Zum Inhalt

Leonardos Bildwelt, historische Ingenieurbauten und Wege an der Adda geben Paderno mehrere unterschiedliche Facetten. Für Ihre Planung lohnt es sich, Kulturgeschichte und Bewegung auseinanderzuhalten: Bei den Bauwerken stehen Bauzeit, Funktion oder technische Besonderheiten im Mittelpunkt; bei den Wegen helfen Länge, Verlauf und Fortbewegungsart bei der Orientierung. So lässt sich ein Aufenthalt nach dem eigenen Interesse strukturieren, ohne alle Themen zu einer einzigen Tour zusammenzufassen.

Kunst und Baugeschichte

Im früheren Oratorio dell’Addolorata zeigt eine Dauerausstellung Kopien der beiden Fassungen von Leonardos „La Vergine delle Rocce“. Damit ist das Gemälde ein konkreter Bezugspunkt für alle, die sich für Leonardo interessieren. Nach umfangreichen Restaurierungen wurde das Oratorio am 22. Juni 2008 als Leonardo da Vinci gewidmeter Bezugspunkt für die Öffentlichkeit geöffnet.

Auch die Geschichte des Oratorio di Sant’Ambrogio reicht weiter zurück: Es wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts von Privatleuten errichtet. Die Datierung bleibt eine Wahrscheinlichkeit, nicht ein genaues Baujahr. Das Santuario della Madonna della Rocchetta wiederum ist eine Station des Cammino di Sant’Agostino. Diese Angaben geben unterschiedliche historische und kulturelle Anknüpfungspunkte, ohne daraus eine gemeinsame Route zu machen.

Mehrere Bauwerke erzählen von der Entwicklung der Infrastruktur. Die Ponte San Michele, auch Ponte di Paderno genannt, entstand zwischen 1887 und 1889 und ist 266 Meter lang. Die Diga Vecchia wurde zwischen 1895 und 1898 von der Società Edison errichtet. Sie entstand als Einlaufbauwerk des schiffbaren Kanals. Die Bauzeiten zeichnen eine klare Chronologie: erst die Brücke, dann die Diga Vecchia.

Ein anderer technischer Einblick bietet die Centrale Idroelettrica Guido Semenza. Sie nahm 1920 den Betrieb auf und wurde für die Nutzung überschüssigen Wassers aus dem Naviglio konzipiert. Ungewöhnlich ist die beschriebene Anordnung ihrer Turbinen: Sie waren ohne Leitungen oder Sammler im Wasser eingetaucht. Bauzeit, ursprüngliche Funktion und technische Ausführung eröffnen jeweils einen anderen Zugang zur Industriegeschichte Padernos.

Wege und Landschaft an der Adda

Das Ecomuseo „Adda di Leonardo“ folgt entlang des Flusses Adda einem 21 Kilometer langen Rad- und Fußweg von Imbersago bis Cassano d’Adda. Eine weitere Route zwischen Cornate d’Adda und Robbiate verläuft am Naviglio di Paderno. Sie kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden; motorisierte Fahrzeuge sind dort ausgeschlossen. Für die Auswahl sind unterschiedliche Orientierungspunkte hilfreich: Beim Ecomuseo-Weg sind Länge und Endpunkte benannt, beim Weg am Naviglio der Verlauf und die erlaubten Fortbewegungsarten.

Die Tre Corni markieren den Beginn der Adda-Schlucht. Der Canyon ist mehr als 100 Meter tief und von dichten Eichen- und Hainbuchenwäldern bedeckt. Das Landschaftsbild lässt sich damit über zwei konkrete Merkmale einordnen: die Tiefe der Schlucht und den Wald, der sie bedeckt. Wer eine kürzere Gehstrecke in die Planung aufnehmen möchte, erreicht Stallazzo von der Fraktion Porto d’Adda über einen 400 Meter langen Fußweg zum Fluss.

Diese Entscheidung hilft, die Hotelwahl mit den Themen zu verbinden, die Sie vor Ort erkunden möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Molteno, Garbagnate Monastero, Merate, Casargo, Maggio, Pasturo, Taceno, Missaglia.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lecco.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.