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Cittaducale bietet mehrere unterscheidbare Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung: eine genau datierte Gründungsgeschichte, Kirchen und Wehrbauten sowie Thermen- und Routenbezüge. So können Sie zunächst entscheiden, ob Sie vor allem die Stadtgeschichte oder eher die Landschaft und den Europäischen Fernwanderweg E1 in den Blick nehmen möchten. Konkrete Orientierungspunkte sind die Cattedrale di Santa Maria del Popolo und die Piazza del Popolo; zur Thermenlandschaft gehören die Antiche Terme di Vespasiano und ein See bei den Terme di Cotilia.

Stadtgeschichte an Bauwerken entdecken

Die Gründungsurkunde von Cittaducale wurde am 15. September 1308 in Neapel unter der Herrschaft von Carlo II. d’Angiò verfasst. Die Cattedrale di Santa Maria del Popolo entstand gegen Ende des 15. Jahrhunderts und wurde nach dem Erdbeben von 1703 restauriert. Ihre Fassade ist im abruzzesischen gotisch-romanischen Stil gehalten; ein zentrales Rosettenfenster und drei Portale prägen ihre architektonische Beschreibung.

Ein anderer Akzent liegt bei der Torre Angioina, die auch Cassero di San Manno genannt wird. Das gut erhaltene Wehrturmgebäude bewachte den Hauptzugang von Cittaducale. Damit lässt sich die historische Bedeutung des Bauwerks über seine Verteidigungsfunktion einordnen, während die Kathedrale mit ihrer Bauzeit, Restaurierung und Fassadengestaltung einen eigenen Blick auf die Baugeschichte eröffnet.

Das Monastero di Santa Caterina D’Alessandria wurde 1327 errichtet. Zum Komplex Chiesa e Monastero di Santa Caterina D’Alessandria gehören unter anderem ein Museum und eine Bibliothek. Ein weiterer historischer Bezugspunkt ist der Palazzo della Comunità: Im 16. Jahrhundert beherbergte er Margherita d’Austria, die Tochter von Kaiser Karl V. Diese Bauwerke und Einrichtungen setzen unterschiedliche Schwerpunkte – von der Geschichte eines Klosterkomplexes bis zu einem Aufenthalt aus dem Umfeld des habsburgischen Kaiserhauses.

Das Santuario di Santa Maria delle Grazie liegt unter den Mauern von Cittaducale. Es erinnert an das Wunder, dass das Abbild der Madonna am 11. September 1694 Tränen vergossen haben soll. Das Datum und die ausdrücklich überlieferte Form der Erzählung gehören zu diesem religiösen Bezug.

Thermenlandschaft und E1

Der Thermalkomplex Antiche Terme di Vespasiano erstreckt sich über vier aufeinanderfolgende Terrassen. Sein Zugang beginnt an einer Straße, die dem Verlauf der römischen Via Salaria folgt. Bei den Terme di Cotilia liegt ein See mit schwefelhaltigem Wasser. Diese Angaben geben der Landschaft einen anderen Schwerpunkt als die Bauwerke im Ort: Hier stehen der Terrassenaufbau, der Straßenverlauf und der See als konkrete Bezugspunkte im Vordergrund.

Durch das Gebiet von Cittaducale verläuft außerdem der Europäische Fernwanderweg E1. Er verbindet die Terme di Vespasiano mit der Villa di Tito. Wenn Sie den E1 in Ihre Planung aufnehmen, prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuelle Wegführung und Markierung.

Orientierung im Ort

Die beiden senkrecht zueinander verlaufenden Straßen von Cittaducale treffen auf der Piazza del Popolo zusammen, dem Hauptplatz. Dieser Zusammenhang gibt eine klare Orientierung für die Ortsstruktur: Der Platz ist der benannte Treffpunkt der beiden Straßen. Bei der Auswahl kulturhistorischer Themen lassen sich die Kathedrale und die Torre Angioina gut unterscheiden – hier Fassadenform und Baugeschichte, dort die frühere Verteidigungsfunktion am Hauptzugang. Für Ihre Reiseplanung stehen damit sowohl städtische Bauwerke als auch Thermen- und Routenbezüge als eigenständige Themen zur Wahl.

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