Albano Laziale liegt am Ufer des Lago Albano, des tiefsten unter den vulkanischen Becken des Latiums, und gehört zum Regionalpark Parco regionale dei Castelli Romani. Der Ort lässt sich über zwei klare Interessen entdecken: die Landschaft am See und archäologische Zeugnisse, die von der römischen Zeit bis in weitere Epochen reichen. Wer eine Unterkunft für den Aufenthalt sucht, kann zunächst überlegen, ob See und Landschaft oder Kulturgeschichte den Schwerpunkt bilden sollen.
Lago Albano: Landschaft und Radroute
Die Gewässer des Lago Albano sind für ihre vielfältige Fischfauna bekannt. Für die Umrundung des Sees und den Weg zu den Ruinen von Alba Longa gilt Mountainbiking als besonders geeignet. So verbindet sich der Landschaftsbezug am See mit einem konkreten archäologischen Ziel. Prüfen Sie vor der Fahrt die örtlichen Wegbedingungen.
Römische Wasser- und Villenarchitektur
Albano bietet einen archäologischen Rundgang durch die Castra Albana. Bei I Cisternoni geht es um die geplante Wasserversorgung: Um 202 n. Chr. planten die Architekten der Zweiten Parthischen Legion die Anlage, um die Versorgung der Castra Albana und der umliegenden Wohnhäuser sicherzustellen. Die Terme di Cellomaio, auch Terme di Caracalla genannt, führen zu einem anderen Kapitel der römischen Geschichte. Kaiser Antoninus Caracalla gab sie als befriedende Maßnahme gegenüber den Legionären von Albano in Auftrag. Für den Besuch ist eine Führung durch das Museo Civico erforderlich; klären Sie die Organisation vor Ihrer Reise.
Auch die Villa Imperiale di Pompeo Magno lässt sich über konkrete historische und räumliche Angaben einordnen: Pompeius ließ sie zwischen 61 und 58 v. Chr. erbauen. Ihr Erdgeschossbereich ist heute nahezu vollständig erhalten, etwa 340 Meter lang und 260 Meter breit; die Anlage umfasst rund neun Hektar. Die Überreste befinden sich in der Villa Doria, einem städtischen Garten. Entlang seiner Wege sind einige Ruinen sichtbar. Die Maße vermitteln den Umfang der Villa, während die sichtbaren Reste einen konkreten Bezug zu den Wegen des Gartens herstellen.
Museum und Catacomba di San Senatore
Das Museo Civico di Albano Laziale beherbergt 4.400 archäologische Fundstücke aus der Zeit vom Altpaläolithikum bis zur Renaissance. Die Zahl kann sich mit der Aktualisierung der Präsentationen ändern. Damit reicht der zeitliche Bogen der Sammlung weit über die römischen Anlagen hinaus.
Die Catacomba di San Senatore wurde in einem Areal angelegt, das zuvor als Pozzolanbruch genutzt worden war. Ihre Nutzung für Bestattungen und kultische Zwecke scheint um das 3. Jahrhundert begonnen und bis zum 12. Jahrhundert angedauert zu haben. Ein Fresko zeigt Christus zwischen den Heiligen Petrus, Paulus, Laurentius und einem schwer identifizierbaren Heiligen. Ein weiteres stellt Christus mit der Jungfrau Maria und dem heiligen Smaragdus dar. Beide Bildkompositionen bieten einen konkreten Zugang zur religiösen Kunst der Katakombe.
Kulturelle Bezüge und Termine
Das Festival Liszt Albano wurde 1986 von Maurizio D’Alessandro ins Leben gerufen, um an die Beziehung zwischen Franz Liszt und Albano Laziale zu erinnern. Diese Beziehung bestand bereits im Sommer 1839 während Liszts erster Italienreise. Beim Bajocco Festival treten zu Beginn des Septembers Zirkus- und Musikdarsteller in Albano Laziale auf und treten durch Kunst mit dem Publikum in Dialog. Wenn Ihre Reise in diese Zeit fällt, prüfen Sie vorab die Termine der aktuellen Ausgabe.
Weitere Reiseziele entdecken: Anzio, Nazzano, San Vito Romano, Rom, Santa Maria Di Galeria, Lido Dei Pini, Rocca Priora, Sant'oreste
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rom.