Zum Inhalt

Falcinello verbindet eine klar benennbare Ortsgeschichte mit der oberen Variante der Via Francigena. Im Mittelpunkt stehen der historische Status als befestigtes Dorf, ein erhaltener Burgturm und eine Pfarrkirche am Platz der früheren Burgkapelle. Mit Castello della Brina kommt eine archäologische Stätte hinzu, die am oberen Verlauf der Route liegt. So können Sie Ihren Aufenthalt nach zwei Schwerpunkten ausrichten: den Bau- und Kirchengeschichten Falcinellos oder der Verbindung von befestigter Siedlung und Weglandschaft.

Burgturm und Kirchengeschichte

Im Jahr 1185 bestätigte Kaiser Friedrich I. Falcinello dem Bischof Pietro von Luni als „castrum“, also als befestigtes Dorf. Das Wort bezeichnet den Ort als befestigte Siedlung. Ein erhaltener Burgturm ist seit 1300 Bestandteil des Glockenturms. Für die Ortsgeschichte sind das verschiedene Bezugspunkte: die Einordnung des Dorfes und die bauliche Rolle des Turms.

Auch die Pfarrkirche Santi Fabiano e Sebastiano knüpft an die Burgzeit an: Sie steht an der Stelle der antiken Burgkapelle. Im 17. Jahrhundert wurde die frühere Kapelle zur Pfarrkirche Chiesa dei Santi Fabiano e Sebastiano umgestaltet und angepasst. Ein zusätzlicher schriftlicher Bezug ist der Codice Pelavicino: Falcinello ist eines der am häufigsten in dessen Dokumenten erwähnten Kastelle.

Die Zeitangaben betreffen verschiedene Ebenen: 1185 die Bezeichnung Falcinellos als befestigtes Dorf, seit 1300 die Einbindung des Turms in den Glockenturm und das 17. Jahrhundert die Umgestaltung der Burgkapelle. Diese Unterscheidung hält Ortsstatus, Bauteil und kirchliche Nutzung auseinander und gibt der Ortsgeschichte eine nachvollziehbare zeitliche Gliederung.

Castello della Brina und die Via Francigena

Castello della Brina ist eine befestigte Siedlung auf einem zweitrangigen Höhenrücken zwischen Falcinello und Ponzano Superiore, in der Ortschaft Torraccio. Die archäologische Stätte liegt am oberen Verlauf der Via Francigena, die Aulla mit der Ebene von Luni verbindet. Falcinello und Castello della Brina bezeichnen dabei verschiedene Geschichtsthemen: Das castrum von 1185 ist die befestigte Dorfbezeichnung, während Castello della Brina eine eigene befestigte Siedlung in Torraccio ist.

Die Lage der Stätte am oberen Verlauf ordnet sie in die Via Francigena ein; Startpunkt und Markierungen beschreiben dagegen die obere Variante. Diese Angaben beantworten unterschiedliche Fragen: Die eine verortet Castello della Brina, die anderen helfen bei der Orientierung auf der Wegvariante.

Die Ruinen des Castello della Brina erreicht man auf leicht begehbaren Schotterwegen durch malerische Olivenhaine. Die obere Variante beginnt an der Brücke über den Bach Amola in Ghiaia di Falcinello. Markiert ist sie mit den Buchstaben VF und dem traditionellen weiß-roten Symbol der CAI-Wege. Wer die Variante in die Planung einbezieht, sollte Wegzustand und Beschilderung vor Ort prüfen.

Weitere Reiseziele entdecken: Beverino, Borghetto Di Vara, Fiumaretta di Ameglia, Bolano, Bonassola, Ponzano Superiore, Rocchetta Di Vara, Bracelli

Zur übergeordneten Reiseübersicht: La Spezia.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.