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Für eine kulturorientierte Reise nach Tel Aviv bietet das MUZA – Eretz Israel Museum mehrere unterschiedliche Zugänge: archäologische Zeugnisse, weit gefächerte Sammlungsbereiche und Einrichtungen eines Kulturzentrums. Im Zentrum des Museumsgeländes liegt Tell Qasile. Einen eigenen architektonischen und religiösen Akzent setzt die katholische St.-Peter-Kirche in der Altstadt von Jaffa. So lassen sich die Themen nach Interesse unterscheiden: frühe Siedlungsgeschichte, Museumsbestände oder Kirchenkunst.

MUZA: Gelände, Sammlungen und Kulturzentrum

Zum Gelände des MUZA gehören ein Park mit Teich, antike Mosaike, eine rekonstruierte Olivenpresse, eine rekonstruierte Getreidemühle und der Sonnenuhrenplatz. Rund um die Gärten umfassen archäologische Ausstellungen Mosaikfußböden aus ganz Israel und antike Weinpressen. Eine Kunsthandwerkspassage ergänzt diese Elemente. Mosaikfußböden und Weinpressen setzen archäologische Akzente, während Presse und Mühle die Verarbeitung von Oliven und Getreide thematisieren. Der Park mit Teich und der Sonnenuhrenplatz bilden weitere klar benannte Bestandteile des Geländes.

Das MUZA beherbergt archäologische, ethnografische, fotografische, folkloristische und lokalhistorische Sammlungen, die zu den größten und bedeutendsten in Israel zählen. Diese Bereiche gehen über eine einzelne Disziplin hinaus: Archäologie und Lokalgeschichte stehen neben Fotografie, Ethnografie und Folklore. Als Kulturzentrum betreibt das MUZA außerdem Veranstaltungsräume, ein Theater und ein Planetarium. Die Sammlungen und Einrichtungen geben dem Haus unterschiedliche kulturelle Schwerpunkte. So können Sie zwischen einem Interesse an bestimmten Museumsbereichen und weiteren Kulturformaten unterscheiden.

Tell Qasile: archäologische Stätte im Zentrum des MUZA

Auf einem Hügel im Zentrum des Museumsgeländes liegt Tell Qasile, die erste archäologische Stätte, die im Staat Israel ausgegraben wurde. Die Stätte enthält Überreste antiker Siedlungen, die mehr als 3.000 Jahre zurückreichen. Die Zeitangabe bezieht sich auf diese Siedlungsreste und macht den historischen Zeithorizont des Ortes greifbar. Damit unterscheidet sich Tell Qasile von den breiter angelegten Sammlungsbereichen des Museums: Hier steht eine konkrete archäologische Stätte mit ihrer Siedlungsgeschichte im Mittelpunkt. Die Angabe zur ersten Ausgrabung betrifft die Forschungsgeschichte, nicht das Alter der Siedlungsreste.

St.-Peter-Kirche in der Altstadt von Jaffa

Die katholische St.-Peter-Kirche befindet sich in der Altstadt von Jaffa und wurde 1888 von den Franziskanern erbaut. Sie ist neobarock gestaltet und mit Gemälden zu Szenen aus dem Neuen Testament sowie Buntglasfenstern mit Heiligendarstellungen geschmückt. Architektur und Bildschmuck setzen unterschiedliche Akzente: Die Gemälde greifen Szenen aus dem Neuen Testament auf, die Fenster zeigen Heiligendarstellungen. Für den zeitlichen Vergleich steht der Kirchenbau von 1888 den mehr als 3.000 Jahre zurückreichenden Siedlungsresten von Tell Qasile gegenüber. So führt die Themenwahl entweder zu einem konkreten Kirchenbauwerk oder zu einer archäologischen Stätte mit antiker Siedlungsgeschichte.

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