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Der Naviglio della Martesana ist in Cernusco sul Naviglio ein historisch, ökologisch und kulturell wertvolles Gewässer. Entlang des Kanals erstreckt sich eine Reihe miteinander verbundener Parks über etwa drei Kilometer. Gemeinsam bilden sie einen Weg für Freizeit, Bildung und historischen Tourismus. Kanal und Grünflächen sind damit ein klarer Schwerpunkt; die Seidengeschichte und die historischen Bauwerke eröffnen weitere Zugänge zum Ort.

Am Naviglio: Parkwege und Radverbindungen

Für die Planung mit dem Fahrrad sind zwei verschiedene Maßstäbe interessant. Der Radweg entlang der Alzaia Naviglio Martesana führt von Cernusco sul Naviglio direkt nach Mailand und in der Gegenrichtung nach Trezzo d’Adda. Die Gesamtstrecke entlang des Kanals ist mehr als 30 Kilometer lang. Davon zu unterscheiden ist das etwa 30 Kilometer lange Rad- und Fußwegenetz der Stadt: Es verbindet Parks und bestehende Grünflächen. Mit dem Fahrrad lässt sich Cernusco darin von Norden nach Süden ebenso wie von Osten nach Westen durchqueren.

Im Osten von Cernusco, nahe der Grenze zu Cassina de’ Pecchi, verbindet die Ponte Levatoio die beiden Ufer des Naviglio. Die Brücke ermöglicht einen sicheren Zugang zu Fuß und mit dem Fahrrad zum Parco Azzurro dei Germani.

Spuren der Seidenproduktion und Kirchen

Im historischen Zentrum gibt es einen Fußweg, der der Geschichte der Seidenproduktion in der Stadt gewidmet ist. Eine andere Darstellung dieses Themas findet sich auf der Piazza della Repubblica: Dort zeigt eine Skulptur von Nado Canuti die Verwandlung einer Seidenraupe in Kokon und Chrysalis. So stehen ein der Stadtgeschichte gewidmeter Weg und die künstlerische Darstellung einer Verwandlung als zwei unterschiedliche Zugänge zur Seidentradition nebeneinander.

Das Santuario di Santa Maria Addolorata gilt als das älteste erhaltene Gebäude von Cernusco sul Naviglio. Die Chiesa parrocchiale di Santa Maria Assunta wurde am 17. Juli 1932 von Kardinal Ildefonso Schuster geweiht. Ihre dreigeteilte Giebelfassade besitzt drei Portale und einen zentralen Oculus.

Bei der Chiesa di San Rocco treffen mehrere Zeitebenen aufeinander. Eine Tafel über dem Hauptportal datiert den Bau auf 1567 und schreibt ihn den Brüdern Alberto und Camillo Litta zu. Die Kirche entstand auf den Fundamenten einer bestehenden Kirche aus dem späten 15. Jahrhundert; von diesem älteren Bau ist das Altarbild erhalten.

Villen und historische Gärten

Der Parco di Villa Alari wurde als geometrischer Garten im französischen Stil angelegt. Zu seiner Gestaltung gehörten ein Theater, ein Teich, Brunnen mit Wasserspielen, Statuen, Baumalleen, Pergolen, Hecken und Gehölze. Die Villa hat auch eine Besuchsseite: Eine Gemeindemitteilung vom 18. März 2026, aktualisiert am 15. Juni, kündigte regelmäßige Führungen durch ihre Räume und zu den restaurierten Fresken an. Für den Zugang war eine vorherige Reservierung erforderlich. Prüfen Sie vor Ihrer Planung die aktuellen Führungstermine und die Reservierung.

Villa Uboldo war als Casa Museo konzipiert, um einen Teil der Kunstsammlungen aufzunehmen, für die Ambrogio Uboldo bekannt war. Die Villa Biancani Greppi blickte historisch auf den Naviglio. Am Ende einer baumgesäumten Allee, die der heutigen Via Cavour entspricht, befand sich ein Anlegeplatz.

Historische Wasserwege im Modell

Ein Diorama stellt das Netz der historischen Wasserwege im Mailänder Raum im Maßstab 1:1.800 dar. Es hat einen Durchmesser von mehr als 40 Metern und eine erhöhte Tribüne mit 60 Sitzplätzen auf vier Stufenreihen. Schülerinnen und Schüler können mit Modellbooten den früheren Gütertransport auf dem Wasser nachstellen, der bis in die 1950er-Jahre mit Lastkähnen erfolgte. Damit wird die Geschichte der Wasserwege nicht nur als Karte, sondern auch als maßstäbliches Modell und Simulation greifbar.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mailand.

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