Supino verbindet barocke Sakralarchitektur, archäologische Zeugnisse und die Hochebene Santa Serena zu unterschiedlichen Entdeckungsfeldern. Die Kirchen verweisen auf Bauprojekte des 18. Jahrhunderts; Mosaike und Böden der Area Archeologica werden dagegen in die erste Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. datiert. Mit Santa Serena kommt eine weitläufige Hochebene in der Berglandschaft des Gebiets von Supino hinzu. So können Sie für Ihren Aufenthalt abwägen, ob Baugeschichte, Archäologie oder Natur den Schwerpunkt bilden soll.
Kirchen und religiöse Baugeschichte
Die Chiesa di San Nicola ließ der Abt Merlino bis zum Jahr 1774 errichten. Ihr barocker Innenraum hat vier seitliche Kapellen. Auftraggeber, Bauzeit und Raumgliederung machen San Nicola zu einem konkreten Beispiel für die Sakralarchitektur Supinos.
Die Chiesa di San Pietro Apostolo wurde 1786 fertiggestellt und gehört zu den herausragenden Beispielen barocker Architektur im südlichen Lazio. Im Vergleich dazu ist San Nicola durch Merlino und die Errichtung bis 1774 geprägt; bei San Pietro stehen Fertigstellungsjahr und regionale architektonische Einordnung im Vordergrund. Die zwei Kirchen setzen damit unterschiedliche Akzente innerhalb des barocken Erbes Supinos.
Eine weitere religiöse Besonderheit ist die kreisförmige Kirche aus dem 18. Jahrhundert, die das Zentrum des Kults von S. Cataldo bildet. Ihre kreisförmige Gestalt unterscheidet sie von den barocken Beispielen; der Kultbezug ergänzt die architektonische Perspektive um eine religiöse Dimension.
Antike Spuren in der Area Archeologica
Die Area Archeologica liegt am Ort La Cona del Popolo unterhalb des historischen Zentrums von Supino. Sie umfasst Überreste eines privaten Thermalgebäudes mit Mosaiken und Böden aus opus sectile, die in die erste Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. datiert werden. Damit lässt sich die antike Baugeschichte zeitlich klar von den Sakralbauten des 18. Jahrhunderts unterscheiden.
Im Frigidarium der Anlage befindet sich ein großes Mosaik mit Neptun auf einer Quadriga von Hippokampen. Das Motiv ergänzt die baulichen Überreste um ein konkretes Thema antiker Bildkunst. Die alte Quelle Fonte Il Pisciarello ist ein weiterer Ortspunkt in Supino.
Santa Serena und die Naturpfade
Santa Serena verlagert den Schwerpunkt von der Baugeschichte in die Berglandschaft: Die weitläufige Hochebene liegt im Gebiet von Supino. Naturpfade führen dorthin und beginnen im oberen Teil von Supino nahe der Fonte Pisciarello. Die Pfade haben damit einen anderen Ausgangspunkt als die Area Archeologica, die unterhalb des historischen Zentrums liegt. Prüfen Sie vor einer Tour die aktuellen Wegverhältnisse, da sie sich ändern können.
Den Aufenthalt planen
Wenn Sie ein Hotel in Supino suchen, legen Sie zuerst fest, ob Baugeschichte und Archäologie oder Santa Serena den Schwerpunkt bilden sollen.
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