Monno bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Reise: Kirchen mit mehreren historischen Zeitmarken, die Kletterwand Falesia Mortirolo, ein Rifugio am kleinen Mortirolo-See und die Auffahrt zum Passo Mortirolo. Auch die Sagra della Patata gehört zum Bild des Ortes. Überlegen Sie bei der Wahl Ihres Aufenthalts, ob Sie vor allem Bau- und Kunstgeschichte, die Themen rund um den Mortirolo oder einen lokalen Anlass in den Mittelpunkt stellen möchten.
Kirchen mit unterschiedlichen Zeitspuren
Die Chiesa di San Brizio gilt als älteste Kirche Monnos und wird in die Zeit Karls des Großen eingeordnet. Ihre Geschichte lässt sich zugleich an späteren Bauphasen ablesen: 1480 wurde sie wiederaufgebaut, 1657 renoviert. Die frühe Einordnung und die beiden späteren Daten beschreiben verschiedene Abschnitte ihrer Geschichte – nicht ein einziges Baujahr. Wer sich für die Kirchen des Ortes interessiert, findet hier einen besonders langen historischen Bogen.
Eine andere Verbindung von Baugeschichte und älteren Spuren zeigt die Parrocchiale dei Santi Pietro e Paolo. Sie wurde an der Stelle einer wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert stammenden Burg errichtet. Von dieser ist ein Glockenturm aus Granit mit Biforen erhalten. Eine Bifora ist eine zweigeteilte Fensteröffnung. In der Kirche befindet sich außerdem ein Altarbild von Palma il Giovane, das neben der Baugeschichte einen konkreten Bezug zur Kunst bietet.
Weitere Zeitpunkte setzen die Chiesa dei Santi Sebastiano e Fabiano und die Chiesetta di San Giacomo. Die Kirche der Heiligen Sebastian und Fabian stammt aus dem Jahr 1781; sie beherbergt eine holzgeschnitzte Madonna mit Kind aus dem 15. Jahrhundert im nordischen Stil. Die heutige Chiesetta di San Giacomo wurde dagegen zwischen 1819 und 1822 errichtet. So stehen in Monno unterschiedliche Bauzeiten und Kunstbezüge nebeneinander. Die Madonna ist dabei ein eigener historischer Anker: Ihr Entstehungszeitraum liegt deutlich vor dem Bau der Kirche, in der sie sich befindet.
Mortirolo: See, Kletterwand und Passauffahrt
Das Rifugio al Lago del Mortirolo liegt auf 1.785 Metern über dem Meeresspiegel am Ufer des kleinen Mortirolo-Sees. Eine weitere benannte Aktivität ist die Kletterwand Falesia Mortirolo in der Località Mortirolo in Monno. Wer verschiedene Mortirolo-Themen abwägt, kann diese Ortsangaben von der ebenfalls bezifferten Passauffahrt unterscheiden: Die eine beschreibt ein Rifugio am See, die andere eine Kletterwand an einem ausdrücklich genannten Ort.
Die Auffahrt zum Passo Mortirolo wird ab der Abzweigung nach Monno beschrieben. Sie ist 13 Kilometer lang, beginnt auf 880 Metern und endet am Pass auf 1.852 Metern; die durchschnittliche Steigung beträgt 7,5 Prozent. Diese Werte helfen, den Umfang der Auffahrt einzuordnen. Die Höhenangabe von 1.785 Metern gehört dagegen zum Rifugio am See. Damit beziehen sich die Zahlen auf unterschiedliche Punkte und beantworten unterschiedliche Fragen: einmal auf Länge und Steigung der Auffahrt, einmal auf die Höhenlage des Rifugio.
Ein lokaler Anlass: die Sagra della Patata
Seit einigen Jahren findet in Monno die Sagra della Patata statt. Die Veranstaltung dient der Aufwertung der lokalen Kartoffelspezialität und verbindet diesen Bezug mit Abendessen und Unterhaltung. Sie bietet damit einen anderen Schwerpunkt als die Kirchen und die Mortirolo-Orte: Hier steht ein Fest mit kulinarischem und geselligem Programm im Vordergrund. Wenn Sie Ihre Reise auf die Sagra ausrichten möchten, prüfen Sie die Termine für den gewünschten Zeitraum. So können Sie entscheiden, ob der Anlass den Zeitpunkt Ihres Aufenthalts bestimmen soll oder ob Sie Monno vor allem wegen seiner Kirchen und der Mortirolo-Themen wählen.
Diese Unterscheidung macht die Ortswahl konkreter, ohne die verschiedenen Sehenswürdigkeiten zu einer einzigen Route zusammenzufassen.
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