Zum Inhalt

Auf der Anhöhe von Monzambano steht das Castello Scaligero, der älteste Teil des Ortes. Von hier aus lässt sich die Geschichte des Städtchens mit archäologischen Fundstätten, mittelalterlichen Bauwerken und einer geschützten Moränenlandschaft verbinden.

Burgen, Siedlungen und Kirchen

Der heutige Komplex des Castello Scaligero entstand durch die Erweiterung einer kleineren Burg, die dem 12. Jahrhundert zugerechnet wird. Die Scaligeri errichteten die heutige Anlage gegen Ende des 13. Jahrhunderts. Das Castello gilt als eines der am besten erhaltenen und vollständigsten Beispiele für Burgenarchitektur im Mantuanischen Gebiet. Gemeinsam mit der Chiesa San Michele prägt es das auf einer Anhöhe gelegene Dorf, in dem etwa 5.000 Menschen leben.

Im Eingangsturm befindet sich ein multimediales Museum zur materiellen Kultur und zu den Traditionen des Gebiets. Seine Themen umfassen außerdem dessen kulturelles, historisches, ethnografisches, ländliches und archäologisches Erbe. Das gibt der Burg einen weiteren Bezug zur Ortsgeschichte, neben ihrer Rolle als markanter Teil des Ortsbilds.

Auch die Siedlungsfunde führen weit zurück: Das Sito di Tosina ist ein prähistorischer Siedlungsplatz aus dem mittleren bis späten Neolithikum. Gut erhaltene Wohnstrukturen und weitere Siedlungselemente liegen dort auf ausgedehnten Terrassen. In Castellaro Lagusello wiederum gehören bronzezeitliche Siedlungen am Fondo Tacoli und am Fondo Pezzalunga zu den Pfahlbausiedlungen. Die Siedlung am Fondo Tacoli ist in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Castellaro Lagusello ist ein befestigtes Dorf nahe einem kleinen See glazial-moränischen Ursprungs. Nahezu unversehrte Befestigungsmauern, vier Türme, Teile des Wehrgangs und zwei mittelalterliche Bauernhäuser prägen den historischen Bestand. Einen anderen Blick auf sakrale Baukunst bietet die Chiesa Santissima Trinità im Ortsteil Olfino: Trotz zahlreicher Restaurierungen bewahrt sie ihren mittelalterlich-romanischen Charakter und besitzt zwei Freskenzyklen aus dem 16. Jahrhundert. Die ländliche Chiesa di San Pietro liegt auf einem Hügel in der Umgebung von Monzambano; zu ihr führt eine alte, von Zypressen gesäumte Steintreppe.

See, Feuchtgebiet und Moränenlandschaft

Im Ortsteil Castellaro Lagusello umgeben sanfte Hügel, Wiesen und Obstgärten einen kleinen See und das Reservat in den Moränen südlich des Gardasees. Die Riserva naturale di Castellaro Lagusello in der Gemeinde Monzambano umfasst einen kleinen herzförmigen See. Ein vom Park angelegter Weg führt mit einem Abschnitt über unbefestigten Untergrund und einem weiteren über einen Holzsteg an das Feuchtgebiet heran.

Die Natur der Reserve zeigt sich in unterschiedlichen Landschaftsformen: An den Hügelhängen wachsen wärmeliebende Flaumeichen- und Schwarzhainbuchenwälder. Auf steilen Hängen und den Kuppen der Erhebungen liegen Trockenrasen, die im Frühjahr üppig blühen. In der Reserve sind 99 Vogelarten aus den Gruppen der Stand-, Zug- und Überwinterungsvögel nachgewiesen, darunter der Eisvogel. Das geschützte Gebiet Complesso Morenico di Castellaro Lagusello erstreckt sich auf etwa 271 Hektar über die Gemeinden Monzambano und Cavriana.

Rad- und Fußwege am Mincio

Der 43 Kilometer lange Rad- und Fußweg Mantova-Peschiera verläuft bei Monzambano am Mincio, durchquert den Regionalpark und verbindet Mantova mit Peschiera. Er ist Teil des EuroVelo 7, der auch Ciclovia del Sole genannt wird. Für die Planung ist die Unterscheidung zum Weg in der Reserve hilfreich: Der Rad- und Fußweg verbindet zwei benannte Orte, während der vom Park angelegte Weg an das Feuchtgebiet heranführt.

Weitere Reiseziele entdecken: Buscoldo, Sustinente, Scorzarolo, Curtatone, Viadana, Ponti Sul Mincio, Redondesco, Villastrada.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mantua.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.