Der Arco d'Augusto ist der älteste erhaltene Bogen Norditaliens und setzt einen römischen Akzent in Rimini. Mit der Ponte di Tiberio kommt ein zweites Bauwerk hinzu, dessen Entstehung sich an Augustus und Tiberius ablesen lässt: Begonnen wurde sie 14 n. Chr. unter Augustus, fertiggestellt 21 n. Chr. unter Tiberius. Die Brücke besteht aus istrischem Stein und hat fünf Bögen. Heute ist sie eine Fußgängerbrücke, die die Altstadt mit dem charakteristischen Borgo San Giuliano verbindet.
Mittelalterliche Residenzen und Stadtarchitektur
Bei Castel Sismondo lassen sich Baubeginn und Nutzung unterscheiden: Die Bauarbeiten begannen 1437 und dauerten etwa 15 Jahre; ab 1446 ist die Residenz als bewohnt belegt. Das Verteidigungssystem entstand unter Beratung von Filippo Brunelleschi. So stehen bei Castel Sismondo sowohl die Baugeschichte als auch die militärische Planung im Mittelpunkt.
Der Palazzo dell'Arengo ist ein erhaltenes mittelalterliches Monumentalgebäude mit Maßwerkfenstern und einer geräumigen Vorhalle mit Spitzbogenarkaden. Auf der Piazza Cavour finden traditionell Zeremonien, Ausstellungen und Märkte statt. Der Platz ergänzt den Blick auf historische Bauwerke um einen öffentlichen Ort, der auch mit Veranstaltungen verbunden ist. Auch die Porta Galliana war Teil der defensiven Stadtmauer von Rimini.
Kunst und historische Sammlungen
Im Tempio Malatestiano zeigt ein Fresko von Piero della Francesca den Fürsten, der vor dem heiligen Sigismund kniet. Das Museo della Città „Luigi Tonini“ befindet sich in einem historischen Gebäude des 18. Jahrhunderts. Es wurde zwischen 1746 und 1755 nach Plänen von Alfonso Torreggiani als Jesuitenkolleg errichtet; die restaurierten historischen Räume dienen als Ausstellungssäle.
Auch die Biblioteca civica Gambalunga bewahrt historische Innenräume: Vier Säle sind erhalten, drei aus dem 17. Jahrhundert und einer aus dem 18. Jahrhundert. Zu ihnen gehören originale Ausstattung und originale bibliografische Bestände. In der Domus del Chirurgo befindet sich ein chirurgisches Instrumentarium mit mehr als 150 Instrumenten. Diese Orte setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Freskenmalerei, die Geschichte eines Gebäudes, historische Bibliotheksräume und medizinische Instrumente.
Theater und Malerei in Rimini
Luigi Poletti entwarf das Teatro Amintore Galli als neoklassizistischen Theaterbau; sein Entwurf folgt dem Muster des italienischen Theaters. Eröffnet wurde es im Sommer 1857 mit Giuseppe Verdis Aroldo. An der Chiesa di Sant’Agostino verbindet sich Baukunst mit Kunstgeschichte: Ihr Glockenturm ist 55 Meter hoch und der höchste in Rimini. Die Kirche spielte zudem eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Rimineser Malerei des 14. Jahrhunderts und gilt als eine der frühen Ausprägungen der Giotto-Schule im Adriaraum.
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