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Von der Familiengeschichte der Villa Brunetta bis zu den Grabwerken von San Giovanni dei Cavalieri reicht Prata di Pordenones Kulturgeschichte über mehrere Jahrhunderte. Das Museo della Miniera erinnert an die Arbeit einheimischer Auswanderer, insbesondere in Belgien. Die Sagra dea Quaia ist eine seit mehr als 50 Jahren in Prata überlieferte Tradition. Für die Reiseplanung bieten die historischen Zeitangaben, der Juli-Termin der Sagra dea Quaia und die beiden Streckenlängen der Marcia delle Rose unterschiedliche Anhaltspunkte.

Villen und Parkgestaltung

Zwischen 1780 und 1800 ließ die aus Prata stammende Familie Brunetta die Villa Brunetta errichten. Die Villa wird privat genutzt. Ihr Park ist durch geradlinige Wege in orthogonalem Schema geprägt: Die Wege folgen einer rechtwinkligen Ordnung. Heckenbegrenzte Alleen, Rasenflächen und freistehende hochstämmige Bäume ergänzen die Gestaltung. Im Süden des Parks liegt ein künstlicher Teich, in dem zahlreiche Wasservögel leben.

Villa Brunetta ist von der ähnlich benannten Villa Memmo Brunetta zu unterscheiden. Diese liegt im Zentrum von Prata di Sotto neben der Kirche. Ende des 16. Jahrhunderts erwarb die Familie Memmo die Villa durch Erbschaft von den Gonzardi. So stehen zwei unterschiedliche Familiengeschichten nebeneinander: Bei Villa Brunetta ist die Errichtung zwischen 1780 und 1800 verortet, bei Villa Memmo Brunetta die Erbschaft durch die Familie Memmo.

Kirchen, Geschichte und Skulptur

Die Chiesa dei Santi Simone e Giuda Taddeo wird im Testament von Guecello II. di Prata vom 7. August 1262 erwähnt. San Giovanni dei Cavalieri war Teil eines Hospizes der Johanniter von Jerusalem. Die Kirche wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet, wahrscheinlich auf Veranlassung desselben Guecello.

San Giovanni dei Cavalieri bewahrt wertvolle Zeugnisse der gotischen Skulptur in Friaul. Dazu zählen Grabplatten aus dem 14. Jahrhundert mit Darstellungen der Priester Giacomo da Prata (1330) und Bonaccorso (1337) sowie die Grabarkade von Pileo da Prata (1325). Die Jahreszahl 1262 bezeichnet die Erwähnung der Chiesa dei Santi Simone e Giuda Taddeo im Testament; die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts ist die Bauzeit von San Giovanni. Diese Daten erzählen also unterschiedliche Teile der Kirchengeschichte: hier eine testamentarische Erwähnung, dort Baugeschichte und Grabkunst.

Erinnerung, Fest und Aktivitäten

Das Museo della Miniera befindet sich im Zentrum von Prata. Es erinnert an die Arbeit vieler einheimischer Mitbürger, die ausgewandert waren, insbesondere nach Belgien. Damit ergänzt die Migrationsgeschichte eine Ortsgeschichte, die auch von Villen, kirchlichen Einrichtungen und Kunst geprägt ist.

Die Sagra dea Quaia ist eine in Prata seit mehr als 50 Jahren überlieferte Tradition. Die Festbeschreibung nennt als Beginn den zweiten Donnerstag im Juli und eine Dauer von elf Tagen. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf das Fest abstimmen möchten, prüfen Sie die konkreten Termine für Ihr Reisejahr.

Bei der Marcia delle Rose starten sowohl die 6-Kilometer- als auch die 12-Kilometer-Strecke an der Piazza Wanda Meyer in Prata di Pordenone. Die längere Strecke ist doppelt so lang wie die kürzere. Für Radfahrende führt der Radweg Livenza and Meduna Rivers Ring (R057) nach Prata di Pordenone; dort können sie am Fluss Meduna entlangfahren und ihn aus nächster Nähe betrachten. Die Sagra bietet einen kalendarischen Orientierungspunkt, die Marcia eine Wahl der Streckenlänge und der R057 eine Radperspektive auf den Meduna.

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