Auf dem Hügel von Paratico stehen die Ruinen des Castello Lantieri und beherrschen die umliegende Landschaft. Kirchenkunst, Ausstellungen und Wege am Wasser ergänzen den Blick auf die Geschichte des Ortes.
Burg und historische Spuren
Das Castello Lantieri wurde wahrscheinlich um 1200 auf den Ruinen eines älteren Herrenhauses errichtet, dessen Geschichte auf das Jahr 1007 zurückgeht. Ein weiterer Teil der Befestigungsgeschichte ist der Torre Lantieri: Der Turm wurde wahrscheinlich im 14. Jahrhundert als Erweiterung der Befestigungsanlagen von Paratico gebaut. Nach einer Ende 2009 abgeschlossenen denkmalpflegerischen Restaurierung wurde er in ein Museum umgewandelt.
Die Kirche San Pietro liegt auf der westlichen Anhöhe von Paratico, in einer ländlichen Landschaft, die überwiegend von Weinbergen geprägt ist. Ihre Ursprünge reichen ins 15. Jahrhundert zurück: Ein Fresko ist auf 1444 datiert, weitere Freskofragmente werden ebenfalls dieser Epoche zugeordnet. Jedes Jahr am 8. Dezember wird an der Kirche das Fest „Madonna dei Pom“ („Madonna dei pomi“) gefeiert.
Kirchenkunst und Ausstellungen
Im Stadtpark steht das neugotische Gebäude Oselanda, das Ausstellungen zeitgenössischer Kunst beherbergt und Seeblicke bietet. Eine andere Kunstform zeigt die Dauerausstellung „Viale dei volti“: Zu sehen sind Steinskulpturen, die mit der Biennale für Kunst und Kultur des Sandsteins von Paratico „Scolpire in Piazza“ verbunden sind. So gehören sowohl historische Bausubstanz als auch zeitgenössische Kunst zu den kulturellen Themen des Ortes.
Parklandschaft und Wege am Oglio
Der Parco dei Taxodi ist eine naturkundliche Oase mit erhöhten Stegen und Wasserpflanzen. Diese Pflanzen bieten Vogelarten wie dem Graureiher Schutz. Am Infopoint Paratico beim Bosco Taxodi erhalten Besucher kostenlos Karten, touristisches Informationsmaterial und persönliche Empfehlungen zur Erkundung von Paratico und des Iseosees. Prüfen Sie vor einem Besuch die saisonalen Betriebsdetails.
Der Sentiero Verde dell’Oglio verläuft fast vollständig im Regionalpark Parco Regionale dell’Oglio Nord. Nachdem der Weg durch Paratico führt, erreicht er die Seriola Fusia. Dieser Bewässerungskanal stammt aus dem 14. Jahrhundert und leitet Wasser aus dem Oglio ab. Auch die vierte Etappe von La Via delle Sorelle führt über Paratico: Von Sarnico geht es über die Brücke nach Paratico und anschließend am Fluss entlang auf dem Sentiero Verde dell’Oglio bis zur Gemeinde Capriolo.
Radrouten und Bahnfahrten
Auf dem Radweg Brescia–Paratico können Sie Ausblicke auf die Hügel der Franciacorta und den Iseosee erleben; die Strecke lässt sich in beide Richtungen befahren. Der Radweg Paratico–Palazzolo sull’Oglio verläuft dagegen zwischen den beiden genannten Orten am Fluss Oglio entlang. Damit unterscheiden sich die Routen in ihrem beschriebenen Landschaftsbezug. Routenbedingungen können sich ändern; prüfen Sie diese vor der Fahrt.
Auch die Eisenbahngeschichte ist Teil des Ortsbilds: Die Strecke Paratico–Palazzolo nahm 1876 den Betrieb auf und war etwa 10 Kilometer lang. Für touristische Panoramawagenfahrten verbindet die Sebino-Bahn Paratico-Sarnico mit Palazzolo sull’Oglio. Die saisonalen Fahrten verwenden historische Wagen mit nach außen gerichteten Sitzen. Prüfen Sie vor der Reise, ob der Betrieb zu Ihren Daten stattfindet.
Aktivitäten am Wasser
An den Uferbereichen von Paratico bieten sich Wakeboarden, Wasserskifahren und Kanufahren an. Diese Wassersportmöglichkeiten sind saisonabhängig. Zusammen mit den Wegen am Oglio und den Radrouten ergänzen sie die kulturellen Sehenswürdigkeiten um Aktivitäten mit Landschafts- und Wasserbezug.
Weitere Reiseziele entdecken: Vallio Terme, Desenzano Del Garda, Borgo San Giacomo, Gratacasolo, Pilzone, Barghe, Castel Venzago, Tre Capitelli.
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