Zum Inhalt

Ceriana erschließt sich über seine Geschichte und die Wege durch den Ort: Das historische Zentrum erhielt zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert seine charakteristische mittelalterliche, schneckenförmige Struktur. Ein Rundgang durch Kirchen und vier Oratorien führt auf und ab durch Gassen und Maultierpfade. So verbindet sich die Besichtigung einzelner Bauwerke mit dem Verlauf des alten Ortskerns. Da die Route bergauf und bergab führt, empfiehlt es sich, die aktuellen Wegbedingungen vor dem Besuch zu prüfen.

Kirchen, Oratorien und Ortsgeschichte

Bei der Chiesa Vecchia di San Pietro e Paolo sind Teile der Fundamente der ersten Kirche sichtbar; sie stammen aus dem 12. bis 13. Jahrhundert. Die Chiesa Vecchia wurde 1516 fertiggestellt. Im Inneren trennt eine Mauer das Kirchenschiff in einen Bereich für Männer und einen für Frauen. Ein anderes Kunstwerk bewahrt die Pfarrkirche Chiesa Parrocchiale dei Santi Pietro e Paolo: ein Triptychon von Francesco Brea aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Auch die Oratorien erzählen von der religiösen Geschichte Cerianas. Das erste Oratorio di Santa Caterina entstand im 14. Jahrhundert und ist mit der ältesten Bruderschaft des Ortes verbunden. Die Confraternita dei Rossi, die mit Santa Caterina verbunden ist, wurde 1340 offiziell gegründet. Die Chiesa di Sant’Andrea wiederum wird auf das 4. Jahrhundert datiert. Sie entstand auf einem Gelände, auf dem vermutlich zuvor ein Apollon-Tempel stand. In der Kirche und auf der Piazza Sant’Andrea finden häufig Konzerte und Workshops für geistliche und weltliche klassische Musik statt; die Termine variieren.

Im unteren Teil des Borgo liegt der Palazzo dei Conti Roverizio di Roccasterone, ein sehenswerter Palast. Das Santuario della Madonna della Villa bietet einen freien Blick über das Valle Armea; sein Standort ist seit dem 13. Jahrhundert bekannt. Das Santuario ist für Menschen mit Behinderungen zugänglich. Prüfen Sie die aktuellen Zugangsbedingungen vor Ihrem Besuch.

Landschaft und Wege

Zur Landschaft Cerianas zählen Kastanienwälder, Olivenhaine, Blumen und ausgedehnte Flächen mit Ziergrün. Ein markanter Bezugspunkt ist der Castagno del Tumaijn: Die Region Ligurien erkannte den Baum 2002 per Erlass als Monumentalbaum an. Das Gelände um ihn ist heute Ziel von Ausflügen und Spaziergängen. So lassen sich historische Bauwerke und lokale Landschaftsthemen als unterschiedliche Schwerpunkte der Reise betrachten, ohne sie zu einer einzigen Besichtigung zusammenzufassen.

Für die Orientierung zu Ankunft, Fortbewegung, Essen, Besichtigungen und Unternehmungen gibt es den Rundgang „Alla Scoperta di Ceriana – Carugio per Carugio“. Eine Bergstraße führt von Ceriana über Wälder und Bergrücken zum Passo Ghimbegna. Sie verbindet Ceriana mit San Romolo und Monte Bignone, dem oberen Valle Argentina sowie dem Val Nervia. Da sich Straßenbedingungen ändern können, ist es sinnvoll, die Verbindung vor der Reise zu prüfen.

Feste und lokale Küche

Die Sagra della Salsiccia di Ceriana, auch Soussissa Serianasca genannt, fand erstmals 1990 statt. Eine kommunale Mitteilung von 2025 beschreibt 35 Jahre Veranstaltungsgeschichte. Bei der Sagra bieten die vier historischen Bruderschaften des Ortes traditionelle Rezepte auf Wurstbasis an. Termine und Programm können von Jahr zu Jahr variieren.

Auch die Festa de Rustìe, bekannt als Sagra della Castagna, findet jährlich statt. Zum Fest gehören geröstete Kastanien, Castagnaccio, Kastanienkrapfen, Kastanienbier und Most. Wenn eines der Feste zu Ihren Reiseplänen passt, prüfen Sie die Termine und das Programm für das gewünschte Jahr. So können Sie entscheiden, ob Sie Ihren Besuch auf die Baugeschichte, die Spaziergänge oder die saisonalen kulinarischen Veranstaltungen ausrichten möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Camporosso, Borgo Sant’agata, Isolabona, Bajardo, Pietrabruna, Valloria, Apricale, Rezzo

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Imperia.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.