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Mesola lässt sich über zwei markante Themen entdecken: die Geschichte des Castello Estense und die Wald- und Tierwelt des Bosco della Mesola. Dazu kommen Routen mit unterschiedlichen Schwerpunkten – von historischen Bauwerken bis zum Birdwatching. So können Sie sich bei der Planung daran orientieren, ob Sie vor allem Kultur, Landschaft oder eine Verbindung aus beidem suchen.

Castello Estense: Geschichte und Ausstellungen

Das Castello Estense di Mesola wurde zwischen 1578 und 1584 errichtet und gilt als eines der bedeutenden historischen und kulturellen Gebäude des Po-Deltas. Im ersten Stock befindet sich die Dauerausstellung „In lode della Mesola“. Im zweiten Stock liegen das Museo del Bosco e del Cervo della Mesola und eine Ausstellung über den Wald von Mesola sowie den Mesola-Hirsch.

Das Museum erläutert anhand kartografischer Dokumente die Entwicklung des Gebiets von Mesola. Zu den gezeigten Exponaten gehören Kopien von Herbariumblättern, die Filippo De Pisis gesammelt hat. Außerdem dokumentiert das Museum Spuren des Mesola-Hirsches in der Geschichte und Kultur des Gebiets von Ferrara. Damit begegnet derselbe Naturbezug auf unterschiedliche Weise: als Thema der Ausstellung und als Teil der Geschichte und Kultur der Region.

Auch das Touristeninformationsbüro von Mesola (I.A.T.) befindet sich im Castello. Das Bauwerk verbindet damit seine historische Bedeutung mit einem Besucherangebot vor Ort; die Ausstellungen geben zugleich Einblick in Geschichte, Landschaft und Tierwelt.

Wald, Naturreservat und Torre Abate

Der Gran Bosco della Mesola, auch Boscone genannt, umfasst 1.058 Hektar und ist das größte Waldgebiet im Gebiet von Ferrara. Der Bosco della Mesola ist seit 1977 ein Naturreservat und beherbergt eine autochthone Hirschpopulation. Wer sich für die Naturthemen Mesolas interessiert, findet so neben der Waldfläche auch einen konkreten Bezug zur heimischen Tierwelt.

Ein weiteres historisches Ziel ist Torre Abate, ein hydraulischer Bau aus der Zeit der Este. Er wurde um 1580 im Rahmen des von den Este begonnenen Projekts „Grande Impresa di Bonifica“ errichtet; 1650 wurde der obere Teil wiederaufgebaut. Die beiden Zeitangaben unterscheiden die Errichtung von der späteren Rekonstruktion und machen die Baugeschichte des Turms greifbar.

Routen für Kultur, Natur und Birdwatching

Eine Route beginnt im Zentrum von Mesola und führt zum Castello Estense, zur aus dem 17. Jahrhundert stammenden Torre Abate und zum nahe gelegenen Bosco della Fasanara. Der Weg verbindet damit mehrere historische und landschaftliche Ziele. Eine andere Möglichkeit ist der Rundweg „Pedalando tra la Storia“: Er beginnt am Bosco della Mesola, führt zum Castello della Mesola mit seinem Museum und zur Abbazia di Pomposa und kehrt zum Ausgangspunkt zurück.

Für Birdwatching gibt es außerdem eine etwa 25 Kilometer lange Route am Po di Goro, die am Besucherzentrum des Castello della Mesola beginnt. Die drei Routen unterscheiden sich in ihrer Ausrichtung: Die Route ab dem Ortszentrum führt zu benannten Sehenswürdigkeiten, der Rundweg verbindet Wald, Schloss und Abtei, und die Birdwatching-Route setzt einen Schwerpunkt auf Vogelbeobachtung. Für den Vergleich sind besonders Startpunkt, Ziele und – bei der Birdwatching-Route – die ungefähre Länge hilfreich.

Auch die nähere Umgebung ergänzt das Bild. Taglio della Falce ist ein 200 Hektar großes Feuchtgebiet am südlichen Rand des Bosco della Mesola. Der Bosco S. Giustina ist in der näheren Umgebung zu Fuß oder mit dem Fahrrad über breite Wege im Wald zugänglich. Diese Angaben geben zwei weitere Naturbezüge an: ein Feuchtgebiet mit klar benannter Lage und ein Waldgebiet mit beschriebenen Zugangswegen.

Weitere Reiseziele entdecken: Ferrara, Formignana, Goro, Ambrogio, San Martino, Monestirolo, Lido Degli Scacchi, Settepolesini.

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