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Castelleale ist eine kleine ländliche Siedlung mittelalterlichen Ursprungs. Im Mittelpunkt steht ein gut erhaltener befestigter Malatesta-Gutshof mit bedeutenden gotischen Bauresten. Wer sich für die Baugeschichte des Ortes interessiert, begegnet hier einer Anlage mit Hof, Toren, Turm und Graben. Ihre einzelnen Elemente lassen sich zeitlich einordnen und erzählen gemeinsam von einem befestigten Wohnsitz auf dem Hügel.

Leale Malatesta und die Geschichte des Gutshofs

Der Gutshof wurde 1388 von Bischof Leale Malatesta gegründet. Er ließ in Castelleale seine Residenz errichten und diktierte dort seinen letzten Willen; 1400 starb er in Castelleale. So verbindet sich die Geschichte der Anlage mit einer namentlich bekannten Person. Gemeinsam mit Agello zählt Castelleale zu den am besten erhaltenen Beispielen eines befestigten Malatesta-Gutshofs, einer sogenannten tumba, im Gebiet von Rimini. Der Vergleich ordnet den Ort in eine regionale Bauform ein, während Hof, Tore und Mauerwerk seine eigenen baulichen Merkmale erkennen lassen.

Hof, Mauer und historischer Zugang

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts war die befestigte Siedlung um einen viereckigen Hof angeordnet. Eine hohe Mauer mit Zinnen, ein mächtiger Turm und ein Graben gehörten zur damaligen Befestigung. Der Hof gibt einen Anhaltspunkt, um den Aufbau der Siedlung zu verstehen; die Mauer fasste den befestigten Bereich ein. Von Süden war der Gutshof über eine Zugbrücke und die dazugehörigen Tore zugänglich. Diese historische Zugangsanordnung gehört ebenso zur Geschichte des Ortes wie seine Wohn- und Wehrbauten.

Tore und sichtbare Bauelemente

Die Tore zeigen unterschiedliche Formen: Das Kutschentor hatte einen Spitzbogen, das kleinere Fußgängertor einen Dreipassbogen. Bei einem Spitzbogen laufen die Seiten nach oben zu einer Spitze zusammen; ein Dreipassbogen ist durch drei rundliche Bogenformen gegliedert. Der Vergleich macht die Verschiedenheit der beiden Durchgänge anschaulich, ohne sie zu verwechseln. Tore aus dem 15. Jahrhundert sind in Castelleale erhalten und wurden von der Gemeindeverwaltung restauriert. An der Residenz des Bischofs ist außerdem eine Widmungsplakette aus istrischem Stein aus dem 15. Jahrhundert sichtbar.

Auch die Pfarrkirche gehört zum baulichen Zusammenhang: Sie ist an die Befestigungsmauern angebaut und wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts restauriert. Außen sind Mauern und Bögen aus dem 14. Jahrhundert sowie alte Fenster mit steinernen Gewänden zu sehen. Die Fensterrahmen ergänzen die Torformen um ein weiteres Detail der historischen Architektur. An diesen Elementen lassen sich unterschiedliche Bauteile und Zeitabschnitte nebeneinander betrachten.

Hügellage und Anfahrt

Castelleale liegt auf einem Hügel. Zeitgenössische Chroniken beschrieben ihn als mit guten Feldern und guten Weinbergen ausgestattet. Diese historische Landschaftsschilderung ergänzt die Geschichte der Befestigung um den Blick auf die Umgebung, ohne eine Aussage über die heutige Nutzung der Flächen zu machen.

Eine Anfahrtsroute führt von Croce di Montecolombo über eine Nebenstraße durch das Tal des Rio di Mordano und über die Ponte Scaricalasino nach Castelleale. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Straßenbedingungen. So können Sie die Anreise und die Auseinandersetzung mit der mittelalterlichen Baugeschichte als getrennte Teile Ihrer Planung berücksichtigen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rimini.

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