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Shaqlawa liegt am Fuß des Berges Safeen in einem weiten Tal, das von dichten Wäldern und Obstgärten bedeckt ist. Der Distrikt liegt 50 Kilometer vom Zentrum der Stadt Erbil entfernt. Der Schrein Raban Boya überblickt das Tal des Safeen.

Raban Boya: Pilgerstätte und religiöse Anlage

Der Schrein Raban Boya ist ein Pilgerort, besonders für christliche und muslimische Frauen, die den heiligen Boya um die Erfüllung ihres Kinderwunsches bitten. Er wird weiterhin als Mausoleum erhalten und beherbergt verehrte Reliquien einiger heiliger Mönche, darunter die des Mönchs Boya. Ein großer, rechteckiger, polierter und abschüssiger Stein im Schrein wird als „Fruchtbarkeitsstein“ oder Wunschstein bezeichnet.

Innerhalb der umfriedeten religiösen Anlage steht die Kirche der Jungfrau Maria, durch die man zum Schrein gelangt. Sie wurde wahrscheinlich 1930 erbaut und 1992 nach der Einrichtung der kurdischen Flugverbotszone nördlich des 36. Breitengrads renoviert. Direkt neben der Kirche liegt ein Friedhof; auch er wurde renoviert.

Weg und Reisezeit

Der von Besuchern und Pilgern genutzte Weg zum Schrein ist auf der ersten Hälfte gepflastert; die zweite bleibt ursprünglich und einfach beschaffen. Das Pflaster erleichtert den Aufstieg, aber die Oberfläche ist nicht durchgehend gleich. Berücksichtigen Sie diesen Wechsel bei der Planung und prüfen Sie vor dem Besuch die Wegbedingungen.

Das Frühjahr vor und nach Ostern ist am Schrein eine intensive Pilgerzeit; das Fest des Raban Boya wird lokal in Shaqlawa eine Woche nach Ostern gefeiert. Damit bezeichnet die erste Angabe eine breitere saisonale Phase, die zweite einen konkreten Festzeitpunkt. Wenn Sie wegen des Festes reisen möchten, orientieren Sie sich am Osterdatum und prüfen Sie die konkreten Termine vor der Buchung.

Historische Perspektiven in Shaqlawa und Arbela

Ein anderer historischer Bezug im Distrikt ist die Burg Dwin, die als historische Militärburg gilt. Sie ergänzt die religiöse Überlieferung rund um den Schrein um eine militärhistorische Perspektive.

Im übergeordneten Reiseziel Arbela ist die Zitadelle von Erbil ein eigener historischer Bezugspunkt. Sie ist eine befestigte Siedlung auf einem eiförmigen archäologischen Hügel. Ein solcher Hügel entstand, weil Menschen über viele Generationen am selben Ort lebten und dort wieder aufbauten. Eine durchgehende Reihe hoher Fassaden aus dem 19. Jahrhundert vermittelt den Eindruck einer uneinnehmbaren Festung; der Stadtgrundriss zeigt ein fächerartiges Muster aus der späten osmanischen Zeit.

Auch Rawanduz gehört zum weiteren historischen Kontext von Arbela: Die Stadt war Hauptstadt des Emirats Soran, das viele Jahrhunderte lang über große Gebiete der irakischen Kurdistan-Region herrschte. Rawanduz gilt außerdem als ältester Bezirk des Gouvernements Erbil.

Weitere Reiseziele entdecken: Pirmam, Schaqlawa.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Arbil.

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