Legnano eröffnet unterschiedliche Zugänge zu seiner Geschichte: Das Castello di San Giorgio dient heute als Ausstellungsort, das Museo Civico Guido Sutermeister bewahrt archäologische Funde, und Kirchen zeigen Werke und bauliche Spuren. Wer den Aufenthalt lieber mit einem Weg im Grünen verbindet, kann zwischen einem historischen Fußweg am Olona und einem botanischen Lehrpfad wählen. Diese Spannweite macht Legnano für eine Kulturreise mit Naturanteil interessant.
Grünräume und Wege mit eigenem Schwerpunkt
Der Parco Castello ist in den größeren lokalen Park PLIS dei Mulini entlang des Flusses Olona eingegliedert. Der Parco Alto Milanese ist ein geschütztes Gebiet des Typs Parco Locale di Interesse Sovracomunale (PLIS); etwa 178 Hektar davon liegen in Legnano. Der historische Olona-Weg führt von den Wasserfällen der Via Pontida bis zur Cornaggia-Mühle am Castello Visconteo di Legnano. Entlang des Fußwegs gibt es neun Orientierungspunkte und erläuternde Schilder. Er ist kostenlos und für Menschen mit Behinderungen zugänglich.
Im Parco Alto Milanese liegt außerdem die Biblioteca Verde, ein botanischer Lehrpfad mit zehn Informationstafeln, der für Schüler und die gesamte Bürgerschaft gedacht ist. Die beiden Wege setzen unterschiedliche Akzente: Der Olona-Weg ist historisch ausgerichtet, die Biblioteca Verde vermittelt botanische Themen. So lässt sich bei der Planung gezielt wählen, ob ein historischer Weg oder ein botanischer Lehrpfad besser zum eigenen Interesse passt.
Ausstellungen und archäologische Sammlungen
Das Castello di San Giorgio dient heute als Ausstellungsort; dort wird das Triptychon zur Schlacht von Legnano von Gaetano Previati gezeigt. Am Standort befanden sich im 13. Jahrhundert eine dem heiligen Georg geweihte Kirche und ein Augustinerkloster.
Das Museo Civico Guido Sutermeister bewahrt archäologische Funde vom 3. Jahrtausend v. Chr. bis zur Renaissance. Die Loggetta präsentiert eine chronologische Ausstellung zu den antiken Kulturen des Gebiets von Legnano, die vom 3. Jahrtausend v. Chr. bis zum 7. Jahrhundert n. Chr. reicht. Damit umfasst die Sammlung einen weiteren Zeitraum als die Ausstellung zur Antike in der Loggetta. Für Einzelpersonen und Gruppen bietet das Museum kostenpflichtige Führungen nach Voranmeldung an.
Kirchen, Kunst und historische Bauwerke
Die Basilica di San Magno wurde zwischen 1504 und 1513 errichtet. Der junge Maler Gian Giacomo Lampugnani übertrug dabei Zeichnungen und Angaben Bramantes in die Mauern. Die Basilica beherbergt auch Werke von Bernardino Luini, Bernardino Lanino, Francesco Lampugnani und Gianbattista Lampugnani.
In der Chiesa di Sant’Ambrogio liegen die Fundamente einer ursprünglichen, nach Osten ausgerichteten halbrunden Apsis, die Archäologen dem 5. Jahrhundert zuordnen. In den Lünetten befinden sich außerdem acht von Giambattista und Francesco Lampugnani gemalte Propheten. Der Garten um das Santuario della Madonna delle Grazie hat eine andere Form: Dort stehen fünfzehn halbkreisförmig angeordnete Kapellen, die ursprünglich 1895/97 vom aus Cremona stammenden Maler Bacchetta mit Fresken versehen wurden.
Das Monumento di Alberto da Giussano wurde 1900 eingeweiht und vom Bildhauer Enrico Butti geschaffen. Palazzo Leone da Perego und Palazzo Ottone Visconti entstanden in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Beide gehörten zur erzbischöflichen Domäne, die auch große Gebiete im zentralen Bereich von Legnano umfasste. Das Santuario di Santa Teresa del Bambin Gesù wurde am 13. September 1933 geweiht.
Veranstaltungen und besondere Sammlungen
Der Palio di Legnano umfasst Veranstaltungen zur historischen Darstellung der Schlacht von Legnano. Bei „Manieri Aperti“ am ersten Sonntag im Mai können Besucher an einem Contrada-Abendessen teilnehmen, historische und kostümkundliche Ausstellungen besichtigen sowie Führungen durch die Manieri unternehmen. Prüfen Sie die Veranstaltungstermine, wenn Sie Ihre Reise danach ausrichten möchten.
Eine andere Sammlung beherbergt das Museo Fratelli Cozzi: Mehr als 60 Alfa-Romeo-Fahrzeuge erzählen dort 60 Jahre Geschichte. Für einen Besuch ist der Zugang an geplante Öffnungstermine und -zeiten gebunden; außerhalb dieser Termine und Zeiten ist das Museum nicht öffentlich geöffnet. Klären Sie vorab, ob ein passender Öffnungstermin in Ihren Aufenthalt fällt.
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