Rund 90 Kilometer markierte und gepflegte Wege geben dem Regionalen Naturreservat Monte Navegna und Monte Cervia einen konkreten Platz in der Reiseplanung rund um Varco Sabino. Hinzu kommen mittelalterliche Ortsteile, alte Siedlungsgeschichte und Bauwerke aus unterschiedlichen Epochen. So können Sie Naturwege und Kulturstätten als verschiedene Schwerpunkte kennenlernen, ohne sie zu einer einzigen Route zusammenzufassen.
Naturreservat und Landschaft
Das Regionale Naturreservat Monte Navegna und Monte Cervia umfasst Varco Sabino und schützt etwa 3.600 Hektar besonders wertvoller Naturräume. Rund 70 Prozent des Gebiets sind von überwiegend naturnahen Niederwäldern und produktiven Kastanienhainen bedeckt.
Für die Planung ist außerdem wichtig, dass es unterschiedliche Arten gibt, die Wege zu erkunden. Die Wege des Ecomuseums des Salto und des Turano können Sie zu Fuß, mit dem Fahrrad, zu Pferd oder mit dem Auto erkunden. Das Wegenetz des Naturreservats umfasst rund 90 Kilometer durchgehend markierte und gepflegte Wege.
Wege mit verschiedenen Zielen
Der Weg CAI 325 beginnt am Fosso della Mola unterhalb von Varco Sabino und führt zur Fonte Le Forche an den Südhängen des Monte Navegna. Sein benannter Start- und Zielpunkt macht ihn zu einer konkreten Möglichkeit, die Wege im Naturraum einzuordnen.
Zum Fernwegenetz des Reservats gehören der Cammino Naturale dei Parchi, der Cammino di San Benedetto, der Sentiero Italia und der Sentiero Europeo E1. Der thematische Weg „Laudato Si“ verläuft zwischen Ascrea und den Forche di Varco Sabino.
Auch die thematischen Wege des Ecomuseums setzen eigene Akzente. Der Glaubensweg umfasst die Grotta di San Michele di Varco Sabino; der Kulturweg „Itinerario dei Castelli e delle Rocche“ schließt Rigatti ein. Diese Ziele gehören damit zu den jeweiligen Themenwegen. Die mehr als 200 Kilometer lange Ippovia folgt den Ufern des Lago del Salto und führt durch Varco Sabino. Sie ist eine weitere, eigenständig beschriebene Route und sollte nicht mit den rund 90 Kilometern des Wegenetzes im Naturreservat gleichgesetzt werden.
Ortsteile und historische Spuren
Poggio Vittiano ist ein gut erhaltenes mittelalterliches Dorf und ein Ortsteil von Varco Sabino. Die Chiesa della B. Vergine Assunta in Poggio Vittiano hat mittelalterliche Ursprünge. Rocca Vittiana ist ebenfalls ein Ortsteil: Dort bilden enge Gassen und Bögen ein kleines Labyrinth auf einem Felsvorsprung über dem Lago del Salto. Die beiden Ortsbilder bieten unterschiedliche Anhaltspunkte für einen Kulturspaziergang durch die Siedlungen.
Auch die Geschichte Varco Sabinos lässt sich an benachbarten Orten ablesen. Das Dorf entstand im 15. Jahrhundert, nachdem ein Erdbeben das nahegelegene Mirandella zerstört hatte. Mirandella war eine alte Siedlung von Varco Sabino und wurde etwa im 17. Jahrhundert aufgegeben. Diese zeitliche Abfolge unterscheidet die Entstehung des heutigen Dorfes von der älteren Siedlungsgeschichte Mirandellas.
Weitere Bauwerke setzen andere historische Akzente: Die Landkirche Sant'Angelo de Varco wurde erstmals 1252 in einem Register der vom Kloster San Salvatore Maggiore abhängigen Kirchen erwähnt. Die gut erhaltene Römische Brücke verweist auf die Bedeutung des Gebiets als Zugangsweg nach Abruzzen. In der Kirche San Girolamo ist ein Flachrelief eines Prozessionskreuzes aus dem 15. Jahrhundert erhalten. Die Burg von Rigatti wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert gegründet. Zusammen mit dem Kulturweg, der Rigatti umfasst, ergeben diese Stätten mehrere konkrete Bezugspunkte für Reisende, die neben den Naturwegen auch die Geschichte und Bauwerke des Gebiets berücksichtigen möchten.
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