Ein Haupttor mit zwei Gottheiten, Kirchen mit unterschiedlichen historischen Bezügen und ein vier Hektar großer Park geben Cantalupo in Sabina konkrete Ansatzpunkte für einen Aufenthalt. Kulturinteressierte können Baugeschichte und lokale Verehrung entdecken; für eine Pause im Grünen bieten sich kurze Spaziergänge und ein schattiger Sitzplatz im Parco Camuccini an. Auch Landwirtschaft und regionale Erzeugnisse gehören zu den Themen, die den Ort prägen.
Tor, Palazzo und Kirchen
Porta Maggiore, auch Porta dell'Orologio genannt, ist das Haupttor von Cantalupo in Sabina. Auf dem Tor stehen zwei Statuen, die Merkur und Minerva gewidmet sind und allgemein „Bammocci“ genannt werden. Palazzo Camuccini steht an der Stelle des früheren Savelli-Schlosses. Dieses Schloss war seinerseits auf einem bereits bestehenden römischen Bauwerk errichtet worden. So lässt sich die Baugeschichte an diesem Ort vom römischen Vorgänger über das Savelli-Schloss bis zum Palazzo verfolgen.
Auch die Kirchen führen in unterschiedliche historische Zusammenhänge. Die Chiesa di Maria Santissima Assunta in cielo wurde nach dem Erdbeben von 1703 wiederaufgebaut und 1774 erneut geweiht. Die Chiesa di Sant'Adamo liegt außerhalb von Cantalupo in Sabina an einer ehemaligen Hauptstraße zum Ort. Durch die tausendjährige lokale Verehrung des Eremiten Adamo ist sie mit der Bevölkerung verbunden. Zwischen Eichen öffnen sich Ausblicke auf die Hügellandschaft. Der Zugang ist kostenfrei; prüfen Sie vor einem Besuch die aktuelle Zugänglichkeit.
Park und Landwirtschaft
Am Rand des historischen Zentrums liegt der vier Hektar große Parco Camuccini. Hier wachsen jahrhundertealte Bäume aus verschiedenen Teilen der Welt, darunter seltene Ginkgo-biloba-Bäume. Im Park sind kurze Spaziergänge möglich; auf einer Bank können Sie im Schatten ausgewachsener Bäume sitzen. Der Park verbindet damit einen Einblick in die Pflanzenvielfalt mit einer Möglichkeit, im Freien eine Pause einzulegen.
Quercia Madre ist ein zertifizierter biologischer Landwirtschaftsbetrieb, der zum Schutz der tausendjährigen Eiche von Cantalupo in Sabina gegründet wurde. Bei einem Besuch spazieren Sie durch die Natur und zwischen Feldern mit alten Getreidesorten. Besuche sind ganzjährig und mit fünf Tagen Vorlauf möglich. Außerdem wird ein Workshop zur Herstellung natürlicher Seifen und Salben angeboten: Dabei wird die Kaltverseifung erprobt und es werden biologische Salben hergestellt.
Lokale Erzeugnisse und Termine
Die Chiesa di San Biagio Fuori le Mura und das angrenzende Karmeliterkloster gaben der Cantalupo-Melone ihren Namen. Die Mönche kultivierten dort zuerst die aus Asien eingeführte Frucht und verliehen ihr das heute bekannte Aussehen und Aroma. Der Komplex befindet sich in Privatbesitz und ist nur von außen zu besichtigen.
Die Fiera contadina a Sant'Adamo ist durch eine päpstliche Bulle von Papst Pius IX. vom 9. Dezember 1848 anerkannt. Zum Veranstaltungsformat gehören lokale Produkte, Null-Kilometer-Gerichte, die die Pro Loco mit Erzeugnissen der Aussteller serviert, und Workshops, die die Herstellung einiger handwerklicher Produkte zeigen.
Bei der Mostra Mercato delle Stagioni ist der zweite Sonntag im März, Juni, September und Dezember als Terminrhythmus vorgesehen. Einzelne Ausgaben können angepasst werden. Wenn der Markt für Ihre Reiseplanung wichtig ist, prüfen Sie vorab den Termin der konkreten Ausgabe.
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