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Boscomare lässt sich über unterschiedliche Seiten kennenlernen. Das mittelalterliche Ortsgefüge, Bauwerke verschiedener Epochen, Kunst im Ort und die Landschaft des oberen Tals bieten mehrere Ansatzpunkte für die Planung eines Aufenthalts. Die Pfarrkirche San Bernardo Abate, die Torre anti-barbaresca und das Oratorio della Santissima Annunziata setzen unterschiedliche bauliche Akzente. Wandmalereien, Metallskulpturen, Oliven, Kräuter und Lavendel ergänzen das Ortsbild um Kunst, Landschaft und eine lange lokale Tradition.

Ortsgeschichte und Bauformen

Die Pfarrkirche San Bernardo Abate liegt im Zentrum des mittelalterlichen Ortsgefüges, am Rand eines kleinen Platzes. Die Lage verbindet das Bauwerk mit zwei konkreten Aspekten des Ortsbildes: seiner Stellung im historischen Siedlungsgefüge und der unmittelbaren Beziehung zum Platz. Wer sich für Architektur interessiert, kann so nicht nur die Kirche selbst, sondern auch ihre Einordnung in Boscomare beachten.

Bei der Torre anti-barbaresca rückt die Form in den Blick: Der Turm besitzt einen kreisförmigen Grundriss und wurde wahrscheinlich zwischen dem Ende des 15. und dem Beginn des 16. Jahrhunderts errichtet. Das Oratorio della Santissima Annunziata wird allgemein dem 17. und 18. Jahrhundert zugeordnet. Die beiden Bauwerke eröffnen damit einen chronologischen Vergleich: Für den Turm gilt eine wahrscheinliche Entstehungszeit, während das Oratorium einer breiteren Zeitspanne zugewiesen wird. Form und Datierung bieten jeweils andere Anknüpfungspunkte, um die Baugeschichte des Ortes zu betrachten.

Kunst zwischen Straßen und Plätzen

Die Wandmalereien von BoscomArte erstrecken sich zwischen der Via XX Settembre und der Via XXV Aprile. Die beiden Straßennamen geben eine konkrete räumliche Orientierung für dieses Kunstprojekt. Für Reisende, die sich für Kunst im Ortsraum interessieren, ist das eine klare Möglichkeit, BoscomArte in der Ortsstruktur einzuordnen.

Eine andere Form der Kunst bilden dauerhafte, mehrfarbige Metallskulpturen in kleinen Plätzen und Aussichtserweiterungen innerhalb und außerhalb der Ortsmauern. Dazu gehört die Gruppe Don Chisciotte aus dem Jahr 2015. Wandmalereien und Skulpturen unterscheiden sich in Material und räumlichem Bezug: BoscomArte ist zwischen zwei Straßen verortet, die Metallarbeiten sind an Plätze und Aussichtserweiterungen gebunden. So lässt sich die Kunst in Boscomare anhand verschiedener Formen und Standorte betrachten.

Oberes Tal und Lavendeltradition

Auch die Landschaft prägt den Charakter Boscomares. Der Ort liegt im schattigen Wald des oberen Tals, zwischen silbrig belaubten Olivenbäumen, Anbauflächen für aromatische Kräuter und vereinzelten Lavendelflächen. Diese Elemente zeichnen ein differenziertes Bild: Oliven und Kräuterflächen gehören ebenso dazu wie die einzelnen Lavendelflächen und der Wald des oberen Tals. Damit steht neben dem baulichen Ortsbild eine Landschaft, in der Anbauflächen und Wald zusammenkommen.

Lavendel hat für Boscomare zudem eine historische Bedeutung: Sein Anbau war über Jahrhunderte eine Tradition in der Gegend, besonders in Boscomare. Die vereinzelten Lavendelflächen im Landschaftsbild und die lange Anbautradition sind zwei unterschiedliche Bezüge, die sich gemeinsam betrachten lassen.

Startpunkt für den Anello di Boscomare

Der Rundweg Anello di Boscomare beginnt am Parkplatz gegenüber der Bushaltestelle von Boscomare an der Via Provinciale. Die Lage des Startpunkts hilft bei der Orientierung. Sie ergänzt die historischen Bauwerke, die Kunst im Ort und die Landschaft um eine praktische Information zur Orientierung am Startpunkt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pietrabruna.

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