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Montella lässt sich über historische Anlagen, die Castagna di Montella IGP und die Landschaft am Calore kennenlernen. Diese Themen setzen unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt: Bau- und Klostergeschichte, regionale Esskultur sowie Natur. Zu den prägenden Bezugspunkten gehören der Complesso Monumentale del Monte, San Francesco a Folloni und die Festa della Castagna.

Burg und historische Anlagen

Zum Complesso Monumentale del Monte gehören eine mittelalterliche Burg, die Kirche Santa Maria del Monte, ein ehemaliges Franziskanerkloster und ein archäologischer Garten. Das Castello del Monte wurde gegen Ende des 9. Jahrhunderts von den Langobarden erbaut. Zusammen mit den sakralen und archäologischen Bestandteilen eröffnet der Komplex damit mehrere Blickwinkel auf Montellas Geschichte.

San Francesco a Folloni

Der Complesso Conventuale San Francesco a Folloni ist als Nationaldenkmal anerkannt und umfasst heute eine Kirche, ein Kloster, einen Kreuzgang, ein Museum und eine Bibliothek. Das Refektorium liegt zwischen der Kirche aus dem 13. Jahrhundert und der Kirche aus dem 15. Jahrhundert; heute dient es als Bibliothek des Klosters. Der Überlieferung nach war die erste Kapelle der Santissima Annunziata geweiht. Im Museo di San Francesco a Folloni ist das Gebiet der Alta Valle del Calore besonders stark vertreten. Die Kirchen verweisen auf deutlich spätere Bauzeiten als das Castello del Monte, dessen Errichtung gegen Ende des 9. Jahrhunderts angesetzt wird.

Kastanie, Museum und Herbstfest

Die Castagna di Montella IGP wird zu 90 Prozent aus der Sorte Palummina und zu 10 Prozent aus der Sorte Verdole erzeugt. Zu den Verwendungsformen zählen frische Kastanien – einschließlich tiefgefrorener – sowie getrocknete, die in der Schale oder geschält verwendet werden. Die Festa della Castagna findet jedes Jahr zwischen Ende Oktober und Anfang November im Herzen von Montella zu Ehren der IGP-Kastanie statt. Das Fest gibt der Kastanie einen saisonalen Bezug im späten Herbst; Sortenanteile und Verwendungsformen beschreiben dagegen das Produkt selbst. Wenn Sie Ihre Reise rund um die Festa planen, prüfen Sie die konkreten Veranstaltungstermine vorab. Eine weitere Perspektive auf das Kastanienthema bietet das MUCAM Eco-Museo della Castagna di Montella: Es ist in sechs Bereiche gegliedert, deren multimediale Inhalte einen wissensvermittelnden und multisensorischen Rundgang umfassen.

Landschaft, Pilgertradition und Mühlengeschichte

Montella liegt im Gebiet des Parco dei Monti Picentini. Der Fluss Calore fließt durch Montella, und das Gemeindegebiet umfasst Trekkingpfade. Diese Angaben setzen unterschiedliche geografische Maßstäbe: das Parkgebiet, den Fluss durch den Ort und Wege im Gemeindegebiet. Auf 954 Metern Höhe liegt das Santuario del Santissimo Salvatore; seit Generationen ist es ein Ziel für Pilger. Zu den überlieferten Praktiken am Heiligtum gehören das Trinken aus dem Pozzo del Miracolo und das Läuten der großen Glocke.

Eine andere historische Spur führen die Wasserfälle von Montella vor Augen: Sie dienten seit dem 15. Jahrhundert hauptsächlich dazu, eine alte Mühle anzutreiben. Von der Mühle sind heute nur wenige Ruinen erhalten; sie war bis in die 1950er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Betrieb. So umfasst Montellas Geschichte neben Burg- und Klosteranlagen auch die frühere Nutzung des Wassers.

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