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Tellaro verbindet einen dicht gefügten ligurischen Ortskern mit Kirchen am Meer und Wegen, die Ausblicke auf den Golf der Poeten und die Küste von Fiascherino eröffnen. Wenn Sie den Ort für einen Aufenthalt wählen, können Sie zwischen einer Wanderroute mit ausgewiesener Dauer und Höhenmetern, einer ausgeschilderten Runde und Kulturstationen im Dorf unterscheiden.

Wanderwege und Küstenblicke

Die Route Tellaro–Portesone–Barbazzano–Fiascherino dauert eine Stunde, weist 115 Höhenmeter auf und hat den Schwierigkeitsgrad E. Sie führt durch Olivenkulturen zu den Ruinen von Portesone und Barbazzano. So verbindet die Tour konkrete Streckenangaben mit zwei benannten historischen Zielen.

Als weitere Option ist der Rundweg Tellaro–La Serra–Rocchetta–Zanego–Tellaro als Wanderroute ausgeschildert. Anders als die Route nach Fiascherino ist er als Runde angelegt: Die Ortsfolge führt von Tellaro über La Serra, Rocchetta und Zanego zurück zum Ausgangsort. Innerhalb des Regionalen Naturparks Montemarcello-Magra-Vara verbinden außerdem mehrere aussichtsreiche Wege Tellaro mit Lerici, La Serra und Montemarcello. Diese benannten Verbindungen geben einen weiteren Rahmen für die Auswahl einer Wanderung.

Ein Klippenweg hinter der Marina bietet Ausblicke auf das Dorf, die Inseln des Golfs der Poeten und die zerklüftete Küste von Fiascherino. Von der Straße nach Lerici bei Tellaro führen bequeme Treppen zu den Klippen und weiter zu den Buchten von Fiascherino. Der Weg am Wasser und die Route durch Olivenkulturen setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte: hier Küstenblicke, dort Ruinen und der Weg durch die Kulturen.

Kirchen, Gassen und Wehrgeschichte

Enge ligurische Carruggi verlaufen zwischen dicht aneinander stehenden Häusern und prägen das Ortsgefüge von Tellaro. Am Meer steht die Kirche San Giorgio. Wesentliche Teile des Gebäudes wurden zwischen 1564 und 1584 errichtet; einer der Wehrtürme von Tellaro wurde zum Glockenturm der Kirche umgestaltet. Lage, Baugeschichte und die frühere Wehrfunktion eines Turms verbinden sich hier an einem einzelnen Bauwerk.

Die neuere Pfarrkirche von Tellaro ist Maria Stella Maris geweiht. In ihr befindet sich ein Tafelbild mit Madonna, Kind und Engeln, das ursprünglich in der Kirche San Giorgio stand. Die beiden Kirchen lassen sich so auch über die Geschichte dieses Kunstwerks betrachten: Sein ursprünglicher Ort war San Giorgio, heute befindet es sich in Stella Maris.

Ein weiteres Zeugnis der Ortsgeschichte ist die Sottoria, das erhaltene Überbleibsel einer im Mittelalter errichteten überdachten Wehrmauer. Die Sottoria-Galerie ist etwa 70 Meter lang und 2,20 Meter breit. Ein schmiedeeisernes Tor aus dem 18. Jahrhundert markiert ihren Eingang. Die Angaben zu Länge und Breite geben der Anlage eine konkrete räumliche Dimension, während ihre frühere Funktion in der Wehrmauer die historische Einordnung liefert.

Das entweihte Oratorio S. Maria ’n Selàa zählt zu den ältesten Orten der Religionsausübung in Tellaro. Es wird als Ort für zivile Trauungen sowie für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt. Seit 2004 gehört Tellaro außerdem dem Club der „Borghi più belli d’Italia“ an.

Marina und gemeinschaftliche Orte

Die Marina von Tellaro verfügt über einen kleinen Hafen voller Boote. Zu ihrer Geschichte gehören auch die historischen Waschhäuser: Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts dienten sie als Ort des gemeinschaftlichen Zusammenkommens. Hafen und Waschhäuser erzählen damit von unterschiedlichen Seiten des Lebens an der Marina – von den Booten im kleinen Hafen und von einem Ort, an dem Menschen früher zusammenkamen.

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