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In Busto Garolfo stehen Kirchen und historische Bauwerke neben einer Landschaft, die von Landwirtschaft, Wasserläufen und Waldflächen geprägt ist. Das gibt Ihrer Reise zwei unterschiedliche Schwerpunkte: Sie können Kunstwerke und Baugeschichte betrachten oder sich dem Parco del Roccolo mit seinen Feuchtgebieten und seiner Vogelwelt zuwenden. Die lokalen Sehenswürdigkeiten erzählen dabei von verschiedenen Jahrhunderten und bieten konkrete Anknüpfungspunkte für Ihre Planung.

Kirchenkunst und Baugeschichte

Die Chiesa di San Remigio bestand bereits im 13. Jahrhundert; an die Kirche grenzte das Ospedale dei Poveri. In ihrem Inneren befinden sich eine Pietà aus dem 16. Jahrhundert und eine Verkündigung, die Bartolomeo Vandone 1654 schuf. Die beiden Werke verweisen auf unterschiedliche Zeitabschnitte: Die Pietà gehört ins 16. Jahrhundert, während für die Verkündigung ein genaues Entstehungsjahr überliefert ist. Wer sich für sakrale Kunst interessiert, findet hier also mehr als einen einzelnen historischen Bezug.

Eine andere zeitliche Schichtung zeigt die Chiesa Parrocchiale dei Santi Salvatore e Margherita. Sie wurde im 16. Jahrhundert an der Stelle einer Kirche errichtet, die bereits im 13. Jahrhundert bestanden hatte. Im Inneren befinden sich ein hölzernes Chorgestühl von Carlo Garavaglia aus dem Jahr 1642 sowie Gemälde von Giovanni Battista Crespi, genannt il Cerano, und Carlo Naymiller. Baugeschichte, Chorgestühl und Malerei sind unterschiedliche Blickpunkte; die genannten Daten machen zugleich deutlich, dass sich die Geschichte dieses Ortes nicht auf eine einzige Epoche reduzieren lässt.

Auch das Oratorio della Madonna della Neve hat eine mehrstufige Geschichte: Es wurde 1669 gegründet, 1934 abgerissen und in einer dem ursprünglichen Gebäude ähnlichen Form wiedererrichtet. Im Oratorium befindet sich ein Fresko, das aus einer früheren Kapelle des 16. Jahrhunderts herausgelöst wurde. Hier lassen sich die Geschichte des Gebäudes und die Herkunft eines einzelnen Kunstwerks voneinander unterscheiden. Casa Battaglia erweitert den Blick über die Kirchen hinaus: Die Haus-und-Garten-Anlage aus dem 18. Jahrhundert weist spätbarocke und neoklassizistische Bezüge auf.

Agrarlandschaft und Vogelwelt im Parco del Roccolo

Der Parco del Roccolo ist eine flache Agrarlandschaft mit einem weiterhin genutzten Bewässerungssystem. Gräben, die vom Villoresi abgeleitet sind, gehören ebenso zum Landschaftsbild wie Waldflächen, Hecken und Baumreihen. Damit unterscheidet sich der Park deutlich von den historischen Bauwerken im Ort: Wasserläufe und landwirtschaftlich geprägte Flächen stehen hier neben kleineren Gehölzstrukturen. Mehrere Baggerseen und Feuchtgebiete entstanden durch den Abbau von Kies und Sand.

Im Park leben zahlreiche Vogelarten. Zu den genannten Beispielen zählen der inzwischen seltene Sperber, der Wiedehopf und der Specht. Wenn Sie sich für Landschaft und Natur interessieren, bietet diese Vogelwelt einen anderen Schwerpunkt als die Kunstwerke in den Kirchen. Die Seen und Feuchtgebiete ergänzen ihn als weitere, durch die frühere Gewinnung von Kies und Sand geprägte Landschaftselemente.

Zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs

Der Bosco della Brughierezza liegt im Parco del Roccolo bei der Via Casorezzo und ist mit dem Fahrrad oder zu Fuß über einen Fußweg erreichbar. Die Straße liegt einen Häuserblock vom Parkplatz des Parco Falcone Borsellino entfernt. Für Ihre Planung ist es hilfreich, diese Angaben auseinanderzuhalten: Sie beschreiben den Zugang zum Bosco und die Lage der Straße zum Parkplatz.

Für eine längere Radtour führt die Ciclovia del Canale Villoresi im Parco del Roccolo über sieben Kilometer von Busto Garolfo, Via Inveruno, nach Parabiago, Via Einaudi. Sie verläuft auf dem Betriebsweg am Kanal, der dem Consorzio Est Ticino Villoresi für Verwaltung und Instandhaltung dient. Beim Radfahren hat die vorrangige Funktion dieses Weges Vorrang; die Geschwindigkeit darf 15 km/h nicht überschreiten. Auf einigen Abschnitten fehlen Geländer oder eine Asphaltdecke. Diese Hinweise helfen Ihnen, die Tour von einem Besuch der lokalen Bauwerke oder dem Zugang zum Bosco zu unterscheiden und die besonderen Bedingungen der Radroute bei Ihrer Entscheidung zu berücksichtigen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mailand.

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