Zum Inhalt

Casa Bianca ist ein Ortsteil der Gemeinde Montù Beccaria, in dem Weinbau, Ortsgeschichte und mehrere unterschiedlich lange Routen zusammenkommen. Die Weinberge geben der Gegend einen landwirtschaftlichen Charakter; historische Hinweise erzählen von einem Landsitz, einem Oratorium und einer Mühle. Bei den Wegen reicht die Auswahl von Rundwanderungen bis zu einer schwierigen, zehn Stunden dauernden Etappe. Für die Hotelwahl kann deshalb die Frage hilfreich sein, ob Sie vor allem die Weinlandschaft, die Geschichte oder eine bestimmte Route in den Mittelpunkt Ihres Aufenthalts stellen möchten.

Weinbau und Landschaft rund um Casa Bianca

Im Gemeindegebiet von Montù Beccaria ist der Weinbau die wichtigste Tätigkeit. Zu den erzeugten DOC-Weinen zählen Bonarda-Croatina, Barbera, Riesling, Pinot und Moscato. Die Weinberge von „Le Vigne Tonalini“ liegen am Eingang des Valle Versa auf dem flachen Höhenrücken von Casa Bianca, auf durchschnittlich 200 Metern Höhe. Sie werden seit fünf Generationen direkt bewirtschaftet.

Auch die Beschaffenheit der Weinbaulandschaft ist vielfältig: Das Klima gilt als mesothermisch-subkontinental und ohne aride Perioden. Die Böden der Weinberge werden als wechselnde Mischung aus schwefelhaltigen Formationen, Mergeltonen und Sandstein beschrieben. Zur langen Weinbaugeschichte gehört die romanische Pieve di Auliano. Im Gebiet des heutigen zentralen Bereichs der Weinberge erzeugte sie bereits im 9. Jahrhundert jährlich das Äquivalent von 3.150 Litern renommierten Weins.

Rundwanderungen und längere Routen

Die beschriebenen Rundwanderungen unterscheiden sich in Länge und Verlauf. Die etwa sechs Kilometer lange Runde Cima–Casa Bianca–Porcarano führt über Casa Bianca und durch ländliche Orte wie Casa del Pozzo und Porcarano. Anschließend verläuft ein Weg direkt in die Weinberge. Die etwa 13 Kilometer lange Rundwanderung Tessarole–Casa Bianca weist 100 Höhenmeter Anstieg auf und führt wieder nach Casa Bianca zurück.

Eine weitere Möglichkeit ist die neun Kilometer lange Rundwanderung Casa Massimini–Montù Beccaria. Sie führt auf asphaltierten Wegen durch Casa Bianca; nach dem Ort verläuft sie in einen Weinberg-Einschnitt und steigt in Richtung Montù Beccaria an. Damit unterscheiden sich die Runden nicht allein durch ihre Länge, sondern auch durch die beschriebenen Wegabschnitte: Ortsdurchquerung, ländliche Orte und Weinberge setzen jeweils andere Akzente. Prüfen Sie vor der Nutzung die örtlichen Wegbedingungen und den Zugang.

Für Radfahrende führt die Etappe „Pavia nach Pometo“ über die SP134 durch Casa Bianca. Nach der Durchquerung steigt die Route bis zu einer Kammhöhe an, die das Tal des Torrente Versa überblickt. Prüfen Sie vor dem Radfahren die örtlichen Bedingungen. Als deutlich längere und als schwierig eingestufte Etappe steht die Via-Columbani-Etappe 15 „Stradella a Canevino“ daneben: Sie ist 24,4 Kilometer lang, weist 1.015 Höhenmeter im Aufstieg auf und hat eine angegebene Dauer von zehn Stunden. Diese Angaben helfen, die unterschiedlichen Zeit- und Höhenprofile der Routen einzuordnen.

Herrenhaus, Oratorium und Mühlengeschichte

Die Häuser von Casa Bianca wurden größtenteils rund um das Herrenhaus der Grafen Negri della Torre errichtet. Das Herrenhaus war ein Landsitz der Grafen aus dem 17. Jahrhundert. Auch die religiöse Geschichte des Ortsteils ist mit dem Anwesen verbunden: Eine Familienkapelle beziehungsweise ein Familienoratorium war für die Gläubigen des Weilers zu religiösen Feiern geöffnet. Bis zum Tod der Gräfin Maddalena Marchiò, verwitweten Negri, wurde dort sonntags von einem Priester der Pfarrei Gottesdienst gefeiert.

Bei einer bischöflichen Visitation 1777 wurde das Familienoratorium als öffentlich bezeichnet; Gläubige aus dem Weiler und der Umgebung besuchten es zur Messe. Eine weitere Visitation von 1790 führte das Oratorio di Casa Bianca als 1733 von Abt Don Gaspare Negri della Torre errichtet auf. Die lokale Überlieferung erzählt außerdem, dass eine Marienstatue in Casa Bianca verblieb und dort eine kleine Kapelle entstand. Die Madonna galt als Beschützerin der Weinberge.

Zur Ortsgeschichte gehört auch die Getreidemühle am Fuß von Casa Bianca nahe dem Torrente Versa. Dort betrieb die Familie Quaroni Mitte des 19. Jahrhunderts eine Mühle. Die als „Molino di Casa Bianca“ bezeichnete Mühle gehörte dem Grafen Negri della Torre. Zusammen mit den historischen Angaben zum Herrenhaus und Oratorium ergibt sich so ein Bild verschiedener landwirtschaftlicher und religiöser Bezüge, ohne dass sie zu einer einzigen Sehenswürdigkeit zusammengefasst werden müssen.

Weitere Reiseziele entdecken: Gambolò, Rivoltella, Fortunago, Cervesina, Varzi, Menconico, Voghera, Montebello Della Battaglia.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pavia.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.