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Valeriano lässt sich über zwei Themen entdecken: mittelalterliche Geschichte und kirchliche Kunst auf der einen, die Wiederentdeckung friulanischer Rebsorten auf der anderen Seite. Auch eine Radroute führt in den Ort. So ergeben sich verschiedene Ansatzpunkte für die Planung – je nachdem, ob Sie sich besonders für Geschichte, Wein oder eine Tour auf dem Rad interessieren.

Befestigung und Kirchenkunst

Die mittelalterliche Befestigungsanlage Centa di Valeriano lag auf einer Anhöhe nahe dem Ortszentrum. 1309 zerstörten Enrico di Prampero und Odorico di Cuccagna die Anlage während der Eroberung und Plünderung des Ortes. Ihr Ende ist damit mit einem konkreten Jahr und den beiden Angreifern verbunden – ein anderer Zugang zur Ortsgeschichte als die sakrale Kunst, die in Valeriano ebenfalls eine lange Zeitspanne umfasst.

Die Kirche Santa Maria dei Battuti wurde von der Bruderschaft der Battuti von Valeriano vor 1300 errichtet. Ihr Steinportal schuf Giovanni Antonio Pilacorte; die Archivolte weist die Jahreszahl 1499 und den 15. Mai aus. In der Kirche befindet sich außerdem ein signiertes und auf 1506 datiertes Fresko-Triptychon von Giovanni Antonio de’ Sacchis, genannt Il Pordenone. Es zeigt den heiligen Valerian, den heiligen Michael und Johannes den Täufer.

Die Daten setzen zwei verschiedene Kunstformen in einen zeitlichen Zusammenhang: Auf das Steinportal von 1499 folgt sieben Jahre später das Fresko-Triptychon. Zusammen bieten sie einen konkreten Blick auf die Bau- und Kunstgeschichte der Kirche, ohne dass Portal und Fresko zu einem einzigen Werk zusammenfallen.

Cantina Bulfon und alte Rebsorten

Die Cantina Bulfon in Valeriano widmet sich der Wiederentdeckung einiger alter einheimischer Rebsorten aus Friaul. Die wiederentdeckten Sorten wurden 1992 in den Nationalen Katalog der italienischen Rebsorten aufgenommen. So verbindet das Weinthema die Arbeit an alten friulanischen Sorten mit einem konkreten Schritt ihrer Einordnung in ein nationales Verzeichnis.

Zur Cantina gehören eine moderne Kellerei, ein Verkaufsbereich, ein großer Verkostungsraum und eine ethnografische Sammlung. Die Cantina lädt Weintouristen ein, ihre Weinberge und Kellerei zu besuchen und einheimische Weine zu verkosten. Stimmen Sie die Besuchsmodalitäten vorab mit der Cantina ab.

Radroute und Lage im Ort

Die am 9. Januar 2024 beschriebene Radroute FVG 3 von Pinzano nach Casarsa führt nach einem Kilometer nach Valeriano; ein Schild markiert den Eintritt in den Ort. Die Strecke ist als Einwegroute angelegt und sieht die Nutzung des Zuges vor. Wenn Sie sie einplanen, prüfen Sie vorher den aktuellen Routenstand und die Zugverbindungen.

Ein weiterer Orientierungspunkt ist die Mulino di Ampiano. Sie steht etwas außerhalb von Valeriano in Richtung Lestans. Damit unterscheiden sich ihre Lage und die der Centa: Die Mühle liegt außerhalb des Ortes, während die historische Befestigungsanlage auf einer Anhöhe nahe dem Ortszentrum lag. Diese Unterschiede helfen, die genannten Orte geografisch auseinanderzuhalten, ohne sie als gemeinsame Route zu behandeln.

Für die Schwerpunktsetzung stehen so unterschiedliche Themen bereit: die mittelalterliche Befestigung, die Kunstgeschichte von Santa Maria dei Battuti, die Rebsortenarbeit der Cantina Bulfon und die Radroute FVG 3. Bei einem Besuch der Cantina stimmen Sie die Modalitäten vorab ab; bei der Radroute sind der Einwegcharakter und die vorgesehene Zugnutzung wichtige Planungsdetails.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pordenone.

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