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Morterone bietet zwei deutlich verschiedene kulturelle Entdeckungsrichtungen: die Architektur der Chiesa della Beata Vergine Assunta und die Kunst im Landschaftsraum des Museo d'Arte Contemporanea all'Aperto di Morterone. Hinzu kommt der Sentiero dei Grandi Alberi, eine leichte Rundwanderung am Monte Resegone. Damit lässt sich ein Aufenthalt zwischen Baugeschichte, Kunst und Natur planen.

Kirchenbau und Architektur

Die heutige Anlage der Chiesa della Beata Vergine Assunta stammt aus dem Jahr 1826. Ihr Grundriss umfasst ein einziges rechteckiges, tonnengewölbtes Schiff, sechs Seitenkapellen und ein halbrundes Presbyterium. Der rechteckige Hauptraum, die seitlichen Kapellen und der halbrunde Abschluss gliedern den Kirchenraum in unterscheidbare Bereiche. So treten die Längsform des Schiffs und die Seitenräume als eigenständige Elemente hervor. Wer Kirchenarchitektur betrachtet, kann diese Raumaufteilung mit dem äußeren Baukörper vergleichen.

Auch die Außengestaltung ist klar beschrieben: Der Außenbau ist weiß verputzt und gestrichen, die Fassade wird von einem Tympanon bekrönt. Davor liegt ein tiefer Pronaos mit quadratischem Grundriss. Der Pronaos ist ein vorgelagerter Eingangsbereich; das Tympanon bezeichnet die Giebelfläche am oberen Fassadenabschluss. Diese Bauteile geben der Fassade eine andere Gliederung als dem Innenraum. Der Glockenturm der Kirche, die auch Santa Maria Assunta genannt wird, wurde zwischen 1848 und 1849 errichtet.

Kunst im Landschaftsraum

Die Idee für das Museo d'Arte Contemporanea all'Aperto di Morterone entstand Mitte der 1980er-Jahre. Das Museum verbindet die Sprache der Kunst mit der Natur durch ein Netz von Wegen. Werke sind vor Häusern und an Wänden installiert. Der Außenraum und die Wege gehören damit zum Kunstformat: Die Werke stehen nicht nur für sich, sondern sind mit Natur und Umgebung verbunden.

Im Vergleich zur Kirche liegen die beschriebenen Merkmale des Museums weniger in einem einzelnen Baukörper als in der Verbindung von Kunst, Wegen und Landschaft. So ergeben sich zwei unterschiedliche kulturelle Schwerpunkte: hier die räumliche Gliederung eines Kirchenbaus, dort Kunstinstallationen im Freien. Wer bei der Reiseplanung vor allem an Architektur interessiert ist, findet an der Kirche konkrete Bauteile und eine Baugeschichte; beim Museum steht die Verbindung von Kunst und Natur im Mittelpunkt.

Wandern am Monte Resegone

Der Sentiero dei Grandi Alberi ist eine leichte Wanderung an den Hängen des Monte Resegone. Der etwa sieben Kilometer lange Rundweg beginnt und endet in Morterone auf 1.085 m Höhe. Als Rundweg führt er zum Ausgangsort zurück; die ungefähre Länge beschreibt den Umfang der ganzen Runde. Die Wanderung bietet Gelegenheit, den Regionalwald Resegone zu erleben und zahlreiche Buchen zu betrachten.

Die Angaben „leicht“ und etwa sieben Kilometer beantworten verschiedene Planungsfragen: Die Einstufung beschreibt den Schwierigkeitsgrad, die Länge den Umfang der Runde. So können Sie den Weg nach diesen beiden Merkmalen einordnen, ohne sie mit einer Gehzeit gleichzusetzen. Da die Wegbedingungen saisonal variieren können, prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Verhältnisse.

Weitere Reiseziele entdecken: Maggio, Cassina Valsassina, Vercurago, Bindo, Varenna, Limonta, Annone Di Brianza, Torre De' Busi.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lecco.

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