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Im Zentrum von Bussana Vecchia liegen Gärten in den Ruinen mehrerer Häuser, die nicht wiederaufgebaut werden konnten. Zusammen mit Werkstätten, kleinen Künstlerateliers, mittelalterlichen Burgmauern und historischen Bauten ergeben sie einen Ort mit mehreren kulturellen Blickwinkeln. Für Ihre Reiseplanung kann es helfen, diese Schwerpunkte auseinanderzuhalten: Die Gärten verbinden Ruinen und Ausblicke, die Geschichte erzählt vom Aufbau einer Künstlergemeinschaft, und weitere Sehenswürdigkeiten ergänzen die Auswahl um Kirchen, einen Turm und einen für Aufführungen eingerichteten Freiluftort.

Gärten in den Hausruinen

Mehrere Terrassen gliedern die Gärten; jede bietet einen eigenen Ausblick auf den Ort und seine Umgebung. Dadurch erschließt sich die Anlage aus wechselnden Blickrichtungen, nicht nur von einem einzigen Aussichtspunkt. In den Gärten befindet sich außerdem ein restaurierter Raum, der so eingerichtet ist, wie er vor dem Erdbeben war. Er setzt einen anderen Akzent als die offenen Terrassen und hält ein Detail der damaligen Einrichtung in einem konkreten Raum fest.

Die Geschichte der Künstlergemeinschaft

Die Künstlergemeinschaft von Bussana entstand Ende der 1950er-Jahre. Zuvor hatte Mario Giani, bekannt als Clizia, vorgeschlagen, in dem verfallenen Dorf eine internationale Künstlergemeinschaft zu gründen; Clizia gründete sie 1960. Bussana Vecchia gilt als Freilichtmuseum mit Werkstätten und kleinen Künstlerateliers. Im Giardino tra i Ruderi befindet sich zudem ein Bussana Vecchia gewidmeter Museumsbereich, der nach dem Lokalhistoriker Nilo Calvini benannt ist. Während die Künstlergemeinschaft einen Teil der Entstehungsgeschichte bildet, ist der Museumsbereich Bussana Vecchia selbst gewidmet.

Kirchen, Mauern und Aufführungsort

Die erste Kirche von Bussana wurde 1404 fertiggestellt und Sant’Egidio geweiht. Die Chiesa di Sant’Egidio zählt zu den Sehenswürdigkeiten in Bussana Vecchia. Die historische Siedlung bewahrt außerdem mittelalterliche Mauern der Burg. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören auch die Torre dell’Arma und die Vecchia Mulattiera. Die teilweise restaurierten Rovine della Chiesa wurden als Freiluftort für Aufführungen eingerichtet. So finden sich neben den kirchlichen und mittelalterlichen Bezügen auch Spuren einer Nutzung für kulturelle Veranstaltungen.

Ein Eisenbahnmodell als eigener Schwerpunkt

Das Plastico Ferroviario di Bussana Vecchia bietet einen anderen Blick auf die lokalen Kulturthemen. Die Anlage umfasst 350 laufende Meter Eisenbahnstrecke; darauf verkehren etwa zehn Züge verschiedener Typen. Dazu gehören historische Züge ebenso wie Personen- und Güterzüge. Die Länge der Strecke und die Bandbreite der Zugtypen beschreiben zwei unterschiedliche Seiten des Modells: seinen Umfang und die Vielfalt der dargestellten Eisenbahnfahrzeuge.

Zu Fuß oder mit dem Rad

Der Zugang von der SS1 beziehungsweise vom Strand über die Mulattiera ist ein 2,1 Kilometer langer Anstieg zu Fuß und dauert etwa 35 Minuten. Der Weg beginnt rechts von der Schule von Bussana Nuova. Die Gehzeit ist eine Orientierung für diese konkrete Fußvariante. Als weitere Aktivität bietet eine Fahrradtour von Bussana Vecchia nach Poggio Ausblicke auf die ligurische Küste. Die beiden Möglichkeiten unterscheiden sich in ihren genannten Orientierungspunkten: Bei der Mulattiera stehen Anstieg, Länge und ungefähre Dauer im Vordergrund, bei der Radtour das Ziel Poggio und der Blick auf die Küste.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: San Remo.

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