Zum Inhalt

San Bartolomeo verbindet Themen, die sich gut unterscheiden lassen: Wälder am Rio Coviola, frühe kirchliche Zeugnisse und historische Residenzen. Dazu kommen naturkundliche Wege und eine benannte Radroute bis ins Zentrum und darüber hinaus. Wer den Aufenthalt plant, kann so abwägen, ob Landschaft, Baugeschichte oder die Verbindung beider Schwerpunkte im Vordergrund stehen soll.

Wälder und Wege am Rio Coviola

Das ökologische Ausgleichsgebiet „Boschi del Rio Coviola e Villa Anna“ steht unter dem Schutz der Region Emilia-Romagna. Innerhalb dieses Gebiets gilt der Bosco di Villa Anna als das wertvollste Biotop. Beim Bosco di Rio Coviola liegt der besondere botanische Wert in der Vielzahl, Vielfalt und Bedeutung seiner Pflanzenarten. So stehen zwei unterschiedliche Aspekte nebeneinander: die Einordnung eines Biotops im Schutzgebiet und der Pflanzenreichtum eines Waldes.

Der Bosco del Rio Coviola beherbergt eine vielfältige Tierwelt mit verschiedenen Vogelarten, Marderverwandten und kleinen Säugetieren. Einzelne Beobachtungen können je nach Jahreszeit variieren. Der Bosco di Rio Coviola und der Bosco di Cà Bertacchi sind Relikte von Eichenwäldern; beide liegen auf der niedrigsten Höhenlage der Provinz Reggio Emilia. Im Rahmen der Cintura verde gibt es naturkundliche Wege am Rio Coviola und in seinem Wald sowie Verbindungen zu den Torrenti Quaresimo und Modolena.

Kirchen und historische Bauwerke

Die Pfarrkirche San Bartolomeo wurde 1151 geweiht und war dem Kloster Marola unterstellt. Eine Bulle Papst Coelestin III. aus dem Jahr 1192 erwähnt die Kirche. Eine Bulle Papst Lucius III. von 1154 nennt eine dem heiligen Vigilius geweihte Kirche in 600 Schritten Entfernung von der Pfarrkirche. Die beiden Jahreszahlen ordnen unterschiedliche Hinweise ein: die Weihe und spätere Erwähnung von San Bartolomeo sowie den früheren Hinweis auf die Vigilius-Kirche.

Die ehemalige Burg von Sassoforte besteht heute nicht mehr; sie lag vermutlich nahe der heutigen Villa Anna zwischen dem Rio Coviola und dem Rio Quaresimo. Villa Anna ist eine eklektische Residenz im Stil der Neorenaissance. Das Casinazzo setzt einen anderen architektonischen Akzent: Es ist eine herrschaftliche, architektonisch bedeutende Residenz, die wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert stammt. Am Castellazzo di San Bartolomeo forschte Don Gaetano Chierici.

Radfahren und Orientierung im Ort

Die Radroute „Reggio-Cavriago in bici“ führt über die Via Nemo Sottili und die Via Quaresimo bis ins Zentrum von San Bartolomeo. Von dort geht es über den Rio Moreno weiter zur Ortschaft Ghiarda und zum Torrente Modolena. Rund um die alte Kirche von San Bartolomeo liegt entlang der Route ein Spielplatz. Zusätzlich gibt es Verbindungen für den Rad- und Fußverkehr im bebauten Gebiet und in den öffentlichen Parks.

Für die Planung lohnt es sich, diese Wegangebote auseinanderzuhalten: Die naturkundlichen Wege der Cintura verde erschließen das Thema Wald und Wasserläufe; die benannte Radroute führt durch das Zentrum und darüber hinaus zu weiteren Zielpunkten. Die Verbindungen im bebauten Gebiet und in den Parks ergänzen diese beiden Schwerpunkte. So lässt sich der Besuch nach Interesse ausrichten, ohne aus den unterschiedlichen Wegen eine einzige Tour zu machen.

Weitere Reiseziele entdecken: Viano, Reggiolo, Poviglio, Sant'ilario D'enza, Barco, Cecciola, Castelnovo Ne' Monti, Cavriago.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Reggio Emilia.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.