Im Winter halten sich am Lago Salso zwischen 10.000 und 20.000 Enten auf. Das Feuchtgebiet beherbergt ganzjährig zahlreiche Wasservögel; zu den Wintergästen zählen auch seltene und gefährdete Arten. Mit etwa 540 Hektar liegt der Lago Salso, früher Daunia-Risi genannt, in der Provincia di Foggia zwischen der Ebene von Manfredonia und dem Fluss Ofanto. Er ist Bestandteil des Parco Nazionale del Gargano. Der jahreszeitliche Unterschied gibt der Vogelwelt einen besonderen Akzent: Im Winter konzentrieren sich dort besonders viele Enten, während das Gebiet das ganze Jahr über Lebensraum für zahlreiche Wasservögel ist.
Vogelbeobachtung und Wege im Gargano
Die Küstenwege des Parco Nazionale del Gargano erstrecken sich insgesamt über 5 Kilometer. Sie bieten Zugang zu Beobachtungshütten, Beobachtungstürmen und Sichtschutzanlagen und dienen vor allem der Vogelbeobachtung. In der Foresta Umbra zeigt sich eine andere Seite der Landschaft. Das für den Gargano typische Phänomen der „faggete depresse“ beschreibt Buchen, die dank besonderer mikroklimatischer Bedingungen in ungewöhnlich niedrigen Höhenlagen wachsen. Die Foresta Umbra gilt als einer der artenreichsten Wälder Italiens.
Für Wanderungen gibt es dort 15 markierte Wege mit Richtungsbeschilderung, Ortsangaben und Wegmarkierungen. Zusammen umfasst das Wegenetz etwa 54 Kilometer. Im Herzen des Waldes befinden sich touristische Einrichtungen, darunter ein Museum, die Hütte des Waldarbeiters und ausgestattete Bereiche mit Damhirschen, Wildschweinen und Mufflons. Das Museo Naturalistico della Foresta Umbra besteht aus drei Innenbereichen und einem Außenbereich. Da der Zugang saisonal sein kann, prüfen Sie die Besuchsmöglichkeiten vorab bei der Parkverwaltung. Dort können außerdem eine Wanderkarte der Umbra und Informationsmaterial des Parco Nazionale del Gargano erworben sowie Mountainbikes gemietet werden; erkundigen Sie sich vor dem Besuch nach der aktuellen Verfügbarkeit.
Foggias Stadtgeschichte in Museum und Kirchen
Im Museo Civico di Foggia reichen die archäologischen Funde von der Vorgeschichte bis zur römischen Epoche. Dazu gehören Funde aus Arpi und anderen antiken Siedlungen. Das Lapidarium erweitert diesen zeitlichen Blick mit Skulpturen und architektonischen Fragmenten vom frühchristlichen Zeitalter bis ins 19. Jahrhundert. Die ethnografische Abteilung zeigt die rekonstruierte Wohnstätte einer ländlichen Familie aus dem Gargano vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Darstellungen des Webens und Brotbackens geben Einblick in die dort gezeigten Tätigkeiten.
Die Kathedrale von Foggia wurde im 12. Jahrhundert im apulisch-romanischen Stil errichtet. In ihr wird die Iconavetere aufbewahrt, auch Madonna dei Sette Veli genannt. Jedes Jahr finden in Foggia feierliche Zeremonien zu ihren Ehren statt; Termine und Ablauf können variieren. Auch die Chiesa delle Croci verbindet mehrere historische Bezüge: Sie umfasst sieben Monumente, die an die Stelle von sieben ursprünglichen Kreuzen traten, und gilt als einziges Nationaldenkmal der Stadt. Unter der Kirche liegt eine kleine Krypta namens Terra Santa.
Die Chiesa di San Tommaso war wahrscheinlich der erste Kultort der entstehenden Stadt Foggia und wurde nach dem Erdbeben von 1731 wiederaufgebaut. In der Kirche befinden sich zahlreiche Gemälde von Nicola Montagano, einem aus Foggia stammenden Maler. Für einen Blick auf die unterirdischen Räume der Stadt ist die Via Arpi ein Ausgangspunkt; der Zugang zu einzelnen Hypogäen kann variieren.
Archäologie und lokale Erzeugnisse
Der Parco archeologico di Passo Corvo bewahrt die Überreste einer neolithischen Siedlung, die zwischen dem 5. und 4. Jahrtausend v. Chr. aktiv war. Auf dem etwa 130 Hektar großen Areal lassen sich rekonstruierte Alltagsszenen aus der Jungsteinzeit besichtigen, darunter eine Hütte in Originalgröße und ein Graben. Prüfen Sie vor einem Besuch die Zugangsregelungen für die Anlage.
Auch das native Olivenöl extra Dauno DOP gehört zum regionalen Charakter der Provincia di Foggia. Es wird aus verschiedenen dort erzeugten Olivensorten hergestellt. Die geografischen Bezeichnungen der DOP umfassen Alto Tavoliere, Basso Tavoliere, Gargano und Sub-Appennino. Diese vier Namen verweisen auf die geografische Gliederung der geschützten Bezeichnung und ergänzen die Natur- und Kulturerlebnisse um einen kulinarischen Bezug zur Region.
Weitere Reiseziele entdecken: Alberona, Motta Montecorvino, Lido Del Sole, Mattinata, Peschici, Rodi Garganico, San Menaio, Vieste, Pugnochiuso, Vico Del Gargano, Trinitapoli, San Giovanni Rotondo, Manfredonia, Lucera, Ischitella, Foggia, San Domino, Foce Varano, Lauro, Candela, Carpino, San Marco In Lamis, San Paolo Di Civitate, Giardinetto Vecchio, Celenza Valfortore, Bovino, Lesina, Castelluccio Dei Sauri, Cagnano Varano, San Severo, Cerignola, Volturara Appula, Monte Sant'angelo, Rignano Garganico, Serracapriola, Orta Nova, Borgo Celano, Troia, Rocchetta Sant'antonio, Chieuti, Zapponeta, San Nicola Di Tremiti, Sant'agata Di Puglia, Faeto, Tomaiolo, Roseto Valfortore, Accadia, Deliceto, Segezia, Torremaggiore, San Nicandro Garganico, Stornara, Torre Mileto, Poggio Imperiale, San Marco La Catola.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Apulien.