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Novate Milanese bietet für die Reiseplanung mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte: einen Bahnhof an der Strecke Mailand–Saronno, historische Kirchen und Villen sowie eine landwirtschaftlich geprägte Landschaft. Wer einen Aufenthalt plant, kann diese Themen getrennt betrachten: sakrale Kunst und Architektur, zeitgenössische Kultur oder die Geschichte von Bahn und Landwirtschaft.

Anreise und Eisenbahngeschichte

Der Bahnhof Novate Milanese liegt an der Strecke Mailand–Saronno und wird von den S-Bahn-Linien S1 und S3 bedient. Er wurde am 5. Oktober 1879 eröffnet. Für die Anreise mit der Bahn sind damit Strecke und Linien konkret benannt; prüfen Sie für Ihre Reise den aktuellen Fahrplan.

Eine weitere Facette der Eisenbahngeschichte ist die Wartungsanlage von Novate Milanese. Sie entstand 1928 als Lokomotivdepot. Der öffentliche Zugang ist veranstaltungsabhängig. Bahnhof und Wartungsanlage stehen so für unterschiedliche Aspekte: die Bahnverbindung und eine frühere Nutzung der Eisenbahn.

Kirchenkunst und Baugeschichte

Die Chiesa dei SS. Gervaso e Protaso hat erste urkundliche Erwähnungen aus dem Jahr 1042. Ihr kreuzförmiger Grundriss umfasst drei Schiffe, die durch paarweise angeordnete Säulen aus Giaveno-Marmor voneinander getrennt sind. So lassen sich die räumliche Anlage und das verwendete Baumaterial gemeinsam betrachten. In der Kirche befindet sich außerdem die Leinwand „Natività della Vergine“, die Camillo Procaccini 1618 malte.

Auch Gesiö verbindet Baugeschichte und Kunst. Die Kirche wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auf Grundlage des testamentarischen Wunsches des herzoglichen Senators Bernardino Busti errichtet. In seinem Testament von 1529 verfügte Busti den Bau einer dem heiligen Celsus geweihten Kirche mit einer dazugehörigen Priesterwohnung. Ein 1603 von Paolo Camillo Landriani gemaltes Werk zeigt die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind sowie die Heiligen Nazarius und Celsus. Die umfassende Restaurierung wurde im September 2023 abgeschlossen; dabei kamen originale Fresken und bemerkenswerte architektonische Details zum Vorschein.

Villen und Casa Testori

Villa Venino, auch Villa Fassi Venino genannt, ist eine historische Adelsresidenz im Zentrum von Novate Milanese. In der Mitte des Gebäudes liegt ein Portikus mit drei Rundbogenöffnungen. Kleinere Seitenflügel begrenzen zwei Höfe: einen Herrschaftshof und einen Nebenhof. Diese Gliederung macht die Anordnung der Gebäudeteile zu einem eigenen Aspekt der Villenarchitektur.

Der historische, nach Lidia Conca benannte Garten der Villa wurde restauriert und 2010 für die Öffentlichkeit geöffnet. Wenn Sie ihn in Ihre Planung aufnehmen möchten, klären Sie den aktuellen Zugang vorab.

Casa Testori ist ein Kulturzentrum an den Toren Mailands, das auf die Produktion und Aufwertung zeitgenössischer Kunst spezialisiert ist. Es befindet sich im Geburtshaus von Giovanni Testori, einer Villa aus dem frühen 20. Jahrhundert mit zwei Stockwerken und einem Innenhofgarten. Die Biblioteca Testori umfasst 17.800 Titel. Für Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersgruppen werden je nach Programm Museumsparcours sowie künstlerische und literarische Workshops angeboten, die Führungen mit künstlerischem Experimentieren verbinden.

Der Zugang zu Casa Testori richtet sich nach der jeweiligen Veranstaltung. Garten und Außenbereiche sind für Menschen mit Behinderungen zugänglich; bestätigen Sie diese Zugänglichkeitsinformation vor dem Besuch erneut. Für einen Besuch sind deshalb das konkrete Veranstaltungsprogramm und die Zugangsbedingungen wichtige Planungspunkte.

Landschaft und landwirtschaftliche Prägung

Der Parco della Balossa ist ein landwirtschaftlich geprägtes Gebiet mit einer Fläche von etwa 146 Hektar. Er wurde 2006 als Parco Locale di Interesse Sovracomunale (PLIS) eingerichtet und im Dezember 2015 in den Parco Nord Milano eingegliedert. Die ungefähre Flächengröße und die zeitliche Abfolge seiner Ausweisung und Eingliederung geben zwei unterschiedliche Orientierungspunkte: den Umfang des Gebiets und seine Entwicklung als Park.

Ein eigener historischer Hinweis betrifft die Cascina Balossa in Novate Milanese. Vor etwa fünfzig Jahren war sie mit wechselnden Anbaukulturen wie Basilikum, Gerste, Mais und Zucchini verbunden. Diese Kulturen geben einen konkreten Einblick in die frühere landwirtschaftliche Nutzung. Zusammen mit dem Parco della Balossa erweitert dieser Blick auf die Landwirtschaft die kulturellen Themen um eine andere Perspektive auf den Ort.

Weitere Reiseziele entdecken: Cusano Milanino, Corbetta, Cassano D'adda, Gaggiano, Ornago, Cassinetta di Lugagnano, Castellazzo, Arluno.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mailand.

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