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Die Wege rund um Esino Lario unterscheiden sich nicht nur in ihrer Länge: Eine beschriebene Route führt von Varenna hinauf nach Esino, eine andere lässt den Startpunkt innerhalb von Esino Lario offen. Dazu kommen eine Berglandschaft im Parco della Grigna Settentrionale und lokale Kulturgeschichte. Für die Planung lohnt es sich deshalb, Streckenform und Ziel der jeweiligen Wanderung mitzubedenken.

Wanderwege und Strecken im Vergleich

Der Percorso dei santi eremiti ist eine etwa 7 Kilometer lange Hin- und Rückwanderung durch die Wälder und Wiesen von Esino bis zum Sasso di San Defendente. Die Antiche mulattiere tra Varenna ed Esino Lario verbinden die beiden Orte zu Fuß über historische Saumpfade; der Anstieg nach Esino ist etwa 6,5 Kilometer lang. Die Distanzangaben beziehen sich also auf unterschiedliche Wegformen: einen Hin- und Rückweg auf der einen und den Anstieg einer Verbindung zwischen zwei Orten auf der anderen Seite.

Die Route Panorama sui monti e sui laghi ist 13,5 Kilometer lang und kann an jedem beliebigen Punkt von Esino Lario begonnen werden. Beschrieben wird sie ab der Piazza Pietro Pensa. Unterwegs bietet sie Aussichtspunkte mit Blick auf den Comer See und die Grigna. Der flexible Start unterscheidet diese Route von den beiden Strecken mit ausdrücklich genanntem Ziel beziehungsweise Ausgangsort. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Wegbedingungen.

Auch die Skyrace von Esino gehört zum Wander- und Bergthema des Ortes: Sie wird seit 2015 im Mai vom Verein Polisportiva di Esino organisiert und verläuft entlang der Kämme des Val d’Esino. Wenn Sie Ihre Reise mit dem Lauf verbinden möchten, prüfen Sie die Termine der aktuellen Ausgabe.

Berglandschaft und Natur

Esino Lario ist die einzige Gemeinde, die vollständig im Parco della Grigna Settentrionale liegt. Der Park erstreckt sich zwischen dem Comer See und den Orobie rund um das Grigne-Massiv; seine Höhen reichen von 500 bis 2.409 Metern. Diese Landschaft bildet den größeren Rahmen für die Wege und Aussichtspunkte, die Esino Lario mit der Grigna verbinden.

Der Gipfel der Grigna Settentrionale ist Ziel zahlreicher Wanderungen. Als Beispiel wird die Ghiacciaia del Moncodeno genannt: eine Schlucht mit ganzjährig bestehenden Eisformationen. Auch die Grotte delle Grigne gehören zu den markanten Naturmerkmalen. Die Höhlen erstrecken sich über mehrere Kilometer und sind mehr als 1.000 Meter tief.

Museum und lokale Geschichte

Das Museo delle Grigne widmet sich auf zwei Etagen der Entwicklung des lokalen Gebiets und der Gesellschaft – von den frühesten Zeiten bis ins 20. Jahrhundert. Die Sammlung gliedert sich in eine paläontologische, eine archäologische und eine ethno-anthropologische Abteilung. Besuche sind nach vorheriger Reservierung sowie im Rahmen geführter Gruppenbesichtigungen möglich; klären Sie die Besuchsmodalitäten vorab.

Auch Kirchen und Kapellen geben konkrete historische Anhaltspunkte. Die romanische Kapelle San Pietro liegt in der Fraktion Ortanella auf 996 Metern; ihre Entstehung reicht sicher vor das 13. Jahrhundert zurück. Die Via Crucis in Esino Lario wurde zwischen 1939 und 1940 mit vierzehn Bronzetafeln gestaltet, die in Kapellen eingelassen sind. Die Kirche San Giovanni Battista ist eine Filialkirche von Esino Lario und gehört zur Pfarrei San Vittore Martire. Sie wurde 1565 geweiht und 1635 erstmals restauriert.

Traditionelle Esskultur und Anreise

Zur lokalen Esskultur gehört die Patata bianca di Esino, auch Biancona genannt, eine traditionell im Val d’Esino angebaute Kartoffelsorte. Die Ravioli di Sant’Antonio, auch Patole genannt, sind ein traditionelles Gericht aus Crès im oberen Esino Lario. Sie werden anlässlich des Festes Sant’Antonio Abate zubereitet. Die beiden Beispiele stehen für unterschiedliche Aspekte der regionalen Küche: ein lokal angebautes Produkt und ein Gericht, das mit einem Fest verbunden ist.

Für die Anreise mit dem Bus verbindet die kommunale Linie D21 Esino Lario mit Perledo, Varenna und Bellano. Prüfen Sie den Fahrplan vor Ihrer Reise. So können Sie die Anreise mit der Wahl Ihrer Wanderung und den Besuchen vor Ort abstimmen, ohne die unterschiedlichen Streckenangaben miteinander zu verwechseln.

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