia-Prozession – einem lokalen Übergangsritual zum Erwachsenenalter – und eine Parade geschmückter Boote, die das maritime Leben der Bajo darstellen. Ebenfalls Teil des Festes sind die Freilassung von Meeresschildkröten und die Transplantation von Korallenriffen.
Auch die Gerichte setzen eigene regionale Akzente. Ikan Bakar Parape ist gegrillter Fisch mit einer würzigen und süßen Gewürzmischung. Kasuwu, ein traditionelles Gericht aus Maniok, steht neben Sinonggi: einem südostsulawesischen Sagobrei, der mit Fischbrühe und Sambal serviert wird. Perangi ist eine Spezialität aus Liya Togo und gilt als Sashimi nach Wakatobi-Art.
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