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Casamicciola Terme verbindet Thermalgeschichte mit archäologischen Spuren, Kirchenkunst und Natur. Für die Planung eines Aufenthalts hilft es, diese Schwerpunkte auseinanderzuhalten: Die Thermalquellen erzählen von der historischen Versorgung der Thermalanlagen, Castiglione ist zugleich mit eisenzeitlicher Besiedlung verknüpft, und die Kirchen bringen unterschiedliche Bau- und Kunstgeschichten ein. Mit dem Bosco della Maddalena und dem Sentiero della Maddalena kommen ein vulkanisches Gelände und ein Wanderweg hinzu. Wenn Sie ein Hotel in Casamicciola Terme suchen, können Sie zuerst überlegen, ob für Ihre Reise eher Thermalgeschichte, Kultur oder Natur den Ausschlag gibt.

Thermalwasser und soziale Geschichte

Nahe der Piazza Bagni tritt das Wasser des Gurgitello aus der Erde und versorgt seit dem 17. Jahrhundert die wichtigsten Thermalanlagen Casamicciolas. Die Quelle Castiglione, auch Bagnitiello genannt, tritt praktisch am Meeresufer aus. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde das Pio Monte della Misericordia in Casamicciola als bedeutende karitative Thermaleinrichtung errichtet. Sie sollte auch Menschen, die sich eine Behandlung nicht leisten konnten, Zugang zu den örtlichen Thermalwässern ermöglichen.

Castiglione: Siedlung und Handwerk der Eisenzeit

Im Gebiet von Castiglione in Casamicciola Terme wurden Spuren eines eisenzeitlichen Dorfes gefunden. Die Bewohner von Castiglione in Casamicciola brannten in der Eisenzeit Tongefäße und anderes keramisches Geschirr mit der Wärme, die aus dem Inneren der Felsen austrat. Siedlung und Handwerk gehören damit zur selben lokalen Geschichte: Neben dem Dorf ist auch die konkrete Nutzung der Felswärme für die Keramikherstellung Teil des Themas. Für Reisende, die sich für frühe Alltags- und Technikgeschichte interessieren, ist diese Verbindung besonders aufschlussreich.

Kirchen, Baugeschichte und Kunst

Die Chiesa del Buon Consiglio, auch Chiesa dei Marinai genannt, wurde von einer Gruppe von Schiffseignern gegründet. Ihr Bau begann 1821, nachdem das Grundstück an der Piazza Marina erworben worden war; das Innere besteht aus einem einzigen Kirchenschiff. Die Chiesa di Santa Maria della Pietà wurde 1616 von Bürgern aus Casamicciola errichtet. Sie besaß ein Gemälde von Andrea Vaccaro aus dem Jahr 1600 mit dem Titel „La deposizione del Signore dalla Croce“. Die Chiesa dell'Immacolata besitzt eine Holzskulptur aus der neapolitanischen Schule des 18. Jahrhunderts. Bei den Kunstwerken ist auch die zeitliche Einordnung verschieden: Das Gemälde gehört zur überlieferten Besitzgeschichte der Santa Maria della Pietà, während die Holzskulptur zum Besitz der Chiesa dell'Immacolata gehört.

Wald und Wanderweg

Der Bosco della Maddalena umfasst 450.000 m² vulkanisches Gelände von vulkanologischem, geomorphologischem und botanischem Interesse. Die drei Begriffe eröffnen verschiedene Blickrichtungen: Vulkanologie beschäftigt sich mit vulkanischen Zusammenhängen, Geomorphologie mit Gestalt und Formen des Geländes, Botanik mit Pflanzen. Der Wanderweg Sentiero della Maddalena beginnt in Casamicciola Terme am Parco Termale Castiglione. Beim Bosco stehen Fläche und Landschaftsaspekte im Mittelpunkt, beim Sentiero ist der Ausgangspunkt am Parco Termale Castiglione die konkrete Orientierung.

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