Zum Inhalt

Ortskern und historische Spuren

Der historische Ortskern von Pietrelcina, das Castello, liegt auf einem Kalksteinsporn. Im Rione Castello stehen jahrhundertealte Häuser auf freiliegendem Fels; enge Gassen und steile Abstiege prägen das Viertel. So gehören die Form des Ortes und seine Bauwerke zu einem Besuch dazu: Pietrelcina lässt sich nicht auf einzelne Kirchen oder Erinnerungsstätten reduzieren.

Porta Madonnella liegt im Osten und war der Haupteingang des historischen Castello. Eine Bildnische mit Majolikafliesen schmückt das Tor; sie stammt wahrscheinlich aus der Schule von Cerreto aus dem 18. Jahrhundert. Auch die Geschichte Padre Pios ist mit diesem Ort verbunden: Bei Porta Madonnella gründete er seine erste Gebetsgruppe.

Kirchen und Padre-Pio-Stätten

Die Chiesa di Sant’Anna ist Pietrelcinas älteste Kirche; ihre Struktur stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das Taufbecken aus Stein und Holz verbindet den Ort mit Padre Pios Biografie: An diesem Becken wurde er getauft. Unter dem Altar beherbergt die Kirche außerdem eine Urne mit den Reliquien eines Märtyrers. Sie wurden 1801 aus den römischen Katakomben nach Pietrelcina überführt.

Die Chiesa della Sacra Famiglia wurde auf ausdrücklichen Wunsch Padre Pios zwischen 1926 und 1951 errichtet und 1951 geweiht. Der Eintritt ist kostenlos. Eine weitere Station der religiösen Geschichte ist die Chiesa di Santa Maria degli Angeli: Dort feierte Padre Pio am 14. August 1910 seine erste Messe. Die Kirche ist der Madonna della Libera gewidmet, der Schutzpatronin Pietrelcinas.

Zur Biografie gehören auch Orte außerhalb der Kirchen. Die Casa Natale di Padre Pio ist das Zimmer in der Vico Storto Valle 27, in dem Francesco Forgione am 25. Mai 1887 geboren wurde. La Torretta war von 1909 bis 1912 Padre Pios Unterkunft. Am Olmo delle Stimmate empfing er im September 1910 erstmals die Stigmata; von dem Baum ist heute ein trockener Stamm erhalten. Der Bau der Cappella di San Francesco begann 1958 an dem Ort, an dem zuvor Padre Pios Hütte stand.

Das Museo Padre Pio di Pietrelcina erzählt das Leben Padre Pios. Gemälde von Francesco Gentile stellen die Umgebung und Landschaft dar, die seine Lebensgeschichte prägten. Damit ergänzen sie die konkreten Orte im Castello und die Kirchen um eine Darstellung jener Landschaft, die mit seiner Biografie verbunden ist.

Wege nach Piana Romana

Für die Orientierung zu Fuß sind zwei Wegbeschreibungen hilfreich. Der ländliche Cammino del Rosario führt vom Ortszentrum nach Piana Romana, über eine kleine Brücke sowie über Anstiege und steile Abstiege. Die Via del Rosario beginnt im Viertel Pantaniello am Fuß des Morgione und endet ebenfalls in Piana Romana. Die genannten Startpunkte unterscheiden die Orientierung; beim Cammino sind Brücke und Höhenwechsel ausdrücklich Teil der Wegbeschreibung. Beziehen Sie diese Merkmale in Ihre Wahl ein, wenn Sie die Wege planen.

So treffen in Pietrelcina der kompakte historische Ortskern, die mit Padre Pio verbundenen Kirchen und biografischen Orte sowie die Wege nach Piana Romana auf unterschiedliche Weise zusammen. Wer vor allem Baugeschichte sucht, findet markante Details an Sant’Anna und Porta Madonnella. Wer sich für die Lebensstationen Padre Pios interessiert, kann Geburtsort, Kirchen und die mit ihm verbundenen Erinnerungsorte in den Blick nehmen.

Weitere Reiseziele entdecken: Cusano Mutri, San Lupo, Forchia, Baselice, Pontelandolfo, Paolisi, Signorindico, Pannarano.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Benevent.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.