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Gaeta lässt sich über drei gut unterscheidbare Themen erschließen: Baugeschichte, Landschaft und Meeresnatur. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, können Sie daran orientieren, ob historische Bauwerke, Wege und Naturformen oder Aktivitäten am Wasser Ihren Interessen entsprechen. Zu Gaeta gehören Bauwerke aus unterschiedlichen Epochen und Stilen, geologische Formen und marine Biodiversität.

Festung und Baugeschichte

Das Castello Angioino-Aragonese besteht aus zwei Teilen, die in unterschiedlichen Epochen errichtet wurden: Der untere Abschnitt ist angovinisch, der obere aragonesisch. Gesicherte Nachrichten über die Festung reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als Friedrich II. von Schwaben in Gaeta Befestigungsanlagen errichten ließ. Damit treffen an diesem Bauwerk zwei unterschiedlich zugeordnete Bauabschnitte aufeinander.

Sakralbauten aus verschiedenen Jahrhunderten

Der Duomo di Gaeta ist Santa Maria Assunta in cielo gewidmet und wurde im 10. bis 11. Jahrhundert errichtet. Sein Glockenturm ist 57 Meter hoch und im arabisch-normannischen Stil ausgeführt. Die Chiesa di San Giovanni, auch San Giuseppe genannt, entstand zwischen dem späten 11. und dem frühen 12. Jahrhundert außerhalb der Stadtmauer. Sie ist im byzantinischen Stil mit lateinischem Kreuzgrundriss gebaut. Bauzeit, Stil und Grundriss bieten jeweils eigene Anhaltspunkte, wenn Sie sich für die Architekturgeschichte Gaetas interessieren.

Das Santuario della SS. Annunziata ist ein Beispiel barocker Architektur und wurde 1621 restauriert. Zu ihm gehört die Cappella dell’Immacolata aus dem 14. Jahrhundert, die auch Grotta d’Oro genannt wird. Im Santuario zeigt das Museo Archeologico römische Funde sowie mittelalterliche Architekturfragmente und Keramik.

Montagna Spaccata und Monte Orlando

Die Montagna Spaccata ist ein Vorgebirge von Gaeta mit drei Felsspalten und einem Besucherweg. Dort wurde auch das Santuario della SS. Trinità im 11. Jahrhundert errichtet. Zur Via Crucis an der Montagna Spaccata gehören Majolika-Tafeln aus dem Jahr 1849 mit Versen von Metastasio. Der Ort verbindet damit markante Felsformationen mit sakralen Bau- und Kunstwerken, deren Entstehungszeiten weit auseinanderliegen.

Der Monte Orlando ist ein geschütztes Naturgebiet in der Gemeinde Gaeta und nimmt etwa drei Viertel des Vorgebirges der Stadt ein. Zu seinen Merkmalen zählen Klippen, Verwerfungen, rote Erde und Höhlen wie die Grotta del Turco. Das Gebiet umfasst außerdem römische archäologische Überreste und bourbonische Militäranlagen. Naturformen und menschliche Spuren gehören hier beide zum beschriebenen Landschaftsbild.

Der Sentiero delle falesie führt durch Steineichen- und Kiefernwald und verläuft entlang niedrigen mediterranen Macchia-Gebüschs. Im Gebiet des Monte Orlando führt er zu bourbonischen Militärpulvermagazinen. Der Sentiero ornitologico bietet einen Aussichtspunkt über den Golf von Gaeta, die mittelalterliche Stadt und ihre aragonesischen und angovinischen Burgen. Die beiden Wege lassen sich so anhand ihrer benannten Landschafts- und Kulturbezüge unterscheiden.

Küste und Meeresnatur

Die Spiaggia di Serapo ist 1,5 Kilometer lang und an den breitesten Stellen bis zu 70 Meter breit. Die Nave di Serapo ist ein Gebiet mariner Biodiversität mit artenreichen Meeresböden, die sich zum Apnoetauchen und Schnorcheln eignen. Erreichbar ist das Gebiet vom Ufer aus schwimmend oder zu Fuß vom nahe gelegenen Strand Fontania.

Auch im Meer vor den Klippen des Monte Orlando sind Tauchgänge möglich; dabei können zahlreiche Arten am Meeresboden beobachtet werden. Wenn Sie Gaeta nach persönlichen Interessen auswählen, finden Sie hier konkrete Anknüpfungspunkte für Kulturgeschichte, Landschaft und Erlebnisse am Wasser.

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