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Montese verbindet Wehrgeschichte mit Museen, sakralen Bauwerken und Wegen durch ein überwiegend bewaldetes Gebiet. Wer sich für die Gotenlinie und die Geschichte des Zweiten Weltkriegs interessiert, findet hier unterschiedliche Zugänge: historische Sammlungen, erhaltene Spuren im Gelände und markante Bauwerke. Hinzu kommen ältere Zeugnisse und ein regionales Agrarprodukt. So stehen neben militärhistorischen Themen auch Architektur und die Landschaft des Gebiets im Blick.

Rocca und sakrale Zeugnisse

Die Rocca di Montese ist eine Befestigungsanlage aus dem 13. Jahrhundert. Zu ihren markanten Bauteilen gehören die Ringmauer und ein imposanter Turm mit ghibellinischer Zinnenbekrönung. Der gezackte Abschluss des Turms und die Mauer geben der Anlage ihre charakteristische Wehrarchitektur.

Auch die sakralen Zeugnisse tragen verschiedene Zeitbezüge. Das Oratorio di Riva ist den Heiligen Fabiano und Sebastiano gewidmet, gilt als ältestes Oratorium des Gebiets und wird bereits 1212 erwähnt. Die Kirche von Montespecchio wird erstmals in einem Dokument aus dem Jahr 1276 genannt. Ein dem heiligen Antonino Martire gewidmetes Oratorium wurde im 12. Jahrhundert errichtet und besitzt einen Freskenzyklus, den ein unbekannter Künstler um 1450 schuf. Bauzeit, erste Erwähnung und Entstehungszeit eines Freskenzyklus sind dabei unterschiedliche historische Anhaltspunkte.

Museen mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Das Museo Storico di Montese behandelt die Geschichte des Gebiets von der Vorgeschichte bis zur Nachkriegszeit. Zu seinen Abteilungen gehören die Gotenlinie und die Força Expedicionária Brasileira (FEB). Im Museo Diffuso della Linea Gotica verteilen sich die militärhistorischen Schwerpunkte auf zwei Museen: Das Museum in Montese widmet sich vor allem der brasilianischen FEB, das Museum in Iola der US-amerikanischen 10th Mountain Division.

Das Museo di Iola befindet sich im Pfarrhaus der Kirche Santa Maria Maddalena in Iola. Zu seiner Sammlung gehört eine seltene Folge von Farbfotografien, die Cruz Rios, ein Veteran der 10th Mountain Division, gestiftet hat. Zusammen betrachtet machen die beiden Museen unterschiedliche Perspektiven auf die beteiligten militärischen Einheiten zum Thema. Das breitere historische Zeitfenster des Museo Storico di Montese ergänzt diesen Blick um die Geschichte des Gebiets von der Vorgeschichte bis in die Nachkriegszeit.

Spuren im Gelände und Wege

Die Schlacht von Montese hinterließ Reste von Schützengräben, Beobachtungsposten und Unterständen, die von beiden Armeen errichtet wurden. Reste der Gotenlinie sind am Monte Belvedere, an der Lastra Bianca und am Monte Terminale di Iola zu sehen. Damit begegnet die Geschichte nicht nur in den Museumssammlungen, sondern auch an benannten Orten im Gebiet.

Die zahlreichen Wege in Montese können Sie zu Fuß, mit dem Mountainbike, dem E-Bike oder zu Pferd zurücklegen. Eine längere Option ist ein etwa 48 km langer Weg von Casona di Marano über Montese bis zum Monte Belvedere. Auf dieser Strecke sind Zu-Fuß-Gehen, Reiten und Radfahren als Fortbewegungsarten genannt. Der Monte Belvedere ist zugleich einer der Orte, an denen Reste der Gotenlinie zu sehen sind. Prüfen Sie vor der Abfahrt die Wegbedingungen. Montese liegt in einem überwiegend bewaldeten Gebiet, das reich an Futteranbauflächen ist; Wald und landwirtschaftliche Nutzung prägen somit den landschaftlichen Kontext der Wege.

Ein regionales Produkt

Zur regionalen Seite Monteses gehört die Patata di Montese. Ihr besonderer Geschmack ist von den Eigenschaften der Anbaugebiete geprägt; außerdem zeichnet sie sich durch hohe Haltbarkeit ohne chemische Behandlung aus. So ergänzt ein konkretes Produkt die historischen und landschaftlichen Themen um eine landwirtschaftliche Facette des Gebiets.

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