Zum Inhalt

Wer Isfahan kulturell einordnen möchte, kann drei unterschiedliche Schwerpunkte vergleichen: den öffentlichen Platz Meidan Emam, die weiterhin für Gebete genutzte Masjed-e Jāme’ und den persischen Garten Chehel Sotoun. Platzanlage, religiöse Nutzung und historische Malerei geben der Stadtbeschreibung jeweils einen anderen Fokus und helfen, persönliche Interessen für die Reise zu gewichten.

Meidan Emam: Platzanlage und historische Nutzungen

Meidan Emam, auch Naghsh-e Jahan („Bild der Welt“) und früher Meidan-e Shah genannt, ist ein öffentlicher Platz im Zentrum von Isfahan. Zweigeschossige Arkaden fassen den Platz ein. An seinen vier Seiten liegen im Osten die Sheikh Lotfallah Mosque, im Westen der Ali Qapu Pavilion, im Norden der Qeyssariyeh Portico und im Süden die Royal Mosque. Die Himmelsrichtungen geben den vier Bauwerken eine klare räumliche Zuordnung.

Der Qeyssariyeh Portico an der Nordseite führt zum zwei Kilometer langen Esfahan Bazaar. So lässt sich die Verbindung vom Platz zum Basar auch über dessen Länge einordnen.

Historisch diente die weite, sandige Esplanade für Feierlichkeiten, Spaziergänge, öffentliche Hinrichtungen, Polospiele und das Sammeln von Truppen. Die Nutzungen reichten von alltäglichen Spaziergängen und Festen bis zu militärischen Versammlungen und öffentlichen Ereignissen; sie zeigen die Bandbreite der früheren Funktionen des Platzes.

Chehel Sotoun: Garten und Bildgeschichte

Chehel Sotoun ist ein persischer Garten mit einem zentralen Pavillon. Der Pavillon wurde unter Shah Abbas I. angelegt und unter Shah Abbas II. erweitert. Der Chehel Sotoun Palace liegt neben dem Naqsh-e Jahan Square und in der Nachbarschaft von Chahar Bagh in Isfahan.

Im zentralen Saal zeigen Gemälde Shah Abbas I., Shah Abbas II. und Shah Tahmasb bei Empfängen für Herrscher aus Turkestan sowie den indischen Herrscher Homayoun. Außerdem ist die Schlacht zwischen Shah Ismail und den Usbeken dargestellt. Einige Gemälde wurden in der Kadscharenzeit übermalt. Die Bildthemen reichen damit von Empfangsszenen bis zur Schlachtendarstellung und ergänzen die Baugeschichte um konkrete historische Motive.

Masjed-e Jāme’: Architektur und Gebetsnutzung

Masjed-e Jāme’ liegt im historischen Zentrum von Isfahan und ist die älteste Freitagsmoschee Irans. Die Moschee wird weiterhin für Gebete genutzt. Vier Iwans liegen rund um den Innenhof; außerdem gehören zwei Kuppeln zur Anlage. Damit stehen hier Hof und Iwans im Mittelpunkt, während am Meidan Emam die Arkaden die vier Seiten des Platzes fassen. Die beiden Orte lassen sich so anhand unterschiedlicher architektonischer Ordnungen vergleichen.

Khaju Bridge: Dammfunktion und Shahneshin

Khaju Bridge zählt zu den Sehenswürdigkeiten Isfahans. Während der Safawidenzeit wurde sie überwiegend als Damm genutzt. Das als Shahneshin bezeichnete Gebäude an der Brücke diente Führern und Königen dazu, Schwimm- und Bootsrennen auf einem künstlichen See zu beobachten. Dammfunktion und Beobachtung der Rennen bilden zwei unterschiedliche Aspekte ihrer historischen Nutzung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Isfahan.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.