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Am Savio verbindet Cannuzzo einen Flusspark mit einem konkreten literarischen Bezug: Im Parco fluviale di Cannuzzo stehen poetische Bänke mit Versen von Tolmino Baldassari, während Wege am Fluss zum Gehen und Radfahren einladen. Hinzu kommen Kirchen mit kunst- und baugeschichtlichen Bezügen. So können Sie Cannuzzo danach beurteilen, ob für Ihren Aufenthalt vor allem Bewegung in einer Flusslandschaft oder die Kulturgeschichte des Ortes zählen soll.

Am Savio: Park und Wege

Der Park entstand aus einem Projekt zur Wiederherstellung und Aufwertung der Überschwemmungsflächen des Flusses Savio. Er wurde als Erholungsgebiet und als Radverbindung zwischen der Küste von Cervia und den Hügeln von Cesena konzipiert. Für die konkrete Wegplanung ist diese übergeordnete Funktion von der Beschreibung des Fuß- und Radwegs am Savio zu unterscheiden: Der Weg verläuft entlang des Flussdamms über etwa sieben Kilometer und führt durch die umliegende Landschaft sowie die ländliche Ortschaft Castiglione.

Alle Zugänge zum Parco fluviale di Cannuzzo liegen an der Via Salara provinciale und sind durch erklärende Steintotems gekennzeichnet. An einem Zugang nahe dem Santuario della Madonna degli Angeli können Besucher außerhalb des Parks parken und zu Fuß oder mit dem Fahrrad einem Weg am Flussufer bis Castiglione folgen. Für eine Pause gibt es eine schattige Rastzone mit Tischen, Bänken und Grillstellen.

Poesie im Flusspark

Sechs poetische Bänke im Parco tragen Verse aus Gedichten von Tolmino Baldassari – im Dialekt und zusätzlich auf Italienisch. Die zweisprachigen Fassungen machen den literarischen Bezug im Park unmittelbar erkennbar. Baldassari lebte zwischen Castiglione di Cervia und Cannuzzo; der Fluss Savio war über Jahre eine Quelle seiner Inspiration. Landschaft, Dichterbiografie und die Gedichte im Park gehören so zu einem gemeinsamen kulturellen Thema.

Die Casa Museo di Tolmino Baldassari befindet sich in Cannuzzo di Cervia direkt neben dem Parco fluviale del Savio. Die heute aktive Associazione Tolmino Baldassari hat ihren Sitz im früheren Haus des Dichters in Cannuzzo di Cervia. Sie setzt sich dafür ein, sein Leben und Werk bekannt zu machen und aufzuwerten.

Kirchen, Fresko und Baugeschichte

Das Santuario della Madonna degli Angeli ist besonders für ein prächtiges Fresko aus dem 16. Jahrhundert bekannt. Es zeigt die von Engeln umgebene Jungfrau Maria. Die Kirche ist ein typischer Bau des 17. Jahrhunderts mit einem Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes, einem einzigen Kirchenschiff und zwei Seitenkapellen. Fresko und Kirchenbau bringen damit unterschiedliche historische Bezugspunkte zusammen: Das eine ist dem 16. Jahrhundert zugeordnet, die architektonische Anlage dem 17. Jahrhundert.

Die Chiesa di Santa Maria degli Angeli in Cannuzzo di Cervia stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert. Tolmino Baldassari beschrieb sie in einem seiner Bücher. Neben den Versen im Flusspark gehört damit auch ein literarischer Blick auf eine Kirche zu den kulturellen Bezügen Cannuzzos.

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