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Codogno lässt sich über verschiedene kulturelle Spuren kennenlernen: das Museo Cabriniano, die Raccolta D'Arte Lamberti, Bauwerke des 17. Jahrhunderts und eine Radroute mit Bezug zum alten Flussbett des Po. Diese Auswahl gibt Ihnen unterschiedliche Ansatzpunkte für Ihren Aufenthalt – von der Geschichte Santa Francesca Cabrinis über Kunst und Architektur bis zu einer Fahrt mit dem Rad.

Museen mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Das Museo Cabriniano bewahrt Räume, Gegenstände, Kleidungsstücke und Erinnerungsstücke mit direktem oder indirektem Bezug zu Santa Francesca Cabrini sowie zu den Ursprüngen des von ihr gegründeten Instituts der Missionarinnen vom Heiligsten Herzen Jesu. Das Museum wurde 1973 in den Räumen des von Cabrini eröffneten Mutterhauses eingerichtet. Zu seiner Sammlung gehören zahlreiche Werke und Gegenstände, die der Heiligen gehörten. So führt das Museum zwei eng verbundene Themen zusammen: Cabrinis Leben und die Anfänge ihres Instituts.

Einen anderen Zugang zur Kulturgeschichte bietet die Raccolta D'Arte Lamberti. Sie wurde 1973 auf Initiative des Malers Giuseppe Novello eröffnet und befindet sich im Palazzo in der Via Cavallotti in Codogno. Ihren Namen trägt die Sammlung nach Carlo Lamberti, einem Sammler und Maler. Während das Museo Cabriniano einen klaren Bezug zu Cabrini und dem von ihr gegründeten Institut hat, steht bei der Raccolta D'Arte Lamberti die Kunstsammlung selbst im Mittelpunkt.

Für Besucher mit eingeschränkter Mobilität gibt es bei der Raccolta einen barrierearmen Zugang durch den Innenhof und einen Aufzug. Dafür ist eine telefonische Kontaktaufnahme im Voraus erforderlich.

Plätze, Loggia und Kirchenarchitektur

Die Piazza XX Settembre stammt aus dem Jahr 1652 und wurde vom Architekten Barattieri entworfen. Ebenfalls 1652 entwarf Barattieri die Loggia dei Mercanti, auf Initiative des Kardinals Teodoro Trivulzio und des Bürgermeisters Baldassarre Dragoni. Die gemeinsamen Jahres- und Architektenangaben verbinden die beiden Bauwerke; die Geschichte der Loggia umfasst zusätzlich die Namen der beiden Auftraggeber.

Ein weiteres architektonisches Detail bietet die Chiesa di San Teodoro, auch „del Cristo“ genannt. Ihre von Carlo Antonio Albino entworfene Kuppel sitzt auf einem hohen, oktogonalen Tambour. Ein Tambour ist der Unterbau, der die Kuppel trägt; in San Teodoro prägt gerade seine Höhe und achteckige Form die Beschreibung des Bauwerks. Die Kirche wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts fertiggestellt.

Auch die Fiera di Codogno hat einen historischen Ausgangspunkt: Sie wurde 1791 als jährliche Messe eingerichtet. Die erste Veranstaltung begann am 17. November desselben Jahres. Außerdem sind in Codogno archäologische Spuren der Fundamente einer mittelalterlichen Burg und ihres umlaufenden Grabens erhalten.

Villa Biancardi und ihr Gelände

Die Arbeiten an der Villa Biancardi nach einem Entwurf von Gino Coppedè dauerten von 1907 bis 1911. Coppedè war Architekt, Bildhauer und Dekorateur aus Florenz. Zum Gelände der Villa gehören ein großer Park mit Baumbestand, ein Gewächshaus, ein Schwimmbad, die ehemaligen Stallungen und das Pförtnerhaus.

Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist der Park auf Straßenniveau zugänglich. Der Zugang zum Erdgeschoss der Villa führt über einen Lastenaufzug am Nebeneingang; für den ersten Stock steht ein Aufzug zur Verfügung. Damit sind für die Planung zwei unterschiedliche Angaben wichtig: der Zugang zum Park und die Aufzüge im Villengebäude.

Radroute und Geschichte des Po

Die Radroute „Lungo l'antico alveo del Po“ verläuft durch den Parco dell'Adda Sud. Sie führt über einen Abschnitt des alten Flussbetts des Po und kehrt anschließend nach Codogno zurück. Der Name der Route verweist auf diese Flusslandschaft; für die Orientierung sind der Abschnitt am alten Flussbett und die Rückkehr nach Codogno die konkreten Eckpunkte.

Der Po erscheint auch in einer weiteren historischen Verbindung: Grana-Laibe aus Codogno wurden einst auf dem Fluss bis nach Venedig transportiert. Diese Überlieferung ergänzt die Radroute um einen anderen Blick auf den Fluss – hier als historischer Transportweg statt als Teil einer heutigen Routenbeschreibung. Zusammen geben die kulturellen Orte, Bauwerke und die Radroute verschiedene Themen für die Planung Ihres Aufenthalts in Codogno vor.

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