Zum Inhalt

Ein 400 Meter langer Burgumfang, überwölbte Gassen und eine Route zwischen zwei Quellen geben Roccadaspide gleich mehrere konkrete Seiten. Für die Planung Ihres Aufenthalts können Sie Bau- und Ortsgeschichte, Landschaft und lokale Küche als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.

Burg, Gassen und Kirchen

Das Castello di Roccadaspide wurde den Quellen zufolge 1245 auf einer bereits bestehenden Befestigung errichtet: der sogenannten Rocca, die der Stadt ihren Namen gab. Sein 400 Meter langer Umfang ist durch sieben Türme gegliedert. Im Castello befinden sich 33 Räume, Gefängnisse, eine Folterkammer und die Gärten des Hofes. Die Angaben vermitteln unterschiedliche Aspekte der Anlage – von ihrer Befestigungsform bis zu den Räumen des Hofes.

Auch die Gassen der Altstadt erzählen von der Struktur des Ortes. Sie waren früher größtenteils als Treppenwege angelegt. Mit Ausnahme des Weges hinauf zum Serrone führen sie über charakteristische überwölbte Durchgänge auf den Platz vor dem Eingang des Castello. Im historischen Zentrum liegt die Chiesa dell’Assunta, auch Chiesa dei Santi Patroni Sinforosa e Getulio genannt. Sie ist die älteste Kirche des Ortes. Vermutlich wurde sie vor dem Jahr 1000 von Überlebenden der Zerstörung des nahe gelegenen Paestum errichtet.

Die Chiesa Natività Beata Maria Vergine ist dreischiffig. Sie wurde 1608 errichtet und 1750 erstmals restauriert. Ihr Bronzeportal, geschaffen vom Bildhauer Vincenzo Carucci, zeigt Szenen aus dem Alten und Neuen Testament sowie Einzelheiten aus der bürgerlichen und religiösen Geschichte Roccadaspides. Damit stehen an dieser Kirche religiöse Darstellungen neben Motiven aus der Geschichte des Ortes.

Zu den weiteren Sakralbauten gehört das Franziskanerkloster Santa Maria delle Grazie, auch Convento di S. Antonio dei Conventuali Minori genannt. Es liegt unterhalb des historischen Zentrums und wurde 1415 errichtet. Ein anderer historischer Bezug ist das dem Kloster Santa Maria dell’Arco e del Carmine gewidmete Karmeliterkloster: Es ist heute eine Ruine. Das Kloster wurde in den 1950er-Jahren abgerissen; seine Steine wurden für ländliche Straßen der Gemeinde verwendet.

In der Località Fonte steht die Cappella di San Michele allein auf einer Anhöhe nahe der Quelle Fonte, umgeben von Eichen- und Olivenwald. Zu ihrer Ausstattung gehört eine wertvolle polychrome Holzstatue des Erzengels Michael aus dem 16. Jahrhundert. Der Künstler ist unbekannt; die Statue wurde mehrfach restauriert, zuletzt auch in jüngerer Zeit.

Quellenroute und Kastanientradition

Der Percorso delle due Fonti verbindet die Quellen Forma und Germanito. Die aussichtsreiche Strecke bietet Blicke auf die Piana del Sele und die Monti Alburni. Sie ist größtenteils eben und verfügt über zahlreiche Zwischenrastplätze, an denen Sie im Schatten pausieren und sich ausruhen können. Die Quellenverbindung, die Aussicht und die Rastmöglichkeiten sind konkrete Anhaltspunkte, wenn Sie neben der Ortsgeschichte auch Landschaft in Ihren Aufenthalt einbeziehen möchten.

Zur lokalen Esskultur gehört der Marrone di Roccadaspide IGP, ein regionales Kastanienprodukt. Für den Kastanienanbau im Cilento ist bereits für die Jahre 1183–1184 eine schriftliche Belegung überliefert. Zu den traditionellen Gerichten von Roccadaspide zählen Cavatielli, Fusilli mit Kastratensauce und Rafaiuoli mit Ricotta. Bei der Festa della Castagna im historischen Zentrum werden Gerichte auf Kastanienbasis sowie typische Produkte des Cilento wie Brot, Käse und Wein zur Verkostung angeboten. Wenn Sie Ihre Reise auf die Festa ausrichten möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine vorab.

Bei der Suche nach einem Hotel in Roccadaspide können Sie zuerst entscheiden, welcher Schwerpunkt für Ihren Aufenthalt zählt: Burg und Kirchen, die Quellenroute oder die Kastanienküche.

Weitere Reiseziele entdecken: Alani, Ostigliano, Ogliastro Cilento, Valva, Torchiara, Mercato Cilento, Capaccio, Buonabitacolo

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Salerno.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.