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In Mirandola stehen Naturraum, Radwege und Baugeschichte als unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt zur Wahl. Die Valli Mirandolesi liegen im Ortsteil San Martino Spino; in der Stadt gehören die Barchessoni und die Stiftskirche Santa Maria Maggiore zu den prägenden historischen Themen. Für Ihre Planung lohnt sich ein Blick auf die Art und den Umfang der jeweiligen Erkundung: Die genannten Routen reichen von einer kürzeren Strecke mit Angaben für Rad und Fuß bis zu einer 44 Kilometer langen Rundradroute.

Valli Mirandolesi: Schutzgebiet und Wege

Die Valli Mirandolesi in San Martino Spino sind ein Besonderes Schutzgebiet des Natura-2000-Netzes. Fußwege, Radwege, Rastplätze sowie informative und interpretierende Tafeln gehören zur Besucherinfrastruktur des Gebiets. Hier befinden sich auch das Centro di Educazione alla Sostenibilità „La Raganella“ und die Stazione Ornitologica Modenese „Il Pettazzurro“. Die Namen verweisen auf zwei unterschiedliche Blickwinkel auf das Schutzgebiet: nachhaltige Bildung und Ornithologie.

Eine thematische Möglichkeit für Radfahrende ist die Route Birdwatching in valle. Sie führt durch die Valli Mirandolesi zu naturkundlichen Beobachtungsorten und verläuft durch Feuchtgebiete, entlang von Kanälen und durch Gehölze. Damit richtet sie den Blick auf die Landschaft und ihre Vogelbeobachtungsorte.

Rad- und Fußrouten mit unterschiedlichem Umfang

La valle dei dossi e delle acque ist eine 44 Kilometer lange Rundradroute mit einer Dauer von etwa drei Stunden. Sie beginnt am Bahnhof von Mirandola, führt über einen Abschnitt der Ciclovia del Sole und verläuft entlang des Canale di Burana bis nach San Martino Spino in das Schutzgebiet Valli Mirandolesi. Länge, ungefähre Dauer und der genannte Verlauf machen diese Tour zu einer klar umrissenen Radoption.

Die Route I Barchessoni ist mit 11,3 Kilometern deutlich kürzer. Für sie werden 45 Minuten mit dem Fahrrad oder zweieinhalb Stunden zu Fuß angegeben. Sie verbindet Barchessoni, die nach dem Erdbeben von 2012 restauriert wurden. Bei I Barchessoni ist neben der Radzeit auch eine Gehzeit angegeben; die 44-Kilometer-Rundroute dauert mit dem Fahrrad etwa drei Stunden. Die beiden Touren lassen sich nach Streckenlänge, Fortbewegungsart und Schwerpunkt unterscheiden: Landschaft und Kanalufer stehen bei La valle dei dossi e delle acque im Vordergrund; die historischen Gebäude prägen die Route I Barchessoni.

Barchessoni und Stadtgeschichte

Die Barchessoni sind polygonale Backsteingebäude, die früher als Ställe für die Pferdezucht dienten und heute zum historischen Erbe Mirandolas gehören. Von den sieben Gebäuden, die zwischen 1824 und 1893 errichtet wurden, sind vier erhalten: Barchessone Vecchio, Barchessone Barbiere, Barchessone Portovecchio und Barchessone Fieniletto. Ihre ungewöhnliche polygonale Form und die frühere Nutzung geben der Route I Barchessoni ihren kulturhistorischen Bezug.

Ein weiteres Kapitel der Stadtgeschichte erzählt die Stiftskirche Santa Maria Maggiore, der Duomo di Mirandola. Ihr Bau im spätgotischen Stil begann 1440; 1470 wurde die Kirche von der Familie Pico fertiggestellt. Im Inneren befinden sich Gemälde, Fresken und Grabdenkmäler. Seit 2023 umfasst das neue Kulturzentrum von Mirandola die Biblioteca Comunale Eugenio Garin, einen Konferenzsaal und Coworking-Räume. So ergänzen kirchliches Kulturerbe und ein zeitgenössischer Kulturort die Erkundung der historischen Gebäude.

Orientierung und lokale Spezialität

Für Informationen zu touristischen und kulturellen Angeboten gibt es den IAT Diffuso Mirandola: Die beteiligten Betriebe bieten zusätzlich zu ihrer eigentlichen Tätigkeit einen ersten Empfang und Auskünfte. Ein weiterer Standort für Tourismusförderung und Besucherempfang befindet sich im Casellino ferroviario, Viale 5 Martiri 2.

Auch eine regionale Spezialität gehört zum Ortsbezug: Mirandola liegt im festgelegten Erzeugungs- und Verpackungsgebiet des Salame di San Felice. Zusammen mit den unterschiedlichen Routen und den historischen Bauwerken ergibt sich so eine Auswahl zwischen Natur- und Radthemen, Architektur, Stadtgeschichte und lokaler Esskultur.

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