Zum Inhalt

In Glantane stehen zwei Facetten der Ortsgeschichte im Mittelpunkt: die katholische Kirche mit ihren datierbaren Details und eine lokale Handwerkstradition. In den 1880er-Jahren wurden hier Tragkörbe mit Sugán-Griffen hergestellt. Jahreszahlen, Bauformen und Tätigkeiten geben der Geschichte konkrete Anknüpfungspunkte.

Kirche und Baugeschichte

Die heutige katholische Kirche von Glantane wurde 1878 eröffnet und ist Johannes dem Täufer geweiht. Auf ihrer Glocke steht die Inschrift „SANCTE JOANNES BAPTISTA ORO PRO NOBIS 1877“. Die Jahreszahlen bezeichnen unterschiedliche Dinge: 1877 gehört zur Glockeninschrift, 1878 zur Eröffnung des heutigen Gebäudes. Die Kirche liegt in einer Schlucht am südlichen Ende des Dorfes; so lassen sich Bauzeit und Ortslage anhand konkreter Merkmale einordnen.

Vor der heutigen Kirche gab es in Glantane eine erste katholische Kirche: ein kleines, strohgedecktes Gebäude in Kreuzform, das 1821 eröffnet wurde. Bis zum Bau der neuen Kirche in Drommahane war die Kirche von Glantane die Hauptkirche der Gemeinde. Die Jahreszahlen 1821, 1877 und 1878 helfen, Vorgängerbau, Glockeninschrift und heutige Kirche auseinanderzuhalten.

Auch die Ausstattung bietet einzelne, genau verortete Details. Hinter dem Altarraum befinden sich drei Buntglasfenster, die 1905 in München hergestellt und eingesetzt wurden. Die ursprünglichen Kreuzwegstationen wurden durch wöchentliche Sammlungen unter den Beschäftigten der Molkerei in Lombardstown finanziert. Zusammen gehören Baugeschichte, Fenster und Kreuzwegstationen zu unterschiedlichen Kapiteln der Glantaner Kirchengeschichte.

Handwerk und Tradition im weiteren Gebiet

Die Korbherstellung ist für die 1880er-Jahre eingeordnet: In Glantane wurden damals Tragkörbe mit Sugán-Griffen gefertigt. Familien im Ort waren außerdem mit Weben und Spinnen beschäftigt. Korbherstellung, Weben und Spinnen geben Einblick in verschiedene Tätigkeiten der lokalen Geschichte, ohne sie auf ein einziges Handwerk zu beschränken.

Im weiteren Glantane-Gebiet arbeitet die Schule jedes Jahr während der Seachtain na Gaeilge mit Laharn Cross zusammen, um die Tradition des Tanzens an der Kreuzung unter den Kindern lebendig zu halten. Das ist eine andere Facette als die historischen Kirchen- und Handwerksthemen: eine jährlich gepflegte, schulbezogene Tradition, die ausdrücklich mit Kindern verbunden ist.

Cork als übergeordnetes Reiseziel

Das übergeordnete Reiseziel Cork umfasst weitere eigenständige Kultur- und Landschaftsthemen. Barryscourt Castle in Carrigtwohill wurde zwischen 1392 und 1420 als irisches Tower House erbaut. Charles Fort in Kinsale entstand zwischen 1677 und 1682, um die Stadt und ihren Hafen zu schützen; von den Mauern und Wällen des Forts blickt man über den Hafen von Kinsale. Timoleague Abbey wurde im 13. Jahrhundert auf einer klösterlichen Siedlung errichtet. Die Beispiele unterscheiden sich nach Zeit und Bauaufgabe: Tower House, Festung und Abtei setzen jeweils einen eigenen historischen Akzent.

Auch die Gärten und Pflanzenbestände im übergeordneten Reiseziel Cork bieten andere thematische Schwerpunkte. Das Fota Arboretum erstreckt sich über 11 Hektar und beherbergt seltene, empfindliche Bäume und Sträucher, die im Freien wachsen. Zu den Gärten von Fota gehören ein Zierteich, formale Lustgärten, eine Orangerie und ein Sonnentempel. Ilnacullin ist ein kleiner Inselgarten im geschützten Küstenhafen von Glengarriff in der Bantry Bay, mit gartenbaulichen und architektonischen Besonderheiten. So stehen auf Ebene Corks historische Bauwerke und Gartenanlagen als unterschiedliche Interessen nebeneinander; Glantanes lokale Geschichte bleibt dabei durch Kirche und Handwerk gekennzeichnet.

Weitere Reiseziele entdecken: Glenville, Charleville, Coomhola Bridge, Innishannon, Lamanagh, Farnanes, Castletownroche, Youghal

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cork.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.