In Terzo D'aquileia treffen weit zurückreichende Geschichte und unterschiedliche Routen aufeinander. Römische Ursprünge, eine bronzezeitliche Siedlung und Kirchen mit Fresken aus verschiedenen Jahrhunderten geben dem Ort mehrere historische Bezugspunkte. Dazu kommen ein Rundweg in Richtung Cervignano del Friuli und Radwege, die jeweils eigene Landschafts- und Routenmerkmale mitbringen. So können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts danach wählen, ob Sie sich stärker für Geschichte, Radfahren oder beides interessieren.
Von der Bronzezeit zu den Kirchen
Terzo d'Aquileia hat römische Ursprünge und war als „Ad tertium lapidem“ bekannt. Der Name bezog sich auf den dritten Meilenstein beziehungsweise Grenzstein, drei Meilen von Aquileia entfernt. Eine noch frühere Zeitschicht begegnet Ihnen bei Ca’ Baredi am Canale Anfora: Diese Siedlung war während der mittleren und späten Bronzezeit aktiv, ungefähr von 1500 bis 1200 v. Chr. Die Zeitangaben bleiben Näherungswerte; sie ordnen den Ort in einen langen historischen Zusammenhang ein.
Auch die Kirchen setzen unterschiedliche Akzente. Die heutige Gestalt von San Biagio entstand durch eine Erweiterung in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu den Ausstattungsmerkmalen zählen ein Marmoraltar aus dem 18. Jahrhundert und ein Fresko von Sebastiano Santi im Chorgewölbe der Apsis. Damit stehen in San Biagio die Baugeschichte der Kirche und zwei konkrete Kunstwerke aus unterschiedlichen Jahrhunderten nebeneinander.
San Martino Vescovo bietet einen anderen zeitlichen Bezug: Die Kirche könnte bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen. An der linken Wand des Kirchenschiffs sind zwei erhaltene Fragmente eines Freskenzyklus aus dem 13. Jahrhundert zu sehen. Für die Einordnung ist gerade der Unterschied interessant: Die mögliche frühe Entstehung der Kirche ist nicht dasselbe wie das Alter der erhaltenen Malereifragmente. Zusammen mit San Biagio ergeben sich damit mehrere klar unterscheidbare Anhaltspunkte für eine kulturhistorische Erkundung.
Radwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Der Rundweg „Anello tra campagna e laguna“ (R040) zweigt in Terzo d'Aquileia von der Ciclovia Alpe Adria ab und führt weiter westwärts in Richtung San Martino und Salmastro. Die Strecke verläuft durch das DOC-Weinbaugebiet Friuli-Aquileia, in dem der Rotwein Refosco dal Peduncolo Rosso besonders hervorgehoben wird. Damit gehören die Route und die Weinlandschaft zu einem gemeinsamen Themenrahmen, ohne dass dafür eine bestimmte Verkostung oder ein Programm vorausgesetzt werden muss.
Eine weitere Radroute trägt den Namen Terzo d'Aquileia–Fiume Corno–Fiume Aussa–Laguna di Marano. Ihr Startpunkt ist ein Parkplatz an der Alpe Adria im Ort Terzo d'Aquileia. Ein unbefestigter Abschnitt verläuft am Deich entlang und erreicht die Punta della Niova. Von dort eröffnet sich der Blick auf die Lagune von Marano, ihre Inseln und die dortige Vogelwelt. Die beiden Routen unterscheiden sich somit in den beschriebenen Merkmalen: Beim R040 stehen die Abzweigung, die westliche Richtung und das DOC-Weinbaugebiet im Vordergrund; bei der Route zur Laguna der Startpunkt, der Abschnitt am Deich und der Ausblick.
Rundweg und Veranstaltung
Ein naturkundlicher und historischer Rundweg zwischen Terzo d'Aquileia und Cervignano del Friuli ist etwa 9 km lang. Nachdem er Cervignano del Friuli erreicht hat, führt er zum Borgo Fornasir. Die ländliche Siedlung wurde zwischen 1933 und 1940 vom Ingenieur Dante Fornasir entworfen und errichtet. Der Rundweg bietet damit einen eigenen historischen Bezug, der sich von den römischen und kirchlichen Spuren in Terzo unterscheidet.
Im Borgo San Martino findet jedes Jahr die historische „Festa della zucca“ statt. Zum Programm gehören musikalische Unterhaltung, Ausstellungen und traditionelle Gerichte auf Kürbisbasis. Wenn Sie Ihre Reise auf das Fest ausrichten möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine bei der Planung. So lässt sich der passende Zeitraum festlegen, ohne ein bestimmtes Datum vorauszusetzen.
Für die Suche nach einer Ferienwohnung können diese Themen einen hilfreichen Ausgangspunkt bilden: Überlegen Sie, ob Sie Ihren Aufenthalt vor allem den Kirchen und historischen Spuren, einer der Routen oder dem Zeitpunkt der „Festa della zucca“ widmen möchten. Die historischen Orte und die Routen bieten unterschiedliche Schwerpunkte, statt eine einzige feste Besichtigungsfolge vorzugeben. So können Sie Ihre Reiseplanung an den Interessen ausrichten, die für Sie den Ausschlag geben.
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