Zum Inhalt

Carona lässt sich über sehr unterschiedliche Ziele erschließen: Wanderwege führen zu Berghütten, während Pagliari und die Felsritzungen Einblicke in die örtliche Geschichte geben. Für die Aufenthaltsplanung helfen ausgewiesene Gehzeiten, Höhenlagen und konkrete Wegausstattungen. So können Sie entscheiden, ob Sie Ihre Tage eher an längeren Wanderungen, kulturellen Themen oder zugänglichen Wegen am Wasser ausrichten möchten. Bei der Suche nach einer Unterkunft in Carona lohnt es sich, zunächst diese Schwerpunkte festzulegen.

Wege am Wasser und konkrete Zugänglichkeit

Der Sentiero naturalistico e osservatorio hat einen gepflasterten Belag und Schutzbarrieren mit Handläufen. Eine Haltestange dient blinden Besuchern als Orientierungshilfe. Am Weg liegt das Observatorium in einer restaurierten alten Hütte, die unter Wahrung der traditionellen Architektur instand gesetzt wurde. Vom Aussichtsbalkon blickt man auf den See.

Zum Botanischen Garten führt vom Parkplatz an der Via Pagliari ein barrierefreier Fußweg über eine alte Bogenbrücke über den Brembo. Der Garten ist vollständig für Rollstuhlfahrer und blinde Besucher zugänglich ausgestattet. Am Lungo-Lago-Weg gibt es Tische, Liegeflächen zum Sonnenbaden und Spielbereiche für Kinder mit Kletterelementen aus Blöcken; der Weg ist für Menschen mit motorischen und sensorischen Behinderungen zugänglich. Ein weiterer Weg am Fluss Brembo führt vom Botanischen Garten zu Wasserfällen und besonders klarem Wasser.

Wanderungen nach Zeit und Ziel vergleichen

Der Sentiero 210 verbindet Carona mit dem Rifugio F.lli Calvi. Angegeben sind drei Stunden für den Hinweg und zwei Stunden für den Rückweg; die Schwierigkeit ist E für Wanderungen. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die lokalen Wegbedingungen. Der Sentiero 224 führt vom Lago del Prato zum Rifugio F.lli Longo. Für ihn sind eine Stunde und 15 Minuten hin sowie 50 Minuten zurück angegeben, ebenfalls bei Schwierigkeit E. Die kommunale Wegtabelle wurde am 14. Februar 2019 aktualisiert; prüfen Sie die Gehzeiten vor Ort erneut.

Der Sentiero 247 führt von Pagliari zur Baita della Capra; die Gehzeit beträgt eine Stunde und 45 Minuten hin sowie eine Stunde und 15 Minuten zurück, bei Schwierigkeit E. Von Pagliari aus überquert der Weg den Brembo, führt durch Wald zur Baita und setzt sich über den Sentiero 210 in Richtung Rifugio F.lli Calvi fort. Im Vergleich weisen die Angaben für den Sentiero 224 die kürzeste Gehzeit aus, die für den Sentiero 247 liegen darüber und der Sentiero 210 ist am längsten angegeben. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit einem Jeep-Shuttle ist auch das Rifugio F.lli Longo erreichbar; prüfen Sie die saisonale Verfügbarkeit des Shuttle-Angebots vor der Reise.

Pagliari und die Felsritzungen

Pagliari ist ein kleiner, ländlich geprägter Weiler, etwa 1 km von Carona entfernt, an der Straße zu den Rifugi Calvi und Longo und auf 1.350 m Höhe. Freiliegende Mauern aus lokalem Stein und charakteristische Schieferdächer prägen seine Architektur. Das Gebiet der Felsritzungen umfasst zahlreiche gravierte Felsblöcke auf Höhen zwischen 2.100 und 2.450 m über dem Meeresspiegel. Im Val Camisana trägt der Fels CMS 1 keltische Inschriften in lepontischer Schrift aus dem 3. bis 2. Jahrhundert v. Chr. Außerdem finden sich an diesem Fels Figuren aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Für eine mehrtägige Wanderung führt eine etwa 50 km lange Route auf Wegen des Parco delle Orobie Bergamasche in fünf Tagen vom Passo San Marco über die Quellen des Brembo nach Carona.

Lokale Begriffe und Kartoffelgeschichte

Ein „sapel“ ist eine Unterbrechung in einer Trockenmauer oder einer Mauer zur Hangsicherung. Sie erleichterte den Zugang zu abschüssigen Kartoffelfeldern. Auch die weißen Kartoffeln aus Carona haben eine eigene Erwähnung: In der ersten gastronomischen Reiseführerpublikation Italiens wurden sie als „mehlig und haltbar“ bezeichnet. Kartoffeln wurden zudem verwendet, um den Mangel an Mehl auszugleichen und ein lange haltbares Brot herzustellen.

Weitere Aktivitäten in Carona

Carona bietet mehrere Mountainbike-Routen, insbesondere zu den zahlreichen Berghütten der Umgebung. Falls Sie eine geführte Tour erwägen, klären Sie deren aktuelle Verfügbarkeit vorab. Die natürliche Kletterwand La Corna verfügt über Routen der Schwierigkeitsgrade 6a bis 7c; bestätigen Sie vor einer Tour den aktuellen Routenzustand und die Verfügbarkeit von Anleitung. Der Reitstall in Piana–Carona di Sotto bietet Reitunterricht für Kinder und Erwachsene an. Erkundigen Sie sich vorab nach der aktuellen Verfügbarkeit des Unterrichts.

Das Valle Carisole ist für Wintersport bekannt. Das Rifugio Mirtillo ist von Carona aus mit dem Sessellift erreichbar; informieren Sie sich vorab über den aktuellen Liftbetrieb. Diese Möglichkeiten unterscheiden sich deutlich in Thema und Zeitbedarf – von der Wanderung zu einem Rifugio bis zu Kletterrouten oder Wintersport.

Weitere Reiseziele entdecken: San Pellegrino Terme, Bagnella, Mapello, Brusaporto, Medolago, Bergamo, Boltiere, Branzi

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bergamo.