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Kirchengeschichte, eine markante Höhle und unterschiedliche Wanderziele geben Diano Evigno mehrere konkrete Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt. Wenn Sie zwischen Kultur und Bewegung abwägen, lohnt sich ein Blick auf die jeweilige Geschichte und den Verlauf der Wege: Bei den Kirchen stehen Kunst, Bauzeit und Ortslage im Vordergrund, bei den Routen Rückkehr, Gipfelziel und Höhenmeter. So können Sie Ihren Aufenthalt nach den Themen planen, die Sie besonders interessieren.

Kirchen und Ortsgeschichte

San Bernardo Abate in Evigno wurde am 17. Mai 1586 zur Pfarrkirche erhoben. In der Kirche wird außerdem ein Polyptychon aus dem Jahr 1552 aufbewahrt. Ein Polyptychon ist ein mehrteiliges Tafelbild. Die beiden Daten stehen für unterschiedliche Bezüge: 1552 datiert das Kunstwerk, 1586 die Erhebung der Kirche zur Pfarrkirche. Wer sich für religiöse Kunst interessiert, kann damit Kunstgeschichte und die Entwicklung des kirchlichen Status anhand zweier konkreter Jahreszahlen unterscheiden.

Eine andere zeitliche Ebene eröffnet die Chiesa di San Martino in Diano Evigno: Ihre ursprüngliche Errichtung geht auf das 12. oder 13. Jahrhundert zurück. Die Kirche liegt nahe der ersten Siedlung Evigno, bergauf oberhalb des heutigen Evigno und links vom Saumpfad, der zum Monte Torre führt. Anders als bei San Bernardo Abate bezieht sich die Datierung hier auf die ursprüngliche Errichtung, nicht auf eine Erhebung zum Pfarrstatus. So treffen an der Chiesa di San Martino Baugeschichte und eine präzise Lagebeschreibung zusammen.

Wanderungen mit unterschiedlichen Zielen

Der Anello di Diano Evigno beginnt in Diano Evigno und führt nach dem Monte Quagli über einen Weg in mittlerer Hanglage zurück nach Evigno. Auch der Weg zum Pizzo d'Evigno kann in Diano Evigno beginnen. Die Route ab Evigno wird als etwa vierstündige Wanderung mit rund 600 Höhenmetern beschrieben; weiß-rote Wegmarkierungen führen bis zum Gipfel. Die beiden Optionen lassen sich nach dem gewünschten Ziel unterscheiden: Der Anello ist durch seinen Rückweg und den Abschnitt am Monte Quagli charakterisiert, die Pizzo-Wanderung durch Gipfelziel, Zeit und Höhenmeter. Damit stehen eine Runde mit Rückkehr nach Evigno und eine Wanderung zum Gipfel als unterschiedliche Möglichkeiten nebeneinander.

Die Tana di San Martino

Auch die Tana di San Martino verbindet Naturkunde und Geschichte. Ihr langgestreckter Eingang öffnet sich in Flysch-Kalkstein. Bis etwa vor einem halben Jahrhundert nutzten Köhler die Eingangskammer als Unterschlupf. Vom Kirchplatz von Evigno führt der Weg über die Straße an der Madonna della Neve vorbei zu den Ruinen der Chiesetta di San Bernardo. Anschließend geht es etwa 100 Meter in südwestlicher Richtung zur Tana di San Martino. Gestein und frühere Nutzung geben der Höhle einen anderen Schwerpunkt als den Kirchen und Wanderzielen; die Wegfolge nennt zugleich mehrere Orientierungspunkte für den Anmarsch.

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