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Strassoldo bietet unterschiedliche Zugänge zu Gartenkunst und Geschichte: die Parks der Castelli di Strassoldo di Sopra und di Sotto, mittelalterliche Mauer- und Steinbauten sowie Kirchenkunst. Wer diese Themen für die Reiseplanung gewichtet, kann zwischen Gartenanlagen mit jeweils eigenem Charakter und historischen Bauwerken unterscheiden.

Gartenkunst in zwei Anlagen

Das Castello di Strassoldo di Sopra zählt zu den ältesten Herrensitzen in Friaul-Julisch Venetien. Sein jahrhundertealter Park wird von Quellwasserläufen gesäumt. Die spätbarocke Anlage ist an einer großen Orangerie mit kunstvoll gemeißelten, erhaltenen Säulen erkennbar. Der imposanteste Baum im Park ist eine uralte Magnolia grandiflora. So stehen in diesem Garten architektonische Gestaltung und ein markanter botanischer Bestandteil nebeneinander.

Im Park des Castello di Sotto prägt dagegen Wasser das Erscheinungsbild. Brunnen, Brunnenanlagen, Teiche und Fischteiche spiegeln Statuen aus dem 18. Jahrhundert sowie teilweise seltene Pflanzenarten. Am Rand des Parks liegt eine rechteckige, von einem Graben umgebene Insel. Sie beherbergte einst einen miniaturellen italienischen Garten; diese frühere Nutzung unterscheidet sie von den heute beschriebenen Wasser- und Gartenmerkmalen der Anlage.

Der Park des Castello di Sotto ist für seinen beispielhaften Erhaltungszustand und seine frühe Rolle bei der Verbreitung des Landschaftsgartens in der Region bemerkenswert. Zusammen betrachtet stehen die beiden Parks damit für unterschiedliche Schwerpunkte: In der Anlage von Castello di Sopra fallen spätbarocke Gestaltung und Orangerie auf, während bei Castello di Sotto Wasserflächen, Statuen und die Geschichte des Landschaftsgartens prägend sind.

Mittelalterliche Bauten und Kirchenkunst

Die Porta Cistigna führt zu einer gepflasterten Gasse mit einer alten mittelalterlichen Mauer und Steinbauten aus derselben Epoche. Diese Bauformen bieten einen anderen Blick auf Strassoldo als die Gartengestaltung: Statt Orangerie, Teichen und Parkstrukturen stehen hier Mauerwerk, Gasse und Steinbauten im Mittelpunkt.

In der Kirche Santa Maria in Vineis befinden sich hervorragend erhaltene Fresken aus dem 14. Jahrhundert von Tommaso da Modena und Masolino da Panicale. Auch die Kapelle San Marco ist mit einer Baugeschichte verbunden, deren Datierung ausdrücklich als wahrscheinlich gilt: Sie wurde wahrscheinlich 1575 durch die Anpassung eines befestigten Turms errichtet. Die Fresken lassen sich somit zeitlich dem 14. Jahrhundert zuordnen, während die Entstehung der Kapelle mit einer konkreten, aber nicht als sicher ausgewiesenen Jahreszahl verbunden ist.

Eine Radrundroute mit Start und Ziel in Cervignano

Für die Planung einer Radtour ist ein weiterer konkreter Ausgangspunkt benannt: Die Radrundroute „Verso i parchi e i giardini dei castelli di Strassoldo e di Villa Iachia“ beginnt und endet am Bahnhof von Cervignano. Der Routenname verweist auf Parks und Gärten der Castelli di Strassoldo und von Villa Iachia. Vor der Fahrt empfiehlt es sich, die Bedingungen der Route zu prüfen.

Damit stehen für die Beschäftigung mit Strassoldo mehrere unterschiedliche Themen im Raum: die spätbarocke Orangerie und die alte Magnolie, die wassergeprägte Anlage von Castello di Sotto, mittelalterliche Bauformen und Freskenkunst. Diese Unterscheidung hilft, den eigenen Schwerpunkt zu setzen, ohne die Gärten, Bauwerke und Radtour zu einem einzigen Besichtigungsprogramm zusammenzufassen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cervignano Del Friuli.

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