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San Salvatore Telesino verbindet eine natürliche Oase mit samnitischer, römischer und benediktinischer Geschichte. Der Parco del Grassano lädt zu Picknicks, Ausflügen und Kanufahrten ein; archäologische Fundstücke und erhaltene Bauteile erzählen von weiteren historischen Epochen. Auch Struppolo, ein seit Jahrhunderten zubereitetes herzhaftes Rustico aus dem Ort, ergänzt die Entdeckungen um eine lokale kulinarische Tradition.

Quelllandschaft und Aktivitäten im Freien

Der Parco del Grassano ist eine natürliche Oase mit klarem Quellwasser und üppiger Vegetation. Für die Zeit in der Naturlandschaft kommen Picknicks, Ausflüge und Kanufahrten infrage. Damit stehen unterschiedliche Aktivitäten zur Wahl, ob Sie lieber verweilen, unterwegs sein oder eine Kanufahrt unternehmen möchten.

Eine Etappe des Sentiero Italia

Eine eigene Wanderoption ist die Etappe SI S18 des Sentiero Italia CAI. Sie führt von Telese über San Salvatore Telesino weiter nach Norden, am Gipfel des Monte Acero auf dessen Ostseite vorbei und bis nach Faicchio. Da sich Routendetails ändern können, prüfen Sie die Angaben vor einer Wanderung.

Von der Benediktinerabtei bis zum antiken Telesia

Die Abbazia Benedettina del Santo Salvatore ist ein im 9. Jahrhundert gegründeter Klosterkomplex. Seine archäologischen und architektonischen Überreste belegen den benediktinischen Einfluss in der Region. Darüber hinaus spielte die Abtei eine grundlegende Rolle bei der Verbreitung des benediktinischen Mönchtums in Süditalien.

Eine zuletzt 2021 aktualisierte Beschreibung des Kulturministeriums verortet das Telesia Antiquarium in den Räumen der Benediktinerabtei und nennt den 19. Juni 2010 als den Zeitpunkt, seit dem es sich dort befindet. Der Eintrag beschreibt samnitische und römische Fundstücke, die im Antiquarium aufbewahrt werden und aus dem Zeitraum vom 4. Jahrhundert v. Chr. bis zum 2. Jahrhundert n. Chr. stammen. Ausgegraben wurden sie im archäologischen Gebiet der antiken Stadt Telesia.

Die antike Stadt Telesia gilt als samnitische und römische Stadt und als Ursprung der telesinischen Zivilisation. Nach den sarazenischen Invasionen von 847 n. Chr. und dem Erdbeben von 1349 verließen ihre Einwohner die Stadt. Diese zeitliche Abfolge gehört zur Geschichte des antiken Siedlungsgebiets.

Auch die Chiesa Parrocchiale di Santa Maria Assunta bewahrt bemerkenswerte Details: Marmoraltäre, Andachtsstatuen und ein Fresko der Aufnahme Mariens in den Himmel. Die Burg der Rocca di San Salvatore Telesino wurde im 13. Jahrhundert von der Familie Sanframondo errichtet. Von ihr sind heute nur noch zwei Türme sichtbar.

Am Fuß des Monte Acero in San Salvatore Telesino befinden sich Spuren einer samnitischen Befestigung. Erhalten sind polygonale Blöcke einer etwa drei Kilometer langen Ringmauer mit zwei Toren. Auf der Straße nach Telese Terme lässt sich außerdem die antike Mauer von Telesia bewundern.

Struppolo und Festkultur

Struppolo ist ein herzhaftes Rustico, das in San Salvatore Telesino entstanden ist und seit Jahrhunderten zubereitet wird. Traditionell wurde es bei Hochzeits- und Festbanketten zusammen mit Vanti serviert. Die Kombination stand für Überfluss und Reichtum. So verweist die lokale Küche nicht nur auf ein einzelnes Gericht, sondern auch auf die historische Bedeutung, die ihm bei Festen zugeschrieben wurde.

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