Dorio liegt am Comer See in einer Landschaft zwischen See und Berg. Zum historischen Ortsbild gehören steinerne Häuser, die sich um die Kirche gruppieren, und enge Gassen. In Mandonico stehen rustikale Häuser entlang des Weges und an den grasbewachsenen Terrassen des Geländes.
Siedlung und Kirchen in Dorio
Im Mittelalter war Mandonìco, auch Mondonico genannt, die wichtigste Siedlung von Dorio. Um 1300 wurde dort wahrscheinlich eine Kapelle zu Ehren des heiligen Georg errichtet. Die mittelalterliche Pieve di San Giorgio in Mandonico weist einen Freskenzyklus aus dem Jahr 1492 auf.
Die frühere Pfarrkirche San Giorgio von Dorio bestand bereits 1412. Sie liegt am Abschnitt des Sentiero del Viandante zwischen Dorio und Colico; der Weg verläuft an der Kirche vorbei. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Wegbedingungen.
Der Campanile di San Giorgio ersetzte 1653 den ursprünglichen romanischen Glockenturm und wurde 1978 restauriert. Von hier bietet sich der Blick auf die Grigne und die Rätischen Alpen, die den See einrahmen. Ebenfalls entlang des Sentiero del Viandante in Richtung Colico steht das mit Fresken ausgestattete Oratorium San Rocco, das 1858 errichtet wurde.
Eine andere Kirchengeschichte erzählt die isoliert am Monte Sparesèe stehende Madonna Regina dei Monti im Gemeindegebiet von Dorio. Die Kirche wurde errichtet, damit die Bergbauern dort religiöse Festtage feiern konnten, ohne jedes Mal zur entfernten Pfarrkirche von Dorio zurückkehren zu müssen.
Sentiero del Viandante und Landschaft
Ausreichend trainierte Wanderer können den Sentiero del Viandante in drei oder vier Tagen bewältigen. Auf dem Abschnitt zwischen Dorio und Colico steigt der Weg durch einen Kastanienwald zur Kapelle San Rocco an. Die Kapelle liegt auf 487 Metern und kündigt die Ronchi di Vesgallo auf 555 Metern an.
Nach San Rocco führt ein Abschnitt mit Stufen zu einem Aussichtspunkt am Bergrücken. Dieser trennt die Küste von Dorio von der Küste, die zum Laghetto di Piona blickt. Die Höhenangaben ordnen die Kapelle und die Ronchi ein; die Wegbeschreibung ergänzt dazu den Verlauf durch Wald und über den Rücken. Nahe dem Sentiero del Viandante prägen vom Quartär geformte Felsen das Gelände. Entlang der Strecke folgen auf Kastanien Birken und die ersten Buchen.
Weitere Spuren der Landschaft
Die Schalensteine in der Località Comballo gelten als Spuren religiöser Riten. Am lecchesischen Ufer des Comer Sees gibt es außerdem ausgedehnte Terrassenflächen, auf denen früher Oliven, Weinreben und Lorbeer angebaut wurden. Diese historische Nutzung bezieht sich auf das weitere Ufergebiet.
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